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Reisebericht: Faszinierender Südwesten - 3 Wochen USA
Hier erfährt Ihr alles über unseren 22 tägigen Trip durch den Süd-Westen der USA mit klassischen Reisezielen wie L.A., Highway 1, den herrlichen Nationalparks und den faszinierenden Landschaften rund um Page, aber auch Geheimtipps wie der Ghosttown Bodie und dem einmaligen Erlebnis - the wave.
- Sa. 21.09.2002 - 1. Tag: Abflug
- So. 22.09.2002 - 2. Tag: Auf in die Universal Studios in den Hollywood Hills
- Mo. 23.09.2002 - 3. Tag: Highway 1
- Di. 24.09.2002 - 4. Tag: Auf nach San Francisco
- Mi. 25.09.2002 - 5. Tag: San Francisco
- Do. 26.09.2002 - 6. Tag: San Francisco - Bridgeport
- Fr. 27.09.2002 - 7. Tag: Bodie & Yosemite Nationalpark
- Sa. 28.09.2002 - 8. Tag: Kings Canyon & Sequoia Nationalpark
- So. 29.09.2002 - 9. Tag: Death Valley Nationalpark
- Mo. 30.09.2002 - 10. Tag: Zion & Bryce Nationalpark
- Di. 01.10.2002 - 11. Tag: Wave Karten besorgen, Horseshoe Bend & Antelope Canyon
- Mi. 02.10.2002 - 12. Tag: The Wave
- Do. 03.10.2002 - 13. Tag: Monument Valley
- Fr. 04.10.2002 - 14. Tag: Grand Canyon
- Sa. 05.10.2002 - 15. Tag: Route 66, Hoover Dam, Las Vegas
- So. 06.10.2002 - 16. Tag: Las Vegas (Der Sandkasten für Erwachsene)
- Mo. 07.10.2002 - 17. Tag: Joshua Tree Nationalpark
- Di. 08.10.2002 - 18. Tag: San Diego
- Mi. 09.10.2002 - 19. Tag: San Diego, Seaworld
- Do. 10.10.2002 - 20. Tag: Disneyland, Los Angeles
- Fr. 11.10.2002 - 21. Tag: L.A. Sightseeing
- Sa. 12.10.2002 - 22. Tag: Heimflug
Sa. 21.09.2002 - 1. Tag: Abflug
Also mit der Planung unseres USA Urlaubes begannen wir (Engelbert & ich) bereits rund 7 Monate im voraus (Markus stieß später dazu), die Idee hatte ich gleich nach meinem Kuba Urlaub - gut so, wie sich herrausstellte, denn sonst hätten wir the Wave vielleicht nicht zu Gesicht bekommen. Aber eins nach dem anderen.
Los ging es um 8.30 Uhr mit British Airways von Wien via London nach Los Angeles, wo wir um 15.10 landeten (9 Std. Zeitunterschied). Nachdem wir unser Auto (Mazda 626) von Hertz übernahmen (von Österreich aus im Reisebüro bereits gebucht) machten wir uns auf in unser erstes Hotel, das Ramada Plaza LAX, welches wir für 2 Nächte mit dem FTI Welcome Pass für 64,- Euro/Nacht im Reisebüro mitbuchten. Geschlaucht vom Flug & ein wenig Jet-Lag verbrachten wir den Rest des Tages mit relaxen.
Strecke: 10 Meilen (= 16,09km)
So. 22.09.2002 - 2. Tag: Auf in die Universal Studios in den Hollywood Hills
Die Universal Studios gehören für einen Filmfan dazu, $ 45 Eintritt -$3 AAA Rabatt +$8 fürs Parken, ein Fun-Tag zu Beginn, Shows anschauen, ein wenig hinter die Kulissen blicken - ein amüsanter herrlicher Tag und ein Pflichtpunkt wenn man in L.A. ist.
Kleiner Tipp: bei der Waterworld Show auf die Sitzmarkierung achten um ein trockenes Plätzchen zu erwischen und beim Jurassic Park Ride alles festschnallen - keine Kappen & auf (Sonnen)-Brillen aufpassen - der Ride ist es echt wert!
