GEO Magazin Nr. 4/07 - Was den Menschen prägt Seite 1 von 4

Text von Michael Stührenberg

Die endlose Fahrt der "Liemba"

Sie hat Kaiser Wilhelm II. überlebt, den Kolonialismus, diverse Kriege und zwei Mal den eigenen Untergang. Und noch immer ist die "Liemba", vor 100 Jahren in Niedersachsen für den Einsatz in Deutsch-Ostafrika gebaut, unterwegs: auf dem Tanganjikasee zwischen Tansania, Sambia und Burundi. An Bord Händler und Huren, Schmuggler und Philosophen, Küchenschaben und Edelsteine, der Duft von Ananas und scharfer Fischgeruch


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

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Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

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Was macht Google mit meinen Daten?

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http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Irgendwann nach Mitternacht stoppt die "Liemba" ihre Maschinen. Immerhin muss ich geschlafen haben, einen unruhigen Kojenschlaf, der nur von dem Gefühl besänftigt wurde, alles sei in Ordnung, solange wir nur einfach fuhren. Selbst in diesen Zeiten und mitten auf dem Tanganjikasee irgendwo zwischen Tansania und dem Kongo, Sambia und Burundi. Aber jetzt sind die Signale der Bordsirene zu hören. Motorschaden? Piraten? Mann über Bord? Kurz darauf herrscht Stille, und auch sie ist unheimlich. 500 Passagiere haben sich für die Fahrt an die Südspitze des Sees nach Mpulungu in Sambia eingeschifft, die meisten in der 3. Klasse im Unterdeck, neben dem Maschinenraum, wo die Luft knapp und klebrig ist und höllisch der Lärm.


Vor 100 Jahren wurde die "Liemba" in Niedersachsen gebaut. Noch heute ist sie im Einsatz (Foto von: Pascal Maitre)
© Pascal Maitre
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Vor 100 Jahren wurde die "Liemba" in Niedersachsen gebaut. Noch heute ist sie im Einsatz

Schmugglerware mitten in der Nacht

Beunruhigt tappe ich hinaus ins Freie und beuge mich über die Reling. Nichts zu sehen. Ich suche den Kapitän, finde ihn auf der Brücke. Seif Mlambalazi starrt hinab aufs Ladedeck drei Meter unter uns. Im Licht der Bordscheinwerfer sind gewaltige Säcke zu sehen, die aus der Luke zwischen dem Ladedeck und dem überfüllten Laderaum im Schiffsbauch quellen. Ein jeder 100 Kilogramm schwer, aufgebläht von zigtausend Sardinen aus dem Tanganjikasee, deren scharfer Geruch in den Kommandostand hochsteigt. Davor Männer in T-Shirts, Frauen in bunten Wachstüchern: Händler, die ihren Anteil an der Fracht Tag und Nacht nicht aus den Augen lassen. "Was ist los?", frage ich. "Wir warten", sagt Mlambalazi. "Worauf?" - "Auf Fracht." Um zwei Uhr morgens? Mitten auf dem Tanganjikasee? Also Schmuggelware? Als könnte er meine Gedanken erraten, fügt der Skipper hinzu: "Am Ufer liegt ein Fischerdorf. Bestimmt werden alle kommen und Fracht bringen." Kurz darauf schießt eine Barkasse in den Lichtkreis, den die Bordscheinwerfer aus dem See herausschneiden. An Bord weitere 100-Kilo-Säcke Trockenfisch.


Vor 15 Jahren, erzählt Mlambalazi, sei der Tanganjikasee noch das Zentrum einer ruhigen Welt gewesen. Damals habe die "Liemba" ihre wöchentliche Sambia-Fahrt in Bujumbura gestartet, der Hauptstadt Burundis. Und auch die Häfen am kongolesischen Ufer, vor allem Kalemie, hätten auf ihrer Strecke gelegen. Doch dann brach das Unglück über die Großen Seen herein. Dem Morden unter Hutu und Tutsi in Ruanda und Burundi folgten die Kriege im Kongo und weitere Gräuel, wie etwa der Krieg gegen die Kinder in Uganda. So ist die Region zu einem der größten Katastrophengebiete der Welt geworden.


Schwer beladen mit Menschen, Früchten und Säcken voller getrockneter Sardinen stampft die "Liemba" über den Tanganjikasee (Foto von: Pascal Maitre)
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Schwer beladen mit Menschen, Früchten und Säcken voller getrockneter Sardinen stampft die "Liemba" über den Tanganjikasee

Am Tanganjikasee lebt die Wirtschaft von der "Liemba"

Am Tanganjikasee lebt die Wirtschaft vom Transport. Das heißt: in erster Linie von der "Liemba". 16-mal hält das Schiff zwischen Kigoma und Mpulungu. Vor 16 Dörfern, die Inseln zwischen Wasser und Wildnis gleichen. In einer Gegend, in der es auf Hunderten von Kilometern nicht eine Piste gibt. Nur Berge und Busch. Und selten, meist im Schutz einer kleinen Bucht, ein paar Hütten aus Lehm und Stroh. Ein Ruderboot taucht in den Lichtkreis um unser Schiff: fünf Männer, begleitet von drei an den Füßen zusammengebundenen Hühnern. Als die Ruderer andocken, ziehen Hände die Dorfbewohner und ihr Federvieh an Bord. Eine Szene wie aus einem Buch von Joseph Conrad. Wie eine Erinnerung an jene Tage, als dieser Teil Afrikas für Europäer nichts anderes war als das "Herz der Finsternis". Als die "Liemba" noch den Namen "Graf Goetzen" trug und zum ersten Mal über den Tanganjikasee fuhr. So geschehen nach dem Willen Kaiser Wilhelms II. im fernen Berlin.



