Urlaub am Ortasee (Lago d'Orta)

Reisebericht

Urlaub am Ortasee (Lago d'Orta)

Reisebericht: Urlaub am Ortasee (Lago d'Orta)

Der Reisebericht beschreibt eine Reise an den Ortasee im August 2011. Er zählt die Besonderheiten des Sees auf und nennt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf. Außerdem sorgen zahlreiche Bilder für einen umfassenden Eindruck und machen Appetit auf einen Urlaub im Piemont.

Einen noch ausführlicheren Bericht gibt es
unter www.ortasee-info.de.

Der Ortasee - Stolz einer Region

Der Ortasee, der mit seinen gut 18km Fläche der kleinste unter den oberitalienischen Seen ist, spielt in den Gedanken der jährlich zu den ‚Laghi italiani‘ einfallenden Besucherströme eine eher bescheidene Rolle. Für viele mag das vielleicht an seiner Größe liegen, nicht aber an den für den Tourismus ausschlaggebenden Faktoren wie Landschaft, Wasserqualität, Klima und gesellschaftliches Leben in all seinen Facetten. In kaum einer Hinsicht, außer wohl in der Menge der infrastrukturellen Angebote, steht der Lago d’Orta seinen größeren Brüdern nach.



Strand eines Campingplatzes am Ortasee

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Lage des Ortasee

Der Ortasee, früher Cusius, liegt landschaftlich reizvoll in einem südlich ausgerichteten ehemals stark bewaldeten Tal im nördlichen Piemont, einem der wirtschaftlich stärksten Regionen Italiens. Im Norden befindet sich mit dem Ort Omegna die größte Ansiedlung am See, weiter im Süden stellt Orta San Giulio das positive Zentrum des Tourismus und den aktuellen Namengeber des Sees. Der Ort beherbergt mit den Sacri Monti sogar ein UNESCO-Weltkulturerbe. Ganz in der Nähe befindet sich die einzige Insel des Sees, die Isola San Giulio, die mit einem bedeutsamen Kloster und einer einmaligen Lage viele Besucher anzieht und begeistert. Weiter nördlich folgen einige kleinere Ortschaften mit Hotels, Ferienwohnungen und teilweise schönen Campingplätzen, die größtenteils direkt am See liegen. Das Seeufer ist zum Teil befestigt, so dass der Zugang über Stufen erfolgt, v.a. im Süden wurden einige Kiesstrände auch mit Sand aufgefüllt. Insgesamt fällt auf, dass die Wasserqualität des Ortasee sehr hoch ist, das Wasser ist klarer und frischer als an jedem anderen oberitalienischen See. Auch die Farbe des Wassers erinnert bei günstigen Sonnenkonstellationen stellenweise ans Meer: azur, absolut klar, Sicht bis auf mehrere Meter hinunter. Der Lago d’Orta misst an seiner tiefsten Stelle 143 m, bei seinen geringen Ausmaßen eine beeindruckende Zahl.



Orta San Giulio am Ortasee in Piemont, Italien.

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Die Orte am Ortasee

Am südlichen Ende des Sees liegt der Ort Gozzano, etwas vom See entfernt, idealerweise kauft man hier ein. Der dazugehörige Ort am See ist Buccione, ein Uferstreifen mit zahlreichen Villen und anderen prachtvollen Bauten aus dem 18. Und 19. Jahrhundert, freilich ist hier alles nicht so prunkvoll wie am Lago Maggiore bzw. Lago di Como. Folgt man der Uferstraße südlich, passiert man San Maurizio d’Opaglio, ein geschäftiger Ort mit kleineren Fraktionen direkt am See. Im weiteren Verlauf der Küstenstraße endet die reguläre Uferstraße in Pella, führt im Hinterland durch bergiges Hinterland nach Ronco und im weiteren Verlauf nach Omegna. Pella mit seiner schönen Seepromenade und einigen Ristorante und Cafes, ist immer einen Besuch wert. Von dort kann man verkehrsgünstig auch einen Ausflug zur Isola San Giulio starten. Steil oberhalb der Ortes liegt die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso, ein beeindruckender Sakralbau, der praktisch von jedem Ort des Sees zu sehen ist, und dabei wie eine Göttin auf den See und deren Menschen achtsam und mahnend hinuntersieht.

Ab Pella beginnt in nördlicher Richtung die rauhe Seite des Ortasee. Steil aufragende Felsen bestimmen ab hier das Uferbild, nur teilweise wurde besiedelt, so der Ort Ronco, der über eine steile aber kurze Serpentinenstraße zu erreichen ist. Anwohner benutzen die schmale in den Fels gehauene Uferstraße von Pella nach Ronco. Geologen sehen in diesen Bergen die letzten Ausläufer des Monte Rosa-Massiv, das sich weiter im Westen bis auf 4.653 m erhebt und bei klarer Sicht einen beeindruckenden Anblick darstellt. Genau gegenüber befindet sich der Berg Mottarone, mit 1.411 m die höchste Erhebung am See. Viele Wander- und auch Fahrwege führen auf den Gipfel, der nach allen Seiten fantastische Blicke in die Umgebung erlaubt. Der Berg ist von Stresa [Lago Maggiore ] aus bequem mit der Seilbahn zu erreichen. Reizvoll auch der Wanderweg ‚Giro Lago‘, der die Besucher auf gut ausgeschilderten Wanderwegen ganz um den See herumführt. Zusätzlich gibt es viele ausgeschilderte Wander- und Spazierpfade rund um den See. Die örtlichen Tourismusbüros [teilweise unbesetzt, dann nur Prospekte] geben gerne darüber und über weitere Freizeitmöglichkeiten Auskunft. Für die sportlichen Besucher bietet der Ortasee v.a. Wassersport. Motorboot fahren, Wasserski und Segeln sind dabei die Hauptattraktionen. Natürlich sind Tauchen, Windsurfen, Rudern und Angeln ebenso möglich wie Tennis und Nordic Walking.

An allen Orten spürt man eine ganz besondere Gastfreundschaft, die Einwohner verspüren so etwas wie Stolz, dass immer mehr Menschen den Weg zu ihrem Paradies gefunden haben und noch finden werden. Massentourismus sucht man vergebens. Gott sei Dank, und auch Prominente genießen die besondere Atmosphäre am Lago d’Orta. So lebt und arbeitet der berühmte italienische Designer Alessi schon seit Jahrzehnten in Curiallo, am nördlichen Ende des Cusius.

Vielen Dank fürs Lesen, Robert.


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Kommentare

  • venus

    Vielen Dank, für den ausführlichen Bericht...

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