Retour fahren wir über den Mulholland Drive von welchem wir einen schönen Ausblick auf Los Angeles haben und auch das Hollywood Zeichen gut sehen.
Durch Bel Air an den unzähligen Luxusvillen vorbei geht's zum Hotel zurück, um am Abend wieder in die Hills zu fahren, zum Griffith Park & Observatory von wo aus man den besten Ausblick auf die unendliche Stadt hat.
In der Nacht wirkt sie durch das Lichtermeer noch beeindruckender als bei Tag.
Strecke: 110 Meilen (= 177 km)
Mo. 23.09.2002 - 3. Tag: Highway 1
In der morgendlichen Rush Hour, bei zähflüssigen Kolonnenverkehr wie auf der Wiener Süd-Ost Tangente (allerdings mit 6 Spuren), fahren wir am Highway N° 1 Richtung Norden. In Ventura wollen wir einen kurzer Zwischenstop einlegen um die Mission zu besichtigen - die ist aber von Aussen so unscheinbar und so groß dass wir doch glatt beim 1. Mal dran vorbeifuhren... Es ist aber eine nette kleine Mission und $1 Eintritt ist nicht erwähnenswert, wenn man Zeit hat ist sie einen Abstecher wert.
Weiter geht es nach Santa Barbara. Vom Glockenturm beim Courthouse genießen wir die herrliche Aussicht auf das saubere 'kleine' Städtchen - Eintritt frei. Danach besichtigen wir die älteste und angeblich schönste Mission Kaliforniens. $4 Eintritt - Sehenswert.
Auf der Suche nach dem, aus diversen Filmen bekannten, Gefängnis von Lompoc (das wir nicht fanden...) fahren wir durch das wunderschöne "Hinterland" nach Pismo Beach, wo wir planten die Nacht zu verbringen, am schönen Pier empfing uns allerdings der Pazifik mit kühlem Wind & tief hängenden Wolken. Vom Pier aus konnte man einige Surfer im Meer beobachten aber 1. fehlten die richtigen Wellen und 2. schien kein wirklicher Könner dabeizusein. Da es noch nicht spät am Nachmittag war, fahren wir noch bis Morro Bay weiter.
Zwischen Pismo Beach und Morro Bay, wo die Berge zwischen uns und dem Pazifik sind, schien wieder die Sonne, doch in Morro Bay verwehren uns die dichten Wolken den Blick auf das Wahrzeichen von Morro Bay - den Morro Rock, der die Hafeneinfahrt kennzeichnet. Bei einem kleinem Stadtspaziergang müssen wir feststellen, dass es außer Fischrestaurants, Souveniershops & Motels hier nichts gibt, dazu der deftige Fischgeruch im größten, kommerziellen Fischfanghafen Kaliforniens...
Wir übernachten in einem sehr schönen Zimmer der Travellodge um $58 inkl. Tax und AAA Rabatt, mit der Hoffnung Morgen früh den Morro Rock zu sehen, gehen wir schlafen.
Strecke: 233 Meilen (= 375 km)
Di. 24.09.2002 - 4. Tag: Auf nach San Francisco
Wie erhofft haben wir am Morgen klares Wetter & der Morro Rock strahlt in der Morgensonne. Nun kommt der schönste Teil des HW N°1 - die Big Sour Coast (zwischen San Simeon und Carmel). Kurz nach San Simeon, bei einem Vista Point, klettern wir die Klippen runter zum Meer um ein paar herrliche Fotos zu schiessen.
Das Hearst Castle lassen wir bewusst aus, da wir von einigen Freunden wissen dass es für Europäer nicht wirklich interessant ist, da man lediglich dem Größenwahn eines Zeitungszaren sieht der in seinem Schloss das antike Rom mit griechischen, byzantinischem und diversen anderen Epochen vermischte.
