Ausstellung im Stadthaus Ulm 40 Jahre nach der Katastrophe: Wie Tschernobyl die Welt veränderte
Eine Fotoausstellung im Stadthaus Ulm zeigt die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die Bilder erzählen Geschichten von Mensch, Tier und Natur im Angesicht der Radioaktivität
Blicke auf eine Katastrophe
Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die Welt. Eine aus Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive Wolke zog über Europa hinweg. Vierzig Jahre danach blickt das Stadthaus Ulm mit der Fotoausstellung "Tschernobyl" zurück: Die Fotografien bezeugen das schreckliche Ereignis und veranschaulichen gleichzeitig seine Auswirkungen bis in die Gegenwart. Volker Kreidler kuratierte den Rückblick auf die Katastrophe. Die Ausstellung basiert auf seinen Werken. Der deutsche Fotograf besuchte Tschernobyl mehrfach. Kreidler fotografierte (hier 2016), wie sich die Natur den Ort zurückerobert. "Rückblickend hat die Atomkatastrophe der natürlichen Umwelt weniger geschadet als der anhaltende Einfluss des Menschen", sagte Kreidler. Seine Fotoserie "Dritte Landschaft" erzählt von unterschiedlichen Landschaftsarten: Die ersten entstanden, bevor es den Menschen überhaupt gab, die zweite Landschaftsart gestalten Menschen und die dritte Landschaft entsteht erst, wenn die Menschheit von der Erde verschwunden ist.
© Volker Kreidler