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Leseprobe: Gefangen in der Gegenwart

Eine Viruserkrankung zerstörte dem Briten Clive Wearing das Gedächtnis. Seither beginnt sein Leben all paar Minuten von vorn.

Text von Jonathan Stock

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Lesen Sie einen Auszug aus der neuen Ausgabe von GEOkompakt zum Thema "Das Rätsel Zeit":


Clive Wearing, 73, war Dirigent und Musikproduzent (Foto von: Jiri Rezac/eyevine)
© Jiri Rezac/eyevine
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Clive Wearing, 73, war Dirigent und Musikproduzent

Als Clive Wearing aus der Zeit fällt, ist er 46 Jahre alt, BBC-Produzent für Alte Musik, Dirigent von drei Chören, Cambridge-Absolvent, ein Mann mit dem absoluten Gehör, der weiß, dass das Klavier seiner Kindheit einen Viertelton zu tief gestimmt war.

Doch plötzlich kann er weder den Namen seiner Frau buchstabieren, noch weiß er ihre Telefonnummer. Er streut Salz auf den Vanillepudding und Zucker auf die Kartoffeln. Er isst die Speisekarte, und gibt man ihm einen Rasierapparat, rasiert er sich das ganze Gesicht einschließlich der Augenbrauen.

Aber das ist nicht das Merkwürdigste. Das Merkwürdigste ist sein Umgang mit der Zeit.

Wearing ist eine Mann ohne Vergangenheit und Zukunft
Denn Clive Wearing hat sich in einen Mann ohne Vergangenheit und Zukunft verwandelt. Gefangen in der Gegenwart, in einem sich ständig wandelnden Augenblick ohne Sinn. Seine Frau Deborah vermutet später, dass der erste Angriff auf Clives Gehirn am 10. März 1985 geschah. An diesem Tag scheint er in einer Düsternis zu stecken, die sie noch nie zuvor an ihm erlebt hatte. Es ist ein Sonntag in London. Ein Regen geht über der Stadt nieder.


Clive Wearing kann immer noch Klavier spielen. Denn sein Kleinhirn, in dem motorische Fertigkeiten gespeichert sind, wurde nicht verletzt (Foto von: Jiri Rezac/eyevine)
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Clive Wearing kann immer noch Klavier spielen. Denn sein Kleinhirn, in dem motorische Fertigkeiten gespeichert sind, wurde nicht verletzt

Um 15 Uhr fragt Deborah ihren Mann: „Etwas dagegen, wenn ich das Fernsehgerät einschalte?“ Clive antwortet: „Einem Film oder irgendwas mit Handlung bin ich nicht gewachsen.“ Und dann sagt er: „Ich habe Kopfschmerzen.“ Deborah holt ihm eine Tablette und stellt die Sportsendung leiser.

Das Bügeleisen zischt, dann hört sie noch ein anderes Geräusch. Hinter ihr liegt Clive auf dem Wäschehaufen. Die Augen geschlossen, den Mund geöffnet, den Kopf seltsam zurückgelegt. Seine Füße berühren kaum den Boden. Seine Arme und Beine sind verdreht, als sei er aus großer Höhe in die Tiefe gestürzt.

„Liebling!“, ruft sie, „Was tust du da?“ „Ich weiß nicht“, sagt er, „Ich muss eingeschlafen sein.“ „Leg dich doch ins Bett“, sagt sie. Er wirkt schläfrig und verloren, findet Deborah. Sie bringt ihm seinen Schlafanzug. Er zittert. In den nächsten Wochen hat Clive weiterhin Kopfschmerzen. Er hatte seit dem Jahr zuvor viel gearbeitet und oft Schmerzen. Doch diese sind anders. Mal fühlen sie sich an, als ob ihm jemand einen Schlag mit dem Hammer versetzt hätte, mal wie ein Eisenring rund um den Kopf, eng, konstant, schrecklich.

Zunächst tippt ein Arzt auf Schlafmangel
Seine Frau ruft den Ärztlichen Notdienst. Der Mediziner sagt am Telefon, es handele sich vermutlich um eine Grippe. Etwa zwei Wochen später gehen sie zu einem Arzt. Der bittet den Patienten: „Sagen Sie Neunundneunzig‘.“ Clive schweigt. Er lächelt. Es ist ein verlegenes Lächeln, als begreife er, dass er zu etwas aufgefordert wurde, aber nicht reagieren kann.

„Sagen Sie Neunundneunzig‘“, wiederholt der Arzt. „Ja“, sagt Clive. „Husten! Würden Sie bitte husten, Mr. Wearing?“ Clive schaut verdutzt, dann räuspert er sich leise. „Was sind Sie von Beruf, Mr. Wearing?“ Clive starrt vor sich hin. Der Arzt tippt auf Schlafmangel. Er gibt ihm ein starkes Betäubungsmittel. Die Tabletten würden Clive für acht Stunden umhauen, meint er. Seine Frau könne ruhig zur Arbeit fahren. Sie tut es.

Als sie abends wiederkommt, ist ihr Mann verschwunden. Nur sein Pyjama liegt zusammengeknüllt auf dem leeren Laken. Dafür sind die Brieftasche und der Nadelstreifenanzug nicht mehr da. Dann klingelt das Telefon. Clive sitzt auf der Wache im Nadelstreifenanzug, unrasiert, die „Times“ auf dem Schoß.


Wenn Clive Wearing die Stimme seiner Frau hört, stürzt er ihr jedes Mal entgegen und schließt sie so leidenschaftlich in die Arme, als sei sie lange weg gewesen (Foto von: Jiri Rezac/eyevine)
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Wenn Clive Wearing die Stimme seiner Frau hört, stürzt er ihr jedes Mal entgegen und schließt sie so leidenschaftlich in die Arme, als sei sie lange weg gewesen

Bei der Rückkehr erkennt er sein Haus nicht wieder. „Ach... wohnen wir hier?“, fragt er. Der Arzt meint, er habe sich ein besonders unangenehmes Grippevirus eingefangen, mit einer Reizung des Gehirns.

Am nächsten Morgen verliert Clive zusehends das Bewusstsein, sein Fieber ist gestiegen, sein Arm ist schlaff. Kurz darauf wird er ins St. Mary’s Hospital eingeliefert.

Am Abend weiß Deborah, was wirklich geschehen ist. Ein Herpes-Simplex-1-Virus hat eine Entzündung verursacht. Bei dieser Enzephalitis schwillt das Hirn an, stößt gegen den Schädelknochen, der nicht dehnbar ist.

Daraufhin schwinden die ersten Zellen, um Platz zu schaffen. Irgendwann kann sich das Virus sogar zum Stammhirn durchfressen. Ohne Therapie sterben 80 Prozent der Erkrankten.

Der Brite bleibt ein extrem seltener Fall
Fast jeder Mensch trägt das Virus irgendwann in sich, in Deutschland etwa 85 Prozent aller Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren. Bei den meisten ruft es keine schweren Symptome hervor, höchstens Fieberbläschen an der Lippe.

Doch ist jemand einmal mit Herpes infiziert, breitet sich das Virus über die Mundschleimhaut aus und versteckt sich nicht im Blut, sondern in Nervenenden, ein Leben lang. In seltenen Fällen kann es, bei schlechter Abwehrlage, am Riechnerv entlangwandern, der direkt von der Riechschleimhaut in das Zentralnervensystem führt. So durchbricht es die Blut-Hirn-Schranke, die das Zentralnervensystem vor im Körper zirkulierenden Krankheitserregern schützt.

Einem von einer Million Menschen stößt dies zu, sagen die Ärzte zu Deborah. Clive Wearing ist der Eine. Die Aufnahmen des Computertomographen zeigen die Löcher in Clives Kopf, wie Flecken auf alten Landkarten. Weitere Untersuchungen ergeben: Die Löcher sind so groß, dass sie das Aussehen seiner Schläfenlappen dadurch verändern. Es gibt ein Medikament, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, ein neues Präparat, erst kurz auf dem Markt. Es rettet Clives Leben. Aber nicht sein Gedächtnis.

Ein paar Jahre früher, und er wäre wohl an der Gehirnentzündung gestorben. Ein paar Jahre später, und seine Krankheit wäre vielleicht rechtzeitig mit dem neuen Medikament behandelt worden. So bleibt Clive Wearing ein extrem seltener Fall. Ein Mann mit einem zerfressenen Gedächtnis.

Den vollständigen Text können Sie in der neuen Ausgabe von GEOkompakt zum Thema "Das Rätsel Zeit" nachlesen.


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