Wer irgendwo zwischen Los Angeles und San Francisco unterwegs ist sollte, auch wenn er wenig Zeit hat, unbedingt den Teil der Big Sur Coast am Highway N. 1 fahren. Von Morro Bay weiter Richtung Norden verläuft die Big Sur Coast, eine der vielen Traumstraßen der Welt - Bergauf-Bergab-links-rechts - das Bikerherz tut weh, wie herrlich wäre es jetzt auf einer der unzähligen Harleys zu mehr
Persönliche Meinung von BernieMayer:
Die Big Sur Coast mit den immer wieder auftauchenden Wolken zählt für mich zu DER Traumstrasse schlechthin und ist der mit Abstand schönste Teil des Highway N. 1
Weiter Richtung Norden - Bergauf-Bergab-links-rechts - das Bikerherz tut weh -
wie herrlich wäre es jetzt auf einer der unzähligen Harleys zu sitzen die uns laufend entgegenkommen...
Immer wieder tauchen die Berge in die Wolken die vom Pazifik kommen ein - faszinierend.
Im Julia Pfeifer Burns State Park (kein Eintritt) donnert angeblich der Mc Way Cove Wasserfall 30m tief in den Ozean - was wir sehen ist ein Rinnsal das in den Sandstrand plätschert... aber das liegt leider am trockenen Sommer, wie wir später leider auch im Yosemite NP feststellen müssen. Aber die schöne Aussicht lohnt sich.
Im Point Lobos State Reserve ($4 Eintritt pro Auto) sind auf einer vorgelagerten Insel unzählige Seelöwen zu beobachten - wenn, ja wenn kein Nebel ist - denn durch die dichte Wolkendecke kann man nur ihre Umrisse erkennen und ihre Laute vernehmen. Wer genug Zeit hat kann den ganzen Trail abgehen und die herrliche Landschaft & Aussicht geniessen, Wahlers Cove ist angeblich wunderbar zum Tauchen und von Dezember - Jänner bzw. März - April kann man angeblich Grauwale bei ihrer Wanderung nach Süden bzw. Norden beobachten.
In Monterey futtern wir auf einer Parkbang gemütlich unsere Sandwiches mit Blick auf die Fischer am Pier und Seelöwengeschrei im Hintergrund. Nach Monterey verlassen wir die Küste und es gehtüber den Highway 101 nach San Francisco.
Das Aida Hotel in der Market Street/ Ecke 7. haben wir über Internet um $72/Nacht inkl. Parken gebucht. Das Zimmer ist sauber, für 2 Nächte und den Preis ist es in Frisco ok, vorallem liegt es gut um mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln die ganze Stadt zu erkunden, allerdings ist es in der Nacht eher eine finstere Gegend...
Bevor wir im Hotel einchecken, fahren wir noch zum Pier 39 um für den nächsten Tag Tickets für Alcatraz zu kaufen - $9,25 ist erschwinglich.
Am Pier tummeln sich auch dutzende Seelöwen - Entschädigung für Point Lobos.
Am Weg zum Hotel nehmen wir einen kleinen Umweg über die berühmte Lombard Street. Einmal eine der kurvigsten Strassen der Welt abzufahren gehört zu einem Frisco-Trip dazu.
Strecke: 167 Meilen (= 269 km)
Mi. 25.09.2002 - 5. Tag: San Francisco
Da in Frisco parken ein Problem bzw. teuer ist, lassen wir das Auto in der Hotelgarage und benutzen das gute öffentliche Verkehrsnetz.
Wir kaufen um $6 einen Muni All Day Pass (Tageskarte für Bus, Strassenbahn & Cable Car) und machen uns mit dem Cable Car auf zum Pier 39 um mit der 1. Fähre um 9.30 Uhr nach Alcatraz zu schipern.
Der Nebel ist weniger als gestern und man kann The Rock schon vom Festland gut sehen - die Golden Gate Bridge bleibt allerdings den ganzen Tag in Nebel gehüllt. Abgesehen von den Eindrücken die Alcatraz selbst genug liefert, hat man eine super Aussicht auf San Francisco und die Bay.
Wieder zurück machen wir uns, nach einem Abstecher im Hard Rock Cafe, zu Fuß auf den Weg zum Coit Tower, mühsam die Bergwertung, aber die Aussicht ist spitze und $4 für den Lift (ohne den man nicht raufkommt) sind ok.
Per Pedes machen wir uns auf den Weg nach Chinatown.
