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  • Von winzig bis gigantisch: Diese Haie schwimmen durch die Nordsee

Von winzig bis gigantisch Diese Haie schwimmen durch die Nordsee

  • von Franziska Türk
  • 26. September 2025
  • 10:09 Uhr
Während die Nordsee für manche Haie eine Kinderstube ist, verirren sich andere Arten nur als seltene Sommergäste dorthin. Wir stellen zehn Haiarten vor, die sich in ihr tummeln
Wer sich schon immer gefragt hat, wo Haie eigentlich ihre Kindheit verbringen, hat jüngst eine Antwort darauf erhalten – zumindest was den Hundshai (Galeorhinus galeus) angeht. Er lebt praktisch vor unserer Haustür und nutzt die Nordsee als Kinderstube. Im deutsch-niederländischen Wattenmeer zwischen Borkum und den Westfriesischen Inseln stießen Forschende des Thünen-Instituts und des WWF auf neugeborene Hundshaie und Jungtiere; ältere Tiere werden im Sommer vor allem rund um Helgoland gesichtet. Mit einer Körperlänge von bis zu zwei Metern können die ausgewachsenen Haie hier durchaus Eindruck schinden – schließlich sind sie die größte ständig in der deutschen Nordsee lebende Haiart. Wer nicht zu ihren Beutetieren – Fischen, Krabben und Tintenfischen – gehört, muss sich vor dem Hai mit der spitzen Schnauze und den kleinen, klingenartigen Zähnen allerdings nicht fürchten. Vielmehr muss man um ihn fürchten: Weil der Hundshai immer wieder als Beifang in Fischernetzen landet, gilt er in den deutschen Meeresgebieten als stark gefährdet – und ist weltweit sogar vom Aussterben bedroht, warnen die Forschenden.  
Hundshai: Kinderstube vor Borkum
Wer sich schon immer gefragt hat, wo Haie eigentlich ihre Kindheit verbringen, hat jüngst eine Antwort darauf erhalten – zumindest was den Hundshai (Galeorhinus galeus) angeht. Er lebt praktisch vor unserer Haustür und nutzt die Nordsee als Kinderstube. Im deutsch-niederländischen Wattenmeer zwischen Borkum und den Westfriesischen Inseln stießen Forschende des Thünen-Instituts und des WWF auf neugeborene Hundshaie und Jungtiere; ältere Tiere werden im Sommer vor allem rund um Helgoland gesichtet. Mit einer Körperlänge von bis zu zwei Metern können die ausgewachsenen Haie hier durchaus Eindruck schinden – schließlich sind sie die größte ständig in der deutschen Nordsee lebende Haiart. Wer nicht zu ihren Beutetieren – Fischen, Krabben und Tintenfischen – gehört, muss sich vor dem Hai mit der spitzen Schnauze und den kleinen, klingenartigen Zähnen allerdings nicht fürchten. Vielmehr muss man um ihn fürchten: Weil der Hundshai immer wieder als Beifang in Fischernetzen landet, gilt er in den deutschen Meeresgebieten als stark gefährdet – und ist weltweit sogar vom Aussterben bedroht, warnen die Forschenden.  
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Wer sich schon immer gefragt hat, wo Haie eigentlich ihre Kindheit verbringen, hat jüngst eine Antwort darauf erhalten – zumindest was den Hundshai (Galeorhinus galeus) angeht. Er lebt praktisch vor unserer Haustür und nutzt die Nordsee als Kinderstube. Im deutsch-niederländischen Wattenmeer zwischen Borkum und den Westfriesischen Inseln stießen Forschende des Thünen-Instituts und des WWF auf neugeborene Hundshaie und Jungtiere; ältere Tiere werden im Sommer vor allem rund um Helgoland gesichtet. Mit einer Körperlänge von bis zu zwei Metern können die ausgewachsenen Haie hier durchaus Eindruck schinden – schließlich sind sie die größte ständig in der deutschen Nordsee lebende Haiart. Wer nicht zu ihren Beutetieren – Fischen, Krabben und Tintenfischen – gehört, muss sich vor dem Hai mit der spitzen Schnauze und den kleinen, klingenartigen Zähnen allerdings nicht fürchten. Vielmehr muss man um ihn fürchten: Weil der Hundshai immer wieder als Beifang in Fischernetzen landet, gilt er in den deutschen Meeresgebieten als stark gefährdet – und ist weltweit sogar vom Aussterben bedroht, warnen die Forschenden.  
Er ist der kleinste in der Nordsee heimische Hai, legt Eier und verdankt seinen Namen seinen wie bei Katzen geformten Augen und den dunklen Pünktchen auf seiner Haut: der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula). Seine Färbung tarnt den nachtaktiven Hai auf dem Meeresboden perfekt vor Fressfeinden wie Robben, Dorschen und größeren Haien. Besonders in sandigen, algenbewachsenen und schlickigen Küstengewässern fühlt sich der zwischen 60 und 100 Zentimeter lange Meeresbewohner wohl. Da er im Gegensatz zu den meisten seiner Verwandten nicht gefährdet ist, gilt er inzwischen als der am häufigsten in der Nordsee vorkommende Hai.
