Isabella von Kastilien: Förderin von Kolumbus (1451 bis 1504)
Isabella wurde 1451 in Madrigal de las Altas Torres als Tochter des Königs von Kastilien geboren (Gemälde aus dem 19. Jahrhundert). Nach dem Tod ihres Vaters, bestieg ihr Halbbruder, Heinrich IV., den Thron. Unter seiner Aufsicht wurde das Mädchen ausgebildet. Doch seine Herrschaft war chaotisch, weshalb er bis heute den Beinamen „el Impotente“ trägt. Es kam zu Unruhen. Danach wurde vertraglich festgelegt, dass Isabella ihrem Halbbruder auf den Thron folgen sollte. Ein Jahr später heiratete Isabella hinter dem Rücken des Königs Ferdinand von Aragón. Nach Heinrichs Tod 1474 ließ sie sich zur Königin von Kastilien krönen. Ihre Herrschaft verteidigte sie im Erbfolgekrieg gegen Heinrichs Tochter Juana und deren Verbündeten Portugal. 1479 trat auch ihr Ehemann seinen Herrschaftsanspruch an. Sie regierten gemeinsam über Kastilien und Aragón: Sie eroberten Granada, beendeten so die Reconquista und begannen die Spanische Inquisition. Und: Isabella förderte einen Seefahrer auf der Suche nach einem schnelleren Weg nach Asien. Sie stellte Christoph Kolumbus Schiffe, Mannschaft und Ausrüstung, als er 1492 unter kastilischer Flagge aufbrach. Dafür ging Isabella in die Geschichte ein. Kolumbus „entdeckte“ Amerika. Das Mittelalter war vorbei.
© akg-images