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Reisebericht: Von Boston nach Toronto bis Chicago
Eine 3-wöchige Tour mit einem SUV quer durch die USA
Urlaub 2005 – Boston, Toronto and Chicago
Sonntag, den 17.07.2005
Es geht endlich los. Wir fliegen heute um 09:05 von Dresden über München nach Boston. Es ist der Start unser 3 Wochen Urlaub in den USA. Die Tour beginnt in Boston, wo wir vom 17.07. bis zum 25.07. bleiben werden. Danach geht es weiter nach Toronto und dann bis Chicago. Von dort geht es am 04.08. wieder zurück nach Deutschland.
Der Flug von Dresden nach München ist problemlos. Wir fliegen mit Eurowings pünktlich los und kommen um 10:00 in München an. Um 11:23 geht es dann ab München mit einer LH Airbus 340-300 in Richtung Boston los. Ich bekomme noch ein Sitz in der Businessklasse, was zwar mir etwas mehr Beinfreiheit gibt, aber wir sind für den gesamten Flug leider „getrennt“. Um 13:30 Bostoner Zeit kommen wir an und nehmen ein Taxi ins „Wyndham Hotel“ in der „Broad Street“. Das Hotel ist sehr zentral gelegen. Wir checken ein und das Zimmer ist groß genug für uns alle mit zwei großen Twinbeds. Nachdem wir alles ausgepackt haben, machen wir uns auf die Gegend erst einmal kennen zulernen. Es ist sehr schwül und wir schwitzen bei jeder Bewegung. Der Himmel ist bedeckt und es sieht aus als ob es regen wird. Wir sehen uns unten am Hafen um und stellen fest, dass das Schiff des Bostoner Tea Party nicht mehr da ist und anscheinend renoviert wird.
Wir gehen weiter zum „Faneuil Hall“ und erkunden den „Quincy Market“. Eigentlich sehr schön, denn es gibt innen sehr viele verschiedene Sachen zu essen, von Chinesisch über Griechisch, Japanisch und Irische Küche. Zusätzlich Starbucks Coffee und Davis Ice. Wir entscheiden uns für Chinesische Küche. Danach gehen wir zurück ins Hotel und gehen relativ früh zu Bett, um den Jetlag zu begegnen.
Montag, den 18.07.2005
Wir schlafen gut und stehen um 7:30 auf und frühstücken im Hotel. Wir nehmen alle das Buffet und schlagen richtig zu, damit wir gut vorbereitet sind zum Beginn. Es ist wieder sehr schwül (erdrückend). Wir beschließen den „Freedom Trail“ mitzumachen und machen uns auf dem Weg zum Anfangspunkt am Boston Common-Visitor Center. Stellen dann fest, dass Touren mit Bostoner in alten Kostümen gekleidet gemacht werden. Die Tour für uns kostet zusammen $44,-. Sie führt am „State House“ mit der goldenen Kuppel vorbei die von Paul Revere entworfen wurde, dann am „Park Street Church“ und „Granary Burial Ground“ vorbei. Hier liegen Samuel Adams und Paul Revere begraben. Der Friedhof sieht noch uralt aus und als Grabsteine fungieren noch alte kleine Steinplatten. Es geht dann weiter zum „Old State House“, wo es dann anfängt zu regnen. Der Regen ist warm und stört nicht, außer dass wir schön nass sind, aber die Tour geht weiter am „Faneuil House“ und am „Ye Olde Union Oyster House“ vorbei. Das Oyster House wurde 1826 gegründet und ist das älteste Restaurant in den USA und ist bekannt für seine Fischspezialitäten. Es regnet immer stärker und wir haben leider keine große Lust mehr, da wir schon durchgenässt sind, also bleiben wir zurück und warten, bis es aufhört. Wir beschließen unser City Pass umzutauschen und müssen dafür ins Prudential Center fahren. Wir nehmen dafür die Boston MBTA U-Bahn – Green line und fahren bis Copley Square. Dort steigen wir aus und sehen ein ganz anderes Boston. Viel Platz, große Straßen und schöne Plätze zum Einkaufen. Wir laufen am „John Hancock Tower“ und „Trinity Church“ vorbei. Beide sehr imposante Gebäude für ihre Zeit. Der Pass wird im Prudential Center eingetauscht und bietet 6 Bostoner Attraktionen. Das Center ist eine schöne und gehobene Einkaufsmeile. Wir kaufen uns noch jeweils ein Boston T-Shirt und für die Kinder je ein Boston Kapuzenjacke. Nach dem Umtausch des City Passes laufen wir weiter die Huntington Street runter, am „Christian Science Church“ – eine imposante große Kirche mit einem riesigen Wasserbecken parallel zur Straße und besuchen die erste Attraktion des Passes – das „MFA“ (Museum Of Fine Arts). Es hat sehr viele Amerikanische Kunst, ansonsten nichts besonderes. Wir nehmen die Green Line zurück und steigen am „Boston Town Hall“ aus und gehen abends in den „Green Dragon“ (Irischer Pub).
Dienstag, den 19.07.2005
Heute ist das Wetter immer noch sehr luftfeucht (90%). Wir gehen ins „New England Aquarium“ und schauen uns die Sammlung verschiedener Quallen und Atlantikfische da an. Danach schauen wir uns im IMAX Kino „Aliens Of The Deep“.
Nach dem Kinobesuch haben wir erst einmal was bei MacDonalds eingenommen, da es schnell geht und für eine schnelle Mahlzeit immer gut ist. Danach machen wir den Rest des „Freedom Trails“, dass von Montag übrig geblieben ist. Wir gehen auf die Nordseite von Boston, ins italienische Viertel. Sehen uns das Paul Revere Haus an und die „Old North Church“. Die Gegend ist recht schön, doch der Rest des „Freedom Trails“ von hier aus ist nicht der Rede wert. Wir gehen an einem weiteren Burial Ground vorbei und marschieren dann zum Navy Dock, wo die USS Constitution liegt. Eine wirklich schöne Gallione aus der Amerikanischen Revolutionszeit. Es gibt eine kurze Tour und dann sind wir damit am Ende. Die Hitze ist teilweise unerträglich weil es auch sehr luftfeucht ist. Wir schwitzen viel und nach der Tour des USS Constitution, nehmen wir ein Eiscafe ein und gönnen uns eine Pause bevor wir wieder ins Hotel zurückgehen, um uns frisch zumachen. Am Abend gehen wir dann ins „Ye Oulde Union Oyster House“. Gabi nimmt sich einen Lobster an, der aber zwar als Ganzes auf ihren Teller erscheint, aber schon Mundgerecht zerlegt wurde. Das Fleisch wurde aus den Zangen und dem Rückenteil vorbereitet – sieht trotzdem lustig aus und er schmeckt!
Mittwoch, den 20.07.2005
Wir stehen früh auf und nehmen Frühstück im Hotel wieder ein. Heute geht es auf das offene Meer zum „Whale Watching“. Wir haben den Zeitpunkt günstig gewählt, da das Wetter deutlich besser geworden ist. Nicht mehr so luftfeucht, sondern sehr trocken und heiß. Wir fahren mit einem Katamaran ca. 35 Km raus aufs Meer und sind gespannt, ob wir das Geld sich ausgezahlt hat, da es keine Garantie auf Wale gibt, aber wir haben sehr viel Glück und sehen doch eine ganze Menge dieser tollen Meeressäuger. Zwei von denen scheinen sogar auf der Wasseroberfläche zu dösen und verharren dort mehrere Minuten lang, sodass das Fotografieren recht gut gelingt. Sie tauchen sogar beide ab und geben uns ihre Schwanzflosse zu sehen. Zusätzlich tauchen später 3 Tiere auf, eine Mutter mit Kalb und ein weiteres Tier. Das Kalb schlägt ebenfalls mit der Flosse auf der Wasseroberfläche – warum, können uns sogar die beiden Whale Guides nicht erklären, ist auch egal. Das Erlebnis ist ganz toll und jeden Cent wert so was zu sehen. Nach 3 Stunden fahren wir wieder nach Boston zurück und haben uns auf dem Schiff einen ordentlichen Sonnenbrand geholt.
Wir gehen am Nachmittag etwas Bummeln und essen dann im „Black Rose“ – eine Irische Kneipe.
Donnerstag, den 21.07.2005
Nach dem Frühstück sind wir auf zum „Beacon Hill“ gelaufen (hinter dem State House) und schauen uns dort die schönen Reihenhäuser und Gassen an. Es ist richtig ruhig dort und man hört kaum den Großstadtlärm. Wir laufen dann am „Charles Street“ entlang mit den vielen Antiquitätengeschäfte. Wir nehmen uns einen Kaffee bei Starbucks ein, laufen zurück zum „Boston Common“ und nehmen dort ein Taxi zum Flughafen, denn wir holen den Wagen ab. Es ist ein Chevrolet Trail Blazer SUV, der uns viel Platz für unser Gepäck bietet – was auch der Zweck dieser Reservierung war, denn mit 4 Koffern hätten wir in einer normalen Limousine kein Platz. Nach den Mietformalitäten fahren wir los und nehmen unsere zweite City Pass Attraktion in Angriff – das „Harvard National Museum of Science“. Eine schöne Sammlung von Tieren, Schmetterlingen, und Gräsern. Die Indianersammlung ist sehr schön und lohnt sich. Wir essen was in Harvards Coop Buchladen, das auch ein Cafe hat und fahren dann am „St. Charles River“ zurück, überqueren den Fluss und halten in der „Newbury Street“, wo wir Niketown besuchen und etwas bummeln. Anschließend fahren wir ins „Prudential Center“ und nehmen die dritte City Pass Attraktion wahr – der „Skywalker“. Es ist nicht so sensationell wie damals das World Trade Center in New York, gibt aber auch eine schöne Übersicht über ganz Boston aus dem 50. Stock. Ich bin etwas erstaunt über die sehr laschen Sicherheitskontrollen – nämlich gar keine! Der Blick vom „Skywalker“ zum gegenüber liegenden John Hancock Center zeigt aber das der noch größer ist und als Gebäude imposanter, da er ganz in Spiegel Glass „gekleidet“ ist.
Freitag, den 22.07.2005
Heute geht es auf eine längere Tour in den Süden von Massachusetts und nach Rhode Island. Wir besuchen „Newport“, ein hübsches Städtchen an der Atlantikküste und nehmen nach einer Mittagspause wo wir im „Black Pearl Restaurant“ schön essen, den Ocean Drive auf uns. Eine sehr schöne Tour entlang der vielen, unzähligen Mansions, die es wirklich in sich haben. Wir halten am „Marblehead Mansion“ und schauen uns dieses herrliche Haus von innen an. Es gehörte eins den Vanderbilts. Das Haus wurde von Vanderbilt selber an seine Frau als Geschenk zu ihrem 39. Geburtstag überreicht – na mal sehen was Gabi von mir zum 49. Geburtstag haben möchte??!! Wir machen die Tour und hören die Geschichte der einzelnen Räume. Jedes Zimmer ist anders eingerichtet und es ist schwer vorstellbar, was man machen kann, wenn man so viel Geld hat, dass man alles nur in Million $ Beträge berechnet.
Die Aussicht vom großen Garten auf den Atlantik ist ebenso herrlich. Vanderbilts haben hier nur drei Sommer verbracht. Im Garten ist noch eine Chinesische Pagode, wo aber gerade eine Hochzeitsfeier stattfindet – kann man dafür mieten. Das Haus gehört inzwischen einer Gesellschaft, die sich für diese Häuser einsetzt und der Öffentlichkeit zugängig macht. Die Tickets kosten $10,-. Es lohnt sich wirklich. Wir fahren dann am frühen Abend zurück nach Boston und halten dann am Hardrock Cafe, um unser Abendessen einzunehmen. Die Kinder nehmen einen Burger und Gabi und Ich nehmen Fajitas zu uns. Es schmeckt uns sehr gut, nach so einem schönen Tag.
Samstag, den 23.07.2005
Frühstück nehmen wir selber ein, das wir im „Quincy Market“ einkaufen. Fahren dann in den Norden und wollen uns „Salem“, „Gloucester“ und „Rockport“ anschauen. Auch hier sind die Häuser für sich schon eine Tour wert. Anders als die Mansions (Herrenhäuser), sind sie hier alle kleiner, aus Holz und sehr schön angemalt was in der Sonne toll zur Geltung kommt und sehr „fotogen“ aussieht. In „Gloucester“ gehen wir bei „Captain Carlo’s“ Mittagessen einnehmen. Anschließend fahren wir zum „Anisquam Lighthouse“. Zwar angezeigt in Gloucester, aber dann später sehr schwer zu finden, weil die Grundstücke drum herum Privatbesitz sind und die Besitzer anscheinend zurecht nicht wollen, dass ständig „Touri’s“ durch die Grundstücke gehen, um zum Leuchtturm zu gelangen. Es gibt tatsächlich einen sogenannten zivielen Wachpsoten, der uns aber durchlässt. Wir machen ein paar Bilder und gehen dann wieder, nachdem wir durch den Sand zum Leuchtturm gewandert sind.
Wir fahren weiter nach Rockport und schauen uns „Motif #1“ an – nichts besonderes, aber alle Amerikaner wollen dieses alte Fischerhäuschen abmalen. Das Städtchen hat viele schöne angemalte Häuser. Wir kaufen uns ein Eis, kaufen 2 Bandana’s für die Jungs (unsere Hunde Chip & Chap) und laufen zur Wasserfront, an vielen kleinen Geschäften vorbei. Wir fahren an der Küste entlang zurück und genießen den Ausblick auf den Atlantik.
Sonntag, den 24.07.2005
Unser letzter Tag in Boston beginnt mit einem Besuch des „JFK Museums“. Ein schönes Gebäude in der Nähe des Massachusetts University. Viel Persönliches von JFK, aber ich hätte gerne etwas mehr gesehen – es hat sich trotzdem gelohnt. Das Wetter ist sehr schön, aber in Boston sehr windig. Wir beschließen nicht Baden zu gehen, sondern nach „Cape Cod“ zu fahren. Unterwegs halten wir in „Plymouth“, der Ursprung der ersten Siedler in Amerika. Wir essen was und besuchen den Nachbau des „Mayflowers“. Ansonsten auch hier ist dieser Meilenstein in der Geschichte der Amerikaner etwas fade dargestellt. Wir fahren weiter und fahren bei „Craigville“ an einen sehr schönen Strand. Hier ist das Wetter sehr heiß, kein Wind, aber wir haben die Badesachen nicht mit. Also legen wir uns in den Sand, lassen uns die Sonne auf die Arme, Beine und Gesicht scheinen und ruhen uns aus. Wir fahren dann zurück ins Hotel und essen die letzten Pizzastücke auf, die wir in Plymouth mit bekamen, packen unsere Koffer und bereiten uns auf die lange Fahrt morgen nach Toronto vor.
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