GEO Magazin Nr. 05/06 - Sigmund Freud Seite 1 von 4

Text von Martin Lindner

Sigmund Freud: Der Archäologe der Seele

Leidenschaftlich, zäh und voller Erkenntnisdrang begibt sich der junge Sigmund Freud 1885 auf unbekanntes Terrain: in die Abgründe des Unbewussten. Er wird zum Psychoarchäologen, der Verschüttetes freilegt und deutet. Bis zur Jahrhundertwende fügt er seine wichtigsten Entdeckungen zusammen – zu einem neuen, revolutionären Bild des Menschen. Erinnerung an einen Mann, der so viele wieder bewegt


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Dramatische Szenen im Vorlesungssaal. Hysterische Frauen, sexuelle Posen. Das wird ihn nicht unberührt lassen, den jungen Nervenarzt. Seit ein paar Wochen ist Sigmund Freud in Paris. Es ist Ende November 1885. In seiner Heimatstadt Wien hat er Medizin studiert, sich zum Gehirnanatomen ausbilden lassen. Nun will Freud noch von einem der besten Neurologen der Zeit profitieren, jenem Hysteriespezialisten, dessen Vorlesungen am Pariser Frauenkrankenhaus Salpêtrière in ganz Europa berüchtigt sind: Jean Martin Charcot.


Sigmund Freud im Jahr 1921 (Foto von: picture-alliance / akg-images)
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Sigmund Freud im Jahr 1921

Umstrittener Analytiker der Seele

Die Begegnung mit Charcot soll für Freud eine erstaunliche Entwicklung in Gang setzen. Eine Entwicklung, die ihn in den folgenden anderthalb Jahrzehnten vom begabten Neuroanatomen zum umstrittenen Analytiker der Seele macht. Seine auf 1900 datierte "Traumdeutung" wird eine Zeitenwende markieren: die Geburt der Psychoanalyse, die Eroberung der Seele.


Als Schüler des bekannten Experimentalphysiologen Ernst Brücke und des Gehirnanatomen Theodor Meynert kommt Freud aus einem wissenschaftlichen Klima, in dem es als ausgemacht gilt, dass sich das Seelische demnächst auf das Getriebe des Gehirns reduzieren lassen wird. Nun, in Paris, erlebt Freud den Magier der Psyche. Vor teils großem Publikum versetzt Charcot seine hysterischen Patientinnen in hypnotische Trance, um durch Druck auf bestimmte Körperzonen ein aufregendes Schauspiel zu provozieren: Manche Frauen verfallen in Muskelstarre. Andere verrenken die Glieder, schreien, stöhnen und nehmen anzügliche Haltungen ein.


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    Der berühmte Wiener Nervenarzt war ein kühner und von vielen angefeindeter Theoretiker. Einige seiner Hypothesen werden jetzt durch neurobiologische Forschungsergebnisse bestätigt

Hysterie galt fast ausschließlich als Leiden der Frauen

Seit der Antike hatte die Hysterie fast ausschließlich als Leiden der Frauen gegolten, verursacht durch Störungen der Gebärmutter. Erst im 19. Jahrhundert setzt sich zunehmend die Idee durch, es handele sich um eine Erkrankung der Nerven, eine "Neurose". Doch bereits Charcot erkennt, für die damalige Zeit revolutionär, die Macht des Psychischen. Die Hypnose ist der diagnostische Test für die Tatsache der Hysterie. Beide, die anrüchige Methode und die verspottete Krankheit, gewinnen in Charcots Vorlesungstheater eine unabweisbare Realität.


Als Freud Paris Anfang 1886 verlässt, stellt er in einem Aufsatz über die hysterischen Lähmungen eine denkwürdige These auf: Die Hysterie benimmt sich so, als ob es eine Gehirn-Anatomie nicht gäbe - Freuds Wandel ist symptomatisch für seine schicksalsgeladene Zeit. Binnen zweier Jahrzehnte verändert sich das Bild der Welt tiefgreifend. Während Wilhelm Conrad Röntgen mit der Entdeckung der "X-Strahlen" die Wahrnehmung des Körpers erschüttert, revolutionieren Max Planck und Albert Einstein mit der Quantentheorie und der Speziellen Relativitätstheorie die jahrhundertealte Basis der klassischen Physik.


Freud experimentiert mit Hypnose

Zurück in Wien, arbeitet Freud zunächst als simpler Nervenarzt. Es ist eine Zeit, in der es eine psychologische Therapie der Neurosen im eigentlichen Sinn noch längst nicht gibt, die Psychologie als Disziplin erst im Entstehen begriffen ist. Wie seine Kollegen wendet Freud Elektrotherapien und Massagen an - und er experimentiert mit Hypnose. In diesen Jahren beginnt auch die Freundschaft zu jenem Mann, dem Freud wie keinem anderen Triumphgefühle und Zweifel, gesundheitliche Sorgen und gelegentliche Potenzprobleme über anderthalb Jahrzehnte anvertraut: Wilhelm Fließ, namhafter HNO-Spezialist in Berlin.



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