Auch der Dornhai (Squalus acanthias) ist in der Nordsee anzutreffen – noch. Denn die Art, die einst als Platzhirsch in gewaltigen Schwärmen durch die Nordsee schwamm, ist dramatisch von Überfischung bedroht und nur noch selten zu finden. Wie vielen anderen Haiarten wurde ihr ihre langsame Reproduktion zum Verhängnis – und unser Hunger auf Fisch: Die Rückenstücke des Dornhais werden hierzulande als "Seeaal" vermarktet, seine Bauchlappen geräuchert als "Schillerlocken" angeboten. Gegen die Überfischung ist selbst der Dornhai machtlos, obwohl er sich mit seinen stachelartigen, mit einer Giftdrüse verbundenen Flossen, denen er auch seinen Namen verdankt, eigentlich bestens verteidigen kann. Inzwischen ist der Fang von Dornhaien in der Nordsee EU-weit verboten. Angeboten wird sein Fleisch jedoch noch immer.
Riesenhai
Noch immer ist der Grönlandhai oder Eishai (Somniosus microcephalus) ein kleines Mysterium, seine Lebensweise kaum erforscht. Doch so viel ist bekannt und angesichts seines Namens auch nicht verwunderlich: Er mag es frostig und ist vor allem in den arktischen Gewässern des Nordatlantiks zu finden. Und: Er kann mehrere Hundert Jahre alt werden, vermuten Forschende. Genug Zeit also, um sich aus den heimischen Gewässern herauszuwagen und umherzuwandern. Und hin und wieder auch der Nordsee einen Besuch abzustatten – oder dort gar seine Jungen großzuziehen. Vor allem im Skagerrak, einem Nordseeteil zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden beobachteten Forschende junge Grönlandhaie.
Blauhai im Wasser
Im Vergleich zu manchen Verwandten ist er gerade zu winzig, nur 46 bis 60 Zentimeter misst der Kleine Schwarze Dornhai (Etmopterus spinax). Und doch verfügt er über eine außergewöhnliche Fähigkeit: Er kann leuchten. An der Bauchseite besitzt er Leuchtorgane, die seinen ansonsten dunklen Körper mittels Biolumineszenz grünlich schimmern lassen. Der Hai, über dessen Lebensgewohnheiten noch wenig bekannt ist, lebt teilweise in Schwärmen und bevölkert den östlichen Atlantik, das Mittelmeer – und mitunter auch die Tiefen der nördlichen Nordsee.
Der Name des Weißgefleckten Glatthais (Mustelus asterias) ist Programm: Weiße Punkte überziehen den Rücken des schlanken, gräulichen Tiers, dessen Verbreitungsgebiet sich vom nordöstlichen Atlantik und der Nordsee bis zu den Kanaren und in den Mittelmeerraum erstreckt. Dabei unternimmt der Hai immer wieder Ausflüge in Gegenden, in denen man ihn nicht erwarten würde: Selbst in der Themse in London wurde der Weißgefleckte Glatthai schon gesichtet. 
Optisch ähnelt der Heringshai (Lamna nasus) seinem berühmt-berüchtigten Verwandten, dem weißen Hai: halbmondförmige Schwanzflosse, spindelförmiger Körper, lange Kiemenschlitze. Doch auch, wenn dem drei Meter großen und 200 Kilogramm schweren Fisch mit Vorsicht zu begegnen ist, sind kaum Angriffe auf Menschen bekannt. Ohnehin kommt der Heringshai der Küste in der Regel nicht zu nahe und taucht bis zu 700 Meter tief, da er kühles Wasser bevorzugt. In den Sommermonaten ist er jedoch auch in Küstennähe zu finden. Neben seinem Hauptverbreitungsgebiet im Nordatlantik taucht er mitunter auch in der Nordsee auf. Schließlich unternimmt der rastlose Heringshai lange Wanderungen: In Südengland markierte Haie wurden später in Nordnorwegen, Dänemark und Spanien wiederentdeckt.
Der Gemeine Fuchshai (Alopias vulpinus) überwältigt seine Opfer auf ganz eigene Art und Weise: Mit seiner enormen Schwanzflosse, deren oberer Teil fast so lang ist wie der gesamte restliche Körper, schlägt er auf seine Beute ein. Dieser jagt er vor allem in gemäßigten bis subtropischen Meeren nach. Während seiner Sommerfrische ist der Gemeine Fuchshai jedoch auch hin und wieder auch in der Nordsee anzutreffen. Dann nämlich wandern die europäischen Fuchshaie aus südlicheren Gefilden in Richtung Norden. So geschickt der flinke Schwimmer auch durch die Ozeane schnellt, er ist doch bedroht: Weil er in vielen Teilen der Welt auf dem Teller oder als Beifang in Netzen landet und zudem ausgerechnet wegen seines besonders harten Überlebenskampfes an der Angel ein beliebtes Opfer von Sportfischern ist, gilt der Fuchshai als gefährdet. 
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