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Kommentare zu "Die endlose Fahrt der "Liemba""


sarotty | 21.10.2011 13:04

Seid fast 100 Jahren leistet nun das betagte Schiff Liemba seinen Dienst auf dem 670 Kilometer langen Tanganjika-See. Es ist für die Bewohner dieser Region unverzichtbar,muß aber für ca.8Millionen? aufgearbeitet werden..Aber ein Papenburger Kaufmann hat sich nun in den Kopf gesetzt dieses betagte Schiff nach Papenburg zurückzuholen weil es auf der dortigen Werft mal gebaut worden ist. Müßte hier nicht der Gedanke im Vordergrund stehen den Menschen in Tansania zu helfen anstatt Millionen dafür aufzuwenden diesen alten Kasten auseinanderzubauen,nach Papenburg zu tranportieren,zu restaurieren und dann als schwimmendes Denkmal in den Hafen zu legen? Wenn sie unbedingt etwas für die Menscheit machen möchten,dann spenden sie doch die schon von Ihnen gesammelten Gelder den Menschen in Tansania für die Instandsetzung der Liemba und ich bin sicher , da wird viel Dankbarkeit auf sie zurückkommen, vielleicht sogar eine Gedenktafel.Ich hoffe mit meiner Anregung einen guten Gedanken in Ihnen geweck Beitrag melden!

Philipp Elsässer | 17.06.2010 00:00

Ich habe zusammen mit meiner Frau die Reise von Mpulungu nach Kigoma im Jahr 1990 gemacht. Das dauerte etwa drei Tage und war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde, trotz vieler Jahre und vieler anderer Reisen in Afrika. Auf dem See kann ganz oprdentlicher Wellengang herrschen, und beim Aus-und Einladen, beim handeln und Tauschen während der Stopps fiel so mancher Geldschein und auch mal ein Sack "Kapenta" (das sind die Sardinen) in Wasser. Und wie dann die Passagiere aus den Pirogen auf die "Liemba" gehievt wurden! Wir wollten eine Rundreise machen: Von Dar mit der TAZARA nach Kasama, dann über Mbala nach Mpulungu, von dort mit der "Liemba" nach Kigoma und wieder zurück nach Dar mit dem Zug. Leider fiel der zug wegen Unterspülung der Gleise aus, so daß wir zurück fliegen mußten. Trotzdem: Unvergesslich. Den Pater Guido, der in einem Kommentar erwähnt wird, gibt es übrigens immer noch, nur nicht mehr in Mpulungu, in der Pfarrei "Stella Maris", sondern in Lusaka. Beitrag melden!

Axel Staudte | 04.02.2008 13:45

Habe von meiner Tochter das Buch "Eine Frage der Zeit" von Alex Capus geschenkt bekommen. Es hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich mehr über das Schiff wissen wollte. Über Wikipedia stieß ich auf diesen Artikel. Wunderbar, sowohl vom heutigen Leben des Schiffes wie von seiner Geschichte zu lesen - und die Bilder wie aus 1001 Nacht zu sehen. Beitrag melden!

Heiderose Stoll | 26.11.2007 20:17

Weihnachten 1973: 7 Wochen kampierten wir in unserem VW-Bus in Mpulungu und warteten wir auf die Liemba, der, wie wir meinten, einzigen Möglichkeit, die für uns verschlossene Tanzania-Grenze zu umgehen (wir kamen aus Südwestafrika und "kollaborierten "somit mit Südafrika: go back! hieß es). Der Harbour Master versprach uns fast täglich das Schiff für nächste Woche, für übermorgen... - 7 malerische Wochen am Tanganyika-See mit schwimmen, Fische braten, Brot- und Christstollen in der Glut backen, Sonnenuntergängen - aber wir wollten weiter, heimwärts, und die Regenzeit für die Kongo-Querung drohte. - Pater Guido, bei dem wir Lesestoff borgten, riet uns, es doch über die kleineGrenze zu versuchen. - 5 Jahre später erhielten wir einen Brief von Pater Guido: "... ich habe Ihnen versprochen, sofort zu schreiben, wenn das berühmte Schiff "Liemba" kommt. Gestern, 25.1.1979 um 9 Uhr ist die Liemba in Mpulungu eingefahren.. .es hat genau 8 Jahre und 3 Monate gedauert für die Reparatur! Beitrag melden!

Steffen | 01.10.2007 20:20

Ein ganz großartiger Artikel. Vor drei Jahren durfte ich eine Fahrt auf der Liemba von Kipili nach Kigoma selbst erleben. Das bunte Treiben auf dem Schiff und drum herum werde ich nie vergessen. Der Artikel ruft ruft viele schöne Erinnerungen hervor und die Fotos sind genial. Beitrag melden!

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