Tour de France Femmes Vergessene Pionierinnen: Diese Frauen revolutionierten den Radsport

Tour de France Femmes: Vergessene Pionierinnen: Diese Frauen revolutionierten den Radsport
Video: Bike Film Tour; GEO; Foto: Breakaway Femmes / Bike Film Tour
Sie kämpften sich durch Alpen, Pyrenäen – und durch Vorurteile. Schon in den 1980er-Jahren bestritten Frauen die Tour de France. Und ebneten so den Weg für zahlreiche weitere Athletinnen

Mehr als 3000 Kilometer auf dem Rad, über steilste Alpenpässe, auf rasanten Abfahrten in den Pyrenäen, gegen den Wind an der Atlantikküste und unter der Hitze des Mittelmeers – die Tour de France gilt als das anspruchsvollste und prestigeträchtigste Radrennen der Erde. Seit mehr als 100 Jahren schon wetteifern die "Ritter der Landstraße" um den Sieg. 

Aber nicht nur Männer. Seit 2022 sind auch Frauen am Start, bei der "Tour de France Femmes". Der Wettkampf, der nach der Männerausgabe startet, ist dabei gar keine Neuauflage. Denn er hat einen beim Publikum fast vergessenen Vorläufer, den die Dokumentation "Breakaway Femmes" in den Mittelpunkt rückt: Schon von 1984 bis 1989 bewiesen Topathletinnen, dass auch Frauen genug Ausdauer und Stärke besitzen, um die Tour de France bestreiten zu können. Sie waren mindestens genauso fokussiert und ambitioniert wie ihre männlichen Kollegen, das Publikum war begeistert – trotzdem wurden ihre Erfolge nie im gleichen Maße gewürdigt. 

Radsport-Pionierinnen lassen ihre Tour-de-France-Jahre noch einmal aufleben. Eine davon ist die Hamburger Athletin Ines Varenkamp. Sie erinnert sich an legendäre Duelle um das Gelbe Trikot, an epische Strapazen und an jubelnde Fans am Straßenrand. Viele ihrer Mitstreiterinnen erzählen in der sehenswerten Doku aber auch von logistischen Albträumen, fragwürdigen Auszeichnungen – und männlichen Vorurteilen.