Eleonore von Aquitanien: Zweimal Königin (1124 bis 1204)
Eleonore wurde 1122 als Tochter des Herzogs von Aquitanien geboren (Porträt aus dem 19. Jahrhundert). Er verfügte über die größten Ländereien Frankreichs - größer sogar als jene des französischen Königs. Als ihr Vater 1137 starb, erbte sie sein Herrschaftsgebiet. Im selben Jahr heiratete sie den französischen König Ludwig VII., Eleonore wurde damit Königin von Frankreich. Von 1147 bis 1149 begleitete sie ihren Mann auf dem Zweiten Kreuzzug. Doch die Ehe scheiterte; 1152 wurde sie annulliert. Eleonore heiratete nur Monate später den Anwärter auf den englischen Thron. Neben ihrem zweiten Mann, Heinrich II., wurde sie 1154 zur Königin von England gekrönt. Fast zwei Jahrzehnte lang regierte sie mit über das Reich. 1173 unterstützte sie die Rebellion ihrer Söhne gegen ihren Vater. Doch Heinrich II. zerschlug den Aufstand und hielt seine Gemahlin 15 Jahre lang gefangen. Nach dessen Tod 1189 orchestrierte Eleonore die Krönung ihres Sohnes Richard Löwenherz zum König. Als er kurz darauf den Dritten Kreuzzug antrat, herrschte sie in dessen Abwesenheit. Sie starb am 31. März 1204 und wurde in der Abteikirche von Fontevrault neben Heinrich II. beigesetzt. Sie gilt heute als eine der mächtigsten Frauen im Europa des 12. Jahrhunderts.
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