Da unser 'Zeitplan' für heute erfüllt ist und wir noch reichlich Zeit haben, fahren wir mit dem Bus zum Golden Gate Park - empfehlenswert der Japanese Tea Garden
($4 Eintritt)
Strecke: 0 Meilen
Do. 26.09.2002 - 6. Tag: San Francisco - Bridgeport
Bevor wir Frisco verlassen machen wir einem Abstecher nach Twin Peaks, von wo man angeblich den besten Ausblick auf San Francisco hat, aber auch hier spielt uns der Nebel einen Streich und wir sehen nur eine graue Suppe, schade, anschließend bei der Golden Gate Bridge ergeht es uns etwas besser, man sieht fast die ganze Brücke.
Nun geht's ab Richtung Yosemite Nationalpark, da wir auch die Geisterstadt Bodie & den Mono Lake sehen wollen, wählen wir die Route oberhalb vom Yosemite vorbei über den 9625 Fuß hohen Sonora Pass und es waren die Stunden die wir länger brauchten wert! Traumhafte Ausblicke entlang der ganzen Strecke bis Bridgeport, wo wir uns auf Motelsuche begaben.
Leider ist es schon 18.00 Uhr vorbei und bei einigen Motels steht bereits No Vacancy, wir steueren mal das Best Western an aber $145 + Tax ist uns doch erheblich zu teuer, nach ein paar weiteren Versuchen probierten wir es im Victorian Hotel, welches von außen zwar einen leicht "verfallenen" Eindruck erweckt aber Innen absolut nett & rustikal ist, da es nur 2 Personen Zimmer gibt müssen wir 2 Zimmer um Gesamt $89 inkl. Tax nehmen. "Als Abendausflug" wollen wir noch die Ghosttown Bodie besuchen, doch bereits auf halber Strecke der Dirt Road wird es zu dunkel und wir kehren um - schade, aber dafür erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Fr. 27.09.2002 - 7. Tag: Bodie & Yosemite Nationalpark
Es ist gerade mal 8.00 Uhr, als wir schon die beschwerliche 3 Meilen lange Dirt Road hinter uns haben und beim Schranken zur Ghosttown Bodie, in der früher bis zu 10.000 Leute wohnten, warten - ideal da wir bei den ersten sind und somit es noch "gespenstischer" wirkt. Kein Eintritt da der Ranger der den Schranken des Bodie State Historic Park öffnete meinte: wenn uns wer fragt, wir haben ihn nicht gesehen... So früh morgens durch die verlassenen, leeren Gassen zu schreiten hat schon was.
Wer den Yosemite Nationalpark besichtigt (wunderschön aber überlaufen) und von oder nach San Francisco will, sollte über den Tioga Pass in's Yosemite Valley kommen bzw. rausfahren. Der "kleine" Umweg hat wunderschönes zu bieten! 1. Den Mono Lake, ein alkalischer Salzsee, er lockt mit herrlichen Salzsäulen die aus dem Wasser ragen. Der See ist mehr
Persönliche Meinung von BernieMayer:
Es war gerade mal 8.00 Uhr, als wir schon die beschwerliche 3 Meilen lange Dirt Road hinter uns hatten und beim Schranken zur Ghosttown Bodie warteten - ideal da wir bei den Ersten waren und somit es noch "gespenstischer" wirkte. Ausserdem brauchten wir keinen Eintritt zahlen, da der Ranger der den Schranken öffnete meinte: wenn uns wer fragt, wir haben ihn nicht gesehen...
Und die Strecke von Sonora nach Bridgeport ist einfach nur als unbeschreiblich schön zu bezeichnen!
Weiter geht's am Mono Lake vorbei in den Yosemite Nationalpark.
Beim Eingang am Tioga Pass besorgen wir uns den für ein Jahr gültigen Nationalparkpass ($50) - für alle Nationalparks in den USA.
Am schneebedeckten Cathedral Peak vorbei fahren wir Richtung Yosemite Valley.
Schon bei der Einfahrt springt uns der beiendruckende Half Dome ins Auge. An den Bridalveil Falls (die leider auch nur wenig Wasser haben) vorbei erblicken wir El Capitan - eine faszinierende Felswand.
Vom Curry Village aus begeben wir uns zu Fuß Richtung Vernal Fall & Nevada Fall. Wir staunen nicht schlecht als 3 Meter neben uns 2 Hirsche stehen & genüßlich von einem Baum futtern. Da sie sich durch unsere Anwesenheit nicht abschrecken lassen knipsen wir ein Foto von ihnen und wandern weiter, aber bei der Vernal Fall Bridge, von der man den Vernal Fall sieht, drehen wir aus Zeit- & Konditionsmangel um.
Bei den Yosemite Falls (dem höchsten Wasserfall Nordamerikas) müssen wir feststellen dass hier im Herbst gar kein Wasser kommt - pretty shitty... Hier ist der Frühling sicher beieindruckender.
In den, in Morro Bay & Frisco entdeckten, gratis Motel Couponheften finden wir das Red Roof Inn in Fresno um $45 + Tax, endlich ein paar Längen im Pool schwimmen und faul abhängen.
Strecke: 220 Meilen (= 354 km)
Sa. 28.09.2002 - 8. Tag: Kings Canyon & Sequoia Nationalpark
Bevor wir noch den Sequioa NP erreichen biegen wir in den Kings Canyon Nationalpark ab, das hätten wir uns eigentlich sparen können,
die 2 Wasserfälle waren zwar auch fein und führten mehr Wasser als die in Yosemite, aber der Yosemite NP ist wesentlich beeindruckender, hier braucht man Zeit zum Wandern, dann ist er sicher ebenso schön.
Der anschließende Besuch im Sequoia Nationalpark ist überwältigend,
die riesigen Sequoia's wie zum Beispiel der General Sherman Tree
(the largest living thing on earth) mit einem Umfang von 31,3 m; einen Durchmesser von 11,1m; eine Höhe von 83,8m und einem Alter von ca. 2300 - 2700 Jahren!
Der "Abstecher" in den Kings Canyon hat uns leider viel Zeit gekostet und somit ist nun die Devise "Meilen machen" - so nah ans Death Valley ran wie nur geht. Die Strecke durch die Greenhorn Mountains kommt einem so ewig lang vor wie der Weg über den Sonora Pass, hat aber genauso ihre optischen Erlebnisse. In Ridgecrest steigen wir in der Econolodge um $59 inkl. Tax & AAA Ermäßigung ab.
Strecke: 356 Meilen (= 573 km)
So. 29.09.2002 - 9. Tag: Death Valley Nationalpark
Heute steht uns eine sehr lange Etappe bevor - wir wollen bis St. George / Utah wo bereits + 1 Stunde Zeitunterschied dazuzurechnen ist, somit geht's bereits um 5.00 Uhr raus aus den Federn und ab ins Death Valley. An den Stovepipe Sand Dunes vorbei fahren wir zu Scotty's Castle und zum Ubehebe Crater (ein rund 6.000 - 7.000 Jahre alter, 230 Meter tiefer Vulkankrater). Nach dem tiefsten Punkt der Westlichen Hemisphäre - Badwater (85 Meter unter dem Meeresspiegel) geht's über eine 2,5 Meilen lange Dirt Road und einem rund 20 minütigem Marsch zu einer Natural Bridge. Danach genießen wir die herrliche Aussicht vom Zabriskie Point.
Ab jetzt geht's nur mehr ans Fahren und das auf den endlosen Geraden in der Wüste Nevadas. Um 18.00 Uhr kommen wir geschlaucht in St. George an,
gut dass in Nevada 70-75mph erlaubt sind.
Aus den Couponheften haben wir das Ancestor Inn genommen, schlappe $39 inkl. Tax. Heute ist das Poolen besonders entspannend.
Strecke: 504 Meilen (= 811 km)
Mo. 30.09.2002 - 10. Tag: Zion & Bryce Nationalpark
Bereits um 8.00 Uhr sind wir beim Visitor Center im Zion Nationalpark und fahren mit dem Shuttlebus (mit dem eigenen Auto nicht erlaubt) bis zur Endstation "Temple of Sinawava", von dort gehen wir entlang des North Fork Virgin River bis zum Weeping Rock, hier wäre wieder mal ein längerer Aufenthalt zum Wandern (z.B. in den einmaligen Zion Narrows) & Natur genießen angebracht (was ich 2009 auch nacholte), aber auch wenn man nur wenig Zeit hat ist der Zion Nationalpark als empfehlenswert einzustufen.
Über den wunderschönen Zion - Mount Carmel Highway fahren wir zuerst nach Kanab um dort ein Zimmer zu nehmen (das Bob-Bon Inn Motel um $60 inkl. Tax) damit wir uns danach im Bryce Canyon Nationalpark den Sonnenuntergang in Ruhe anschauen können.
Am zweitschönsten Highway der USA (nach dem Highway Number 1), dem Scenic Byway 12 kommt man durch den Red Canyon (den man als kleinen Vorgeschmack auf das Folgende bezeichnen kann) zum Bryce Canyon Nationalpark.
Persönliche Meinung von BernieMayer:
Der Scenic Byway 12 gilt zurecht als der zweitschönste Highway der USA (nach dem Highway Number 1). Über den Scenic Byway 12 kommt man u.a. zum Red Canyon, Bryce Canyon Nationalpark und zum einmaligen Grand Staircase Escalante National Monument mit seinen unzähligen Highlights und so ganz "nebenbei" gibt es entlang der ganzen Strecke grandiose Landschaften ringsum zu sehen.
Der Bryce NP ist überwältigend und gehört zu einem der Höhepunkte der Tour. Rund 1 Stunde vor Sonnenuntergang sind die Farben am schönsten. Wir verbringen ca. 5 Stunden im Nationalpark, fahren mit unserem Auto bis zum Rainbow Point, wo wir the Poodle erblicken, wandern ein wenig den Navajo Trail runter und als es dunkel ist geht es retour nach Kanab.
(In der Hochsaison muss man vielleicht mehr Zeit einrechnen, da dann angblich auch nur mit Shuttlebussen verkehrt werden kann)
Strecke: 282 Meilen (= 453 km)
Di. 01.10.2002 - 11. Tag: Wave Karten besorgen, Horseshoe Bend & Antelope Canyon
Heute kommt ein wenig Nervenkitzel dran,
da die Reise ursprünglich zu zweit geplant war, haben wir für morgen nur 2 Permits vom Bureau of Land Management (BLM) für the Wave bereits vor 6 Monaten über Internet ergattert, doch am Vortag werden zu den 10 Karten die über's Net vergeben werden, nochmal 10 Stück vergeben,
bzw. wenn um 9.00 Uhr Utah Zeit mehr als 10 Leute bei der Ranger Station sind, verlost. Näheres zur Wave & Permit Beschaffung findet ihr in meinem Reisetipp.
Als wir 20 Minuten vor 9.00 Uhr ankommen warten schon 7 Personen, um 9.00 sind es dann 12 die die 10 Karten wollen.
Da Bertl und ich schon Karten haben meint der Ranger Bertl möge Glückskind spielen und ziehen - beim 4. Los ist endlich unser benötigtes Permit ($5) für Markus dabei, welch Erleichterung.
Nun geht's nach Page zur Horseshoe Bend, Bilder von ihr findet man immer wieder irgendwo aber es wussten 2002 noch nicht viele, wo sich die faszinierende Hufeisen Schleife tatsächlich befindet.
Vom Glen Canyon Dam kommend auf der Interstate 89 bzw. 98 (die sich hier eine kurze Strecke überschneiden) Richtung Bitter Springs, nach knapp 4 Meilen kommt man am 545 Mile Marker vorbei (auf der linken Strassenseite), rund 100 Meter weiter geht rechts ein kleiner Schotterweg zu einem Parkplatz, von wo man noch einen ca. 15 Minuten Fussmarsch benötigt. Der Ausblick ist überwältigend, weit und breit keine Touristen, wir sitzen eine Weile am Felsrand und lassen die Eindrücke wirken - Vormittags ist hier das Licht am Besten.
Nahe bei Page, Arizona befindet sich die Horseshoe Bend, Bilder von ihr findet man immer wieder irgendwo, aber die Bekanntheit des Ortes steigt durch das Internet, trotzdem gibt es noch immer genug die nicht wissen wo sich die faszinierende Hufeisen Schleife tatsächlich befindet. Vom Glen Canyon Dam kommend fährt man auf der Interstate 89 bzw. 98 (die sich hier eine kurze Strecke mehr
Persönliche Meinung von BernieMayer:
Nach 15 Minuten Fußmarsch durch den Sand erreicht man die Hufeisenschleife. Der Ausblick ist überwältigend, weit und breit keine Touristen, wir sitzen eine Weile am Felsrand und lassen die Eindrücke wirken. Einfach wunderschön.
Update 2009:
Hier hat sich seit 2002 einiges getan, eine Wegbeschreibung ist nicht mehr erforderlich, denn mittlerweile gibt es eine eigene Abbiegespur mehr
Ebenfals bei Page am Highway 98 nahe der Navajo Generating Station, liegt der Antelope Canyon, hier gibt es die verschiedensten Meinungen ob der Upper oder Lower Antelope Canyon der schönere ist, wir entscheiden uns für den Upper Antelope Canyon (2009 war dann der Lower "fällig"). Hier verdienen die Navajo nicht schlecht, denn zusätzlich zu den $6 Eintritt kommen noch mal $12,50 dazu für den Transport dazu, ohne den man aber nicht hinkommt...
Aber die Eindrücke sind es wert. Einfach phänomenal wenn die Sonnenstrahlen den Boden berühren, wir waren von 11.00 - 12.00 Uhr dort und hatten faszinierende Lichtsäulen.
Bei Page (Arizona) am Highway 98, nahe der Navajo Generating Station, liegt der Antelope Canyon, hier gibt es die verschiedensten Meinungen ob der upper oder lower Antelope Canyon der schönere ist. Der Upper ist der touristisch besser erschlossene, weil auch breitere und größere, hier kann man den Canyon als Gesamtheit ablichten und die Möglichkeit einen schönen Beam zu sehen ist mehr
Persönliche Meinung von BernieMayer:
Nachdem ich 2002 den Upper sah, besuchte ich 2009 nochmal den Upper aber auch den Lower Part. Ich war 2002 von 11.00 - 12.00 Uhr und 2009 von 12.00 - 13. Uhr im Upper und habe beide Male einzigartige Beams & Farben erlebt. Die Touren sind 2009 im Vergleich zu 2002 positiverweise länger geworden, um 12 Uhr stehe ich bereits am Canyon Eingang, mit dem Guide geht es ca. 30 Minuten mehr
Nach den letzten, eher stressigen Tagen, geht's heute etwas ruhiger ab, wir sehen uns noch den Lake Powell & Glen Canyon Dam an. Vom Visitor Center haben wir eine Karte von Page bekommen auf der bei der Scenic View Road ein Aussichtspunkt zum Glen Canyon Dam eingezeichnet ist - und der Ausblick ist echt herrlich.
Die Bootstour zur Rainbow Bridge haben wir schon im Vorfeld als zu teuer abgelehnt und da wir noch Zeit haben begeben wir uns wieder Richtung Kanab zum Old Paria Movie Set & zur Painted Dessert, welche in der Mitte zwischen Page und Kanab in der Nähe des 31 Mile Marker liegen, bei der Abzweigung zur Dirt Road befindet sich auch ein Historical Marker.
Allerdings nach 2 der 5 Meilen langen Dirt Road müssen wir kehrt machen da es bereits zu regnen beginnt und rund um uns die Wolken Rabenschwarz sind, denn die "Strasse" ist in nassem Zustand nicht wirklich passierbar, schon gar nicht ohne 4WD.
Wir hoffen nur dass morgen das Wetter bei the Wave mitspielt, als allerdings in der Nacht ein großes Unwetter mit Sturm & starkem Regen über Page zieht, sehen wir unsere Chancen schwinden, the Wave zu sehen.
Das Empire Motel in Page, wo wir 2 Nächte bleiben, habe ich über Internet um $59,50 pro Nacht gebucht.
Strecke: 180 Meilen (= 290 km)
Wer den Südwesten der USA besucht sollte unbedingt mehrere Tage in Page einplanen. Die Stadt wurde 1957 nach dem Bau des Glen Canyon Staudammes gegründet und und gehört zu den jüngsten Städten der USA. Rund um Page liegt soviel einmalige Natur, dass ist kaum zu glauben und schon gar nicht in einem Tipp zusammenfassbar. Auf einem US-southwest Trip dürfen ein paar Tage im Großraum Page keinesfalls fehlen.
Persönliche Meinung von BernieMayer:
Das Highlight ist sicher the Wave in den Coyotte Buttes North der Paria Canyon/Vermilion Cliffs Wilderness Area (nicht im Grand Staircase Escalante NM!), Aber die Coyote Buttes South stehen in Ihrer Schönheit dem nördlichen Part um nichts nach, es gibt zwar kein klassisches Highlight wie The Wave, aber hier kann man behaupten die gesamte Gegend der Cottonwood Teepees ist das mehr
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Wir waren im August 2004 im Antelope Canyon, die obige Schilderung/Bilder kann ich nur bestätigen, Abends haben wir noch eine Schiffstour im Lower Antelope Canyon gemacht. Das Schiff fährt in den Canyon und dreht wegen der Enge des Tales nach etwa 30 min Fahrzeit auf der Stelle . Unglaublich aber wahr.
Da wir nur noch Karten für letzte Tour des Tages erhielten, erlebten wir auf der Rückfahrt einen unvorstellbaren Sonnenuntergang.Paclau -
Der Bericht enthält eine Reihe von brauchbaren Tipps. Ansonsten beschränkt er sich auf das absolut Notwendige. Rechtschreibung und Kommasetzung scheinen dem Autor weniger wichtig zu sein; allerdings wird die Lesbarkeit dadurch etwas beeinträchtigt.
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Paclau verwechselt da mit Sicherheit etwas. Der Antelope Canyon in der Nähe von Page / Arizona ist ein trockener, nur bestensfalls wenige Meter breiter Canyon mit Sandboden, der aufgrund seiner spektakulären Auswaschungen unbedingt sehenswert ist. Lediglich sporadisch kommt es zu Wasserdurchfluss. Ein Schiffsverkehr ist mangels Wasser und Größe weder im Upper noch Lower Antilope Canyon möglich. Vielleicht gibt es ja irgendwo auf der Welt einen gleichnamigen Canyon, in dem im Reisebericht beschriebenen Canyon kann Paclau nicht gewesen sein.
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Der Lower Antelope Canyon "mündet" in den Lake Powell, ich habe auch schon eine Reisedoku gesehen wo man mit dem Boot ein Stück in den Antelope Canyon fuhr, wie Paclau aber schrieb ist der Teil sicher am unspektakulärsten.
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Schade, dass der Bericht hier nach dem 11. Tag abbricht - der Verweis auf die eigene Homepage ist da nicht sehr motivierend. Schließlich will man ja nicht wieder von vorne anfangen mit dem Durchklicken...
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Muss Michael recht geben - warum nicht der ganze Bericht? Du hast Dir doch schon so viel Mühe gegeben und die Bilder sind auch toll!
Laß uns doch teilhaben ohne die Community verlassen zu müssen! Dafür sind wir doch eine Community.
Und glaube mir, wenn Du den ganzen Bericht hier gezeigt hättest, dann bekommst Du ebenfalls genug Traffic auf Deine Seite - weiß ich aus Erfahrung :-)
LG Robert -
... es ist nicht die erste Unvollendete, aber interessant und schöne Aufnahmen...
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nach oben
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Nachdem mein 2009er USA Reisebericht (http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/177522/1/Photographers-Paradise-USA-Southwest-2009) fertig war, habe ich mich nun nochmal meinem "alten" Bericht gewidmet, die alten, noch analog mit einer "Pocketkamera" geknipsten Bilder ein wenig überarbeitet und den ganzen Bericht nun hier veröffentlicht. Hoffe es gefällt.
lg, Bernie -
Ein schöner Bericht einer faszinierenden Gegend... . ja, das ist der Südwesten der USA. Bin zweimal dort gewesen und habe längst nicht alles gesehen. Dein Bericht mit den Superfotos erinnert mich daran, dass ich auch da mal wieder hin will.
LG Ursula -
Super ausführlicher Bericht,mit tollen Bildern.
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Kann aus eigenen Erlebnissen deinen tollen Bericht nachvollziehen.
Nette Grüße von Josef
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