Kampf dem Verderb So halten Sie Lebensmittel bei Hitze frisch

In den heißen Sommermonaten verderben besonders viele Lebensmittel. Wir haben Tipps, wie Sie die temperaturbedingten Verluste minimieren
Kühlschrank, Lebensmittel

Gerade im Sommer leistet der Kühlschrank unverzichtbare Dienste

In diesem Artikel
1. Was gehört in den Kühlschrank – und wohin?
2. Brot besser ungeschnitten kaufen
3. Vorsicht bei Fisch und Fleisch!
4. Kleine Mengen shoppen
5. Überzähliges weitergeben oder einmachen
6. Einkaufen mit Kühltasche

Sommer und Sonne tun der Seele gut – aber in den warmen Monaten leiden Lebensmittel besonders. Mehr Obst, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte und Brot als in jeder anderen Jahreszeit verdirbt in den warmen Monaten. Der Grund: Bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit finden Mikroorganismen wie Bakterien, aber auch Schimmelpilze ideale Bedingungen für ihre Vermehrung. Allein in den Monaten Juli und August, das ergab eine Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung aus dem Jahr 2016, fielen in Deutschland rund 342.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle an.

1. Was gehört in den Kühlschrank – und wohin?

Klar: Der Kühlschrank wird jetzt besonders wichtig – und seine richtige Befüllung. Heimisches Obst gehört, wie Gemüse auch, in das Gemüsefach. Fisch, Fleisch und Milchprodukte sollten Sie im unteren Fach lagern, fertig Zubereitetes im mittleren, Käse und Marmelade gehören ins oberste Fach. Gemüse mit hohem Wasseranteil, wie Tomaten, Zucchini, aber auch Kartoffeln müssen allerdings draußen bleiben. Die Kälte tut ihnen nicht gut. Lagern Sie sie stattdessen trocken, dunkel und luftig.

Stellen Sie leicht Verderbliches nach vorne, um es besser im Blick zu haben. Und öffnen Sie den Kühlschrank immer nur so lange wie unbedingt nötig. Anderenfalls entweicht zu viel kalte Luft, die energieaufwändig ersetzt werden muss.

Übrigens: Achten Sie auch darauf, dass der Kühlschrank selbst energieeffizient arbeitet und so aufgestellt ist, dass er nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Denn das würde unnötig viel Energie für die Kühlung kosten. Das Öko-Institut in Freiburg empfiehlt, Geräte, die älter als 10 bis 15 Jahre sind, auszutauschen. Denn neue Geräte sind so sparsam im Verbrauch, dass sie schon nach wenigen Jahren die Energie, die zu ihrer Herstellung aufgewendet wurde, ausgleichen.

2. Brot besser ungeschnitten kaufen

Fertig geschnittenes Brot ist praktisