Deutscher Atomausstieg
Seiner Fotografie des AKW in Gundremmingen aus dem Jahr 1980 stellt Andreas Thaler ein Bild von 2011 gegenüber. In jenem Jahr ereignete sich im Kernkraftwerk im japanischen Fukushima ein nuklearer Unfall: In drei Reaktorblöcken kam es zu Kernschmelzen, die große Mengen an radioaktivem Material freisetzten. Das Ausmaß entsprach rund einem Fünftel der radioaktiven Emissionen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Als Folge der Unglücke verloren viele Menschen weltweit das Vertrauen in die Kernenergie. Der Deutsche Bundestag entschied sich endgültig für den Atomausstieg: Acht Reaktoren wurden noch 2011 vom Netz genommen. Das Kernkraftwerk Gundremmingen, das zeitweise leistungsstärkste AKW in Deutschland, wurde in mehreren Schritten bis Ende 2021 abgeschaltet. 2023 erloschen auch die letzten deutschen Kernkraftwerke.
© Andreas Thaler