GEO Magazin Nr. 10/06 - Die Kraft der Zuversicht Seite 1 von 3
Artikel vom 13.10.2006

Text von Jens Schröder

Mikrokredite: Ein Weg aus der Armut

Die Grameen-Bank von Muhammad Yunus unterstützt in Bangladesch Hunderttausende arme Dorfbewohner mit fairen Krediten. GEO-Autor Jens Schröder porträtiert den Mann, der jetzt den Nobelpreis erhielt und lässt ihn in einem Audio-Interview im O-Ton zu Wort kommen


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.



AUDIO

Interview: Jens Schröder über Muhammad Yunus (aus GEOaudio 29.6.06)
» Als MP3-Download

Sajeda Begum hat Schulden. Sie weiß nicht genau, wie lange schon. Vielleicht 16 Jahre. Oder 17? "Als ich den ersten Kredit aufgenommen habe, konnte meine Tochter gerade laufen", erinnert sich die 45-jährige Reisbäuerin aus dem Dorf Delduar in Zentral-Bangladesch. "6000 Taka, fast 100 Dollar waren das damals. Ich war aufgeregt." Seither war Sajeda Begum nie mehr schuldenfrei.


Unnachsichtiger Bankier und menschenfreundlicher Ökonom: Muhammad Yunus (Foto von: GMB Akash)
© GMB Akash
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Unnachsichtiger Bankier und menschenfreundlicher Ökonom: Muhammad Yunus

Muhammad Yunus ist reich. Die von ihm gegründete Großbank mit Sitz in der Hauptstadt Dhaka arbeitet seit mehr als 20 Jahren profitabel. Sie verdient an den Zinsen, die Sajeda Begum und Hunderttausende andere arme Landfrauen jede Woche in windschiefen, selbst gebauten Blechverschlägen am Rande ihrer Dörfer an die Mitarbeiter der Grameen-Bank bezahlen müssen. Noch nie hat die Bank einer in Not geratenen Kundin ihre Schulden erlassen. Seit Jahren gilt Yunus als Anwärter auf den Nobelpreis. Für Wirtschaft? Nein, für Frieden. Sajeda Begum und Muhammad Yunus, die Bauersfrau und ihr Bankier, sind Teil einer kunstvollen Symbiose von knallhartem Geschäft und sozialem Fortschritt. Das Modell ist so erfolgreich, dass es weltweit kopiert wird. Und Yunus ist sein Erfinder.


Zauberformel "Mikrokredite"

"Mikrofinanzierung" heißt das anfangs viel belächelte Konzept des Ökonomie-Professors aus einem der ärmsten Länder der Erde. Eine Idee, die für konservative Betriebswirte noch heute so unfassbar scheint wie für Mechaniker die Quantenphysik: Yunus verleiht Geld an Menschen, die in anderen Banken schon an der Eingangstür abgewiesen werden. Er borgt ihnen Beträge, die so gering sind, dass andere Darlehensgeber dafür noch nicht einmal einen Bleistift aus der Schublade holen würden. Muhammad Yunus bevorzugt als Kunden Frauen, obwohl die in einem traditionell muslimischen Land wie Bangladesch nur selten über Berufserfahrung verfügen. Damit seine Kundinnen ihre winzigen Raten pünktlich zahlen, schickt er jede Woche Tausende Mitarbeiter mit Fahrrad-Rikschas, Mofas oder zu Fuß übers Land, um Zins und Tilgung persönlich bei den Schuldnern abholen zu lassen. Kann so etwas nach allen Regeln der Kreditwirtschaft funktionieren?


Glückliche Schuldnerin: Nazma Begum will in
ihrem Heimatdorf
Narayangonj Hühner
züchten. Dafür hat ihr
die Grameen-Bank
Geld geliehen – und
Vertrauen geschenkt (Foto von: GMB Akash)
© GMB Akash
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Glückliche Schuldnerin: Nazma Begum will in ihrem Heimatdorf Narayangonj Hühner züchten. Dafür hat ihr die Grameen-Bank Geld geliehen – und Vertrauen geschenkt

Heute beschäftigt Muhammad Yunus 18000 Angestellte in 2000 Dorffilialen. Er macht Geldgeschäfte mit sechs Millionen Familien, die fast alle in Armut leben. Allein 2006 wird er mit insgesamt 800 Millionen US-Dollar Tausende von kleinen Hühnerfarmern und Reisbauern finanzieren, ihnen den Kauf von Nähmaschinen oder Teebuden am Rand lehmiger Feldwege in den Dörfern von Bangladesch ermöglichen. Und er bekommt 98,4 Prozent des verliehenen Geldes pünktlich und mit Zinsen zurück. "Die meisten Banken geben Kredite nur an Leute, die schon Geld besitzen und ihnen Sicherheiten bieten können", sagt Yunus. "Sie gehen bei jedem Kunden vorsichtshalber davon aus, dass er mit ihrem Geld durchbrennen will. Wir nehmen einfach das Gegenteil an und liegen in 98,4 Prozent der Fälle richtig. Das ist doch viel effizienter."



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Kommentare zu "Mikrokredite: Ein Weg aus der Armut"


Robert Bernhardt | 26.12.2007 18:37

Möchte in diesem Zusammenhang auch auf die Arbeit der Lichtbrücke hinweisen, die Bildungsprojekte vor Ort in Bangladesch u. auch die Vergabe von Kleinkrediten für landwirtschaftliche Methoden u. kleingewerbliche Tätigkeiten unterstützt. www.lichtbruecke.com Beitrag melden!

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