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  • Fliegende Frauen, schwimmende Drachen: Die besten GEO-Bilder des Jahres

Zur Galerie Fliegende Frauen, schwimmende Drachen: Die besten GEO-Bilder des Jahres
An der Ostküste von Sansibar kultivieren die "Mwani Mamas" Algen. Mwani ist der Name der ersten von Frauen betriebenen Algenfarm der Inselgruppe. Sie verschafft ihnen ein eigenes Einkommen und damit mehr Unabhängigkeit. Extrakte aus Algen sind begehrt: Sie kommen unter anderem in Lebensmitteln, Kosmetika, Medikamenten und der Textilbranche zum Einsatz. Manchen Männern war die Tatkraft der Algenfarmerinnen zuerst suspekt. Doch die Kritik verstummte schnell, als die Algenfarm bessere Lebensbedingungen für alle schuf.
Ernte aus dem Meer
An der Ostküste von Sansibar kultivieren die "Mwani Mamas" Algen. Mwani ist der Name der ersten von Frauen betriebenen Algenfarm der Inselgruppe. Sie verschafft ihnen ein eigenes Einkommen und damit mehr Unabhängigkeit. Extrakte aus Algen sind begehrt: Sie kommen unter anderem in Lebensmitteln, Kosmetika, Medikamenten und der Textilbranche zum Einsatz. Manchen Männern war die Tatkraft der Algenfarmerinnen zuerst suspekt. Doch die Kritik verstummte schnell, als die Algenfarm bessere Lebensbedingungen für alle schuf.
© Lee-Ann Olwage
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17. Dezember 2024,17:25
Du und ich durch dick und dünn: Kumpelhaft und lässig wirken die beiden jungen Füchse, die Marcia Walters auf ihrem Siegerbild ablichten konnte. "Während sie an mir vorbeigingen, legte das männliche Fuchsjunge seiner Schwester den Schweif über die Schulter", erzählt Walters. "Dabei zog er sie sanft an sich heran." Etwas weniger als eine Minute seien die Fuchsgeschwister so vertraut nebeneinander hergetrottet. Zwar konnte die Fotografin sehr selten schon ähnliches Verhalten unter Füchsen beobachten, dabei habe es sich aber eher um die Aufforderung zum Spielen gehandelt. Die beiden Fuchsgeschwister dagegen wirkten auf sie, als drückten sie damit Zuneigung aus. "Es sah für mich aus wie eine liebevolle Umarmung", so Walters.    

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Fotograf Miles Astray vor seinem Foto eines scheinbar kopflosen Flamingos

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Im Hinduismus sind die Götter ein selbstverständlicher, magischer Teil des Alltags – und mischen sich bei religiösen Festen unter die Gläubigen. Für sein Projekt "Aam Astha" ("gemeinsamer Glaube") reiste der Fotograf Charles Fréger durch Indien und inszenierte kostümierte Volkskünstler aus mehr als 60 Traditionen. Seine sorgfältig komponierten Fotografien zeigen Bilder und Rituale "jenseits der Mainstream-Ikonografie", wie Autor Kai Friese in GEO schreibt. Der Pfauentanz, den hier zwei Tänzerinnen im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh aufführen, erzählt von Radha und Krishna, der größten Liebesgeschichte im hinduistischen Götterkosmos: Radha imaginiert ihren Geliebten in den prachtvollen Vögeln.
Eine weite Eislandschaft mit Horizont. Sieben Forscher in orangefarbenen Overalls laufen hintereinander.
Der Blaue Drache Glaucus atlanticus hat die Physiognomie eines Fabelwesens, aber nur etwa die Größe einer Briefmarke. Mithilfe ihrer tentakelähnlichen Fortsätze treibt die Fadenschnecke an der Wasseroberfläche. Sie ist Teil des Neustons: einer Gemeinschaft voller Exzentriker, die an der Oberfläche der Ozeane treibt, an der Grenze zwischen Himmel und Meer. Die fragile Welt ist von enormer ökologischer Bedeutung. Und sie ist noch weitgehend unerforscht. Fotograf Solvin Zankl spürte Veilchenschnecken und Portugiesischen Galeeren, Segelquallen und Papierbooten mit viel Geduld nach.  Die GEO-Geschichte von Katharina Jakob lesen Sie hier.
Seit fast 3000 Jahren leben die Ewenken mit ihren Rentierherden in der Tundra Sibiriens. Gold- und Juwelenschürfer, von Putin gefördert, bedrohen ihre Existenz. Jetzt schmilzt auch noch der Permafrost. Die Fotografin Natalya Saprunova dokumentiert das Drama in ihrer Heimat. Sie erzählt Geschichten wie die von Galina Lasarewa. In ihrem Haus berichtet die 82-Jährige ihrer Urenkelin Sofia von einer Zeit, bevor sie sesshaft wurden. Und auch davon, wie sie einst für die Goldsucher arbeitete, die vom Naturwissen der Ewenken profitierten, und wie ihnen ihre Kultur abhandenkam.  Die GEO-Geschichte von Peter-Matthias Gaede lesen Sie hier.
Seit Jahren folgt Fotograf Nicolò Filippo Rosso in Lateinamerika Menschen, die ihre Heimat verlassen, um in der Fremde ihr Glück zu suchen. Der Altiplano, eine Hochebene in den Anden, ist trocken und kalt, aber weniger gut bewacht als die Routen weiter im Süden. Viele Tausend Menschen, vor allem aus Venezuela, wandern deshalb jährlich auf über 3000 Meter Höhe von Bolivien nach Chile, einem der reichsten Länder des Subkontinents.  Die GEO-Geschichte von Roberto Lovato lesen Sie hier.
Florida-Manatis raufen nicht, sie jagen nicht, sie trudeln nur friedlich durchs Wasser und rupfen ihr Seegras. Im warmen Wasser wirken die Seekühe beinahe schwerelos – und das, obwohl manche so viel wiegen wie drei Konzertflügel. Meist sind sie sich dabei selbst genug. Auch wenn sie sich gelegentlich an einem Ort sammeln, pflegen sie kaum soziale Beziehungen. Mit einer Ausnahme: dem engen Band zwischen Mutter und Kalb. Die beiden bleiben ein bis zwei Jahre zusammen. Die mütterliche Fürsorge ist vonnöten, denn im Wasser rund um Floridas Küste lauern viele Gefahren. Schiffspropeller reißen klaffende Wunden in die Haut der Manatis. Überdüngung lässt toxische Algen wuchern und Seegraswiesen absterben. Und im Winter kriecht den Seekühen die Kälte in die Knochen und zwingt sie, die Flüsse hinauf zu wandern auf der Suche nach warmen Quellen.    Die GEO-Geschichte von Katharina Jakob lesen Sie hier.
Einmal im Jahr berät und beschließt das Volk des Schweizer Kantons Glarus unter freiem Himmel über seine Geschicke. An der Landsgemeinde auf dem Zaunplatz im Hauptort des Kantons kann jeder reden, abstimmen und neue Gesetze oder Investitionen vorschlagen. Vor aller Augen und Ohren. In guten Jahren finden sich hier 10.000 Menschen zusammen, etwa ein Drittel der Stimmberechtigten des Kantons: das wahrscheinlich größte Parlament der Welt. Die uralte Form der direkten Demokratie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Heute wird sie nur noch in Appenzell-Innerrhoden gepflegt – und eben in Glarus. Europas Demokratien können von dieser Tradition so manches lernen.  Die GEO-Geschichte von Jörg-Uwe Albig lesen Sie hier.
Als Kind liebte Ismail Ferdous die leichten Tage am Strand von Cox’s Bazar in Bangladesch. Als Fotograf kehrte er Jahre später zurück und traf Menschen, deren Leben an diesem Ort im hellen Schein der Sonne schwerelos erscheint. Seine Fotos flimmern vor Verzauberung. Dabei hielt er die Motive von Cox’s Bazar eher beiläufig fest: "Die Menschen wie dieser junge Reiter hatten am Strand so eine gute Zeit. Ich wollte ihnen diese Zeit nicht stehlen."   Doch auch das, was Ferdous ausblendet, ist für ihn präsent. Das Fotoprojekt begann im Jahr 2020. Damals reiste er in seine Heimat, um für GEO die Arbeit des Welternährungsprogramms in den Flüchtlingslagern der Rohingya in Cox’s Bazar zu dokumentieren. Am Strand habe er versucht, sich selbst zu befreien, sagt Ferdous.  Die GEO-Geschichte von Kai Friese lesen Sie hier.
Manchmal lassen sich Menschen in Gegenden nieder, in denen der Alltag mühsamer ist als anderswo. Man kann das stur nennen. Oder bewundernswert. In Gamvik ist er rau und oft kalt. 227 Bewohner trotzen in dem Ort an der Spitze Norwegens der ruppigen Natur. Fällt der Strom aus, wird das Dorf vom grünlich schimmernden Polarlicht am Himmel erleuchtet. Und, wie hier, von den Suchscheinwerfern nahender Fischerboote.  Die GEO-Geschichte von Gesa Gottschalk lesen Sie hier.
Ein winziges Land im Südosten Europas, eingezwängt zwischen Rumänien und der Ukraine: Seit dem Zerfall der Sowjetunion sucht die Republik Moldau ihren Platz in der Welt. Viele Menschen haben das Land verlassen. Die Fotografin Andrea Diefenbach porträtiert in zarten Bildern diejenigen, die bleiben und auf eine bessere Zukunft warten. So wie diese Kellnerin einer Bar in Otaci, an der Grenze zur Ukraine. Hunderttausende Flüchtlinge sind seit Kriegsbeginn in das dünn besiedelte Land geströmt. Für die meisten von ihnen blieb es ein Zwischenstopp.  Die GEO-Geschichte von Peter-Matthias Gaede lesen Sie hier.
Im warmen Wasser des Südpazifiks treffen sich zwei Nachbarn: Ein Stachelrochen streift spielerisch den Freitaucher Titouan Bernicot. Der zählt das Meer vor Französisch-Polynesien zu seinem Zuhause. Und das schützt er, wo er kann. Seine Organisation "Coral Gardeners" setzt Korallen ins Riff, um es zu retten. Das Bild stammt aus dem Buch "Hope" der Fotografin und Meeresbiologin Cristina Mittermeier. Ihr Ziel ist es, die Schönheit und Vielfalt der Natur einzufangen – und die Weisheit derjenigen Gemeinschaften, die ihre Umwelt seit Jahrtausenden ehren und bewahren. 
Ohne Gnade werden in Uganda Menschen verfolgt, deren sexuelle Identität oder Orientierung nicht der Norm folgt. Viele flüchten nach Kenia, für ein bisschen Sicherheit. In "Safe Houses", hinter hohen Mauern, gründen sie neue Familien. So wie Pretty und Olivia. Ihre Verwandten in Uganda haben sie bei der Geburt als Söhne begrüßt und später, als Frauen, verstoßen. In Kenia haben sie sich als Mutter und Tochter gefunden. Der Fotograf Brent Stirton dokumentierte einfühlsam ihren Alltag.  Die GEO-Geschichte von Gesa Gottschalk lesen Sie hier.
Ohne Salz kann keine Körperzelle funktionieren, gäbe es keine Gummistiefel, wären manche Städte nie reich geworden. Seit Jahrtausenden schürft und erntet der Mensch das Mineral in Bergen und Meeren. Während mancherorts Bagger, Fräsen und Förderbänder unterirdische Salzadern ausbeuten, wird Fleur de Sel in der Camargue noch von Hand gewonnen. Nur wenn die Tage heiß und windig sind, setzen sich die zarten Salzkristalle ab. Der Mistral schiebt sie zu einer Kruste zusammen, die sich am Salinenrand bildet. In der Vergangenheit waren die Flocken dem König vorbehalten.
Cuetzalan, eine Bergstadt im Osten Mexikos, ist Heimat der fliegenden Menschen. "La Danza de los Voladores" ist ein Ritual, das in den Wolken spielt und tief im indigenen Glauben wurzelt. An einem Seil kreisen die Voladores kopfüber um einen 30 Meter hohen Pfahl, der vor der Kirche angebracht ist. Verschiedene ethnische Gruppen in Mexiko und Mittelamerika führten den Tanz über Jahrhunderte auf, später machten ihn sich die spanischen Kolonialherren zu eigen. Seit etwa 35 Jahren dürfen auch Frauen mitfliegen. Zum Glück, sagt Irene García Hernández. Zieht sie ihr Kostüm an, lässt sie den Alltag, die Arbeit am Busterminal, hinter sich. Auch ihr Mann und ihre Tochter sind Voladores. Sie tragen selbst gefertigte Adlerkostüme, die das Ritual zu seinen indigenen Ursprüngen zurückführen sollen.  Die GEO-Geschichte von Charlotte Köhler lesen Sie hier.
Vor 20 Jahren fotografierte Moisés Levy zum ersten Mal in einem Fischerdorf bei Acapulco. Bald bemerkte er, dass Fischer und Reiher ein Ritual teilten. Wenn die Männer bei Sonnenaufgang vom Meer zurückkehrten, erwarteten sie die Reiher – und forderten ihr Frühstück. Bis heute fotografiert Levy hier Momente der Innigkeit zwischen Mensch und Tier.
Tausende wehrfähige Ukrainer fliehen aus ihrer Heimat nach Rumänien. Wenn die Männer über den Fluss Theiß kommen oder den mehrtägigen Marsch über das Maramuresch-Gebirge antreten, lassen sie ihr altes Leben zurück. Sie wollen nicht an der Front sterben – und riskieren dafür alles, sogar ihr Leben. Bei diesem Gedenkgottesdienst im bitterkalten Januar sind zwei orthodoxe Geistliche mit einer kleinen Gesellschaft auf 1000 Meter Höhe emporgestiegen, um jene zu ehren, die beim Weg über die Grenze starben. Der Priester hat seine Stiefel zum Schutz vor Nässe und Kälte notdürftig mit Plastik umwickelt. Auf dem Schneealtar liegen Äpfel und Kekse.  Die GEO-Geschichte von Quentin Lichtblau lesen Sie hier.
Seit Urzeiten floss der Colorado durch Schluchten aus Sandstein. Dann verschwanden diese unter einem riesigen Stausee: dem Lake Powell. Die mäandernde Schönheit des Glen Canyon in Utah und Arizona ertrank ab 1963 in mehr als 30 Kubikkilometer Wasser. Doch ein zunehmend trockenes Klima, eine durstige Landwirtschaft und fehlerhafte Berechnungen zur Wasserverteilung des Colorado lassen den Lake Powell schrumpfen. Jetzt legt der Klimawandel die ursprüngliche Landschaft wieder frei.  Die GEO-Geschichte von Craig Childs lesen Sie hier.
An der Ostküste von Sansibar kultivieren die "Mwani Mamas" Algen. Mwani ist der Name der ersten von Frauen betriebenen Algenfarm der Inselgruppe. Sie verschafft ihnen ein eigenes Einkommen und damit mehr Unabhängigkeit. Extrakte aus Algen sind begehrt: Sie kommen unter anderem in Lebensmitteln, Kosmetika, Medikamenten und der Textilbranche zum Einsatz. Manchen Männern war die Tatkraft der Algenfarmerinnen zuerst suspekt. Doch die Kritik verstummte schnell, als die Algenfarm bessere Lebensbedingungen für alle schuf.
Ebolafieber, Aids, Covid-19: Um zu verstehen, wie ein Erreger aus dem Tierreich eine Seuche entfesselt, braucht es den weiten Blick. Deshalb startet der Veterinär Fabian Leendertz in Zentralafrika ein Forschungsprojekt, das Jahrzehnte dauern wird – und erstmals so umfassend Mensch, Tier und Umwelt zugleich untersucht. Sein Team analysiert Kadaver, nimmt Speichelproben von Fledermäusen, dokumentiert den Umgang der Einheimischen mit erlegten Tieren oder präpariert, wie hier, Fliegenfallen. Wenn die Insekten sich auf Aas und Kot setzen, sammeln sie fremde DNA ein. So verraten sie, welche Tiere in einem Ökosystem leben. In der Siedlung können die Forschenden mithilfe der Brummer auch menschliche Exkremente untersuchen.  Die GEO-Geschichte von Jörn auf dem Kampe lesen Sie hier.
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27. Februar 2021,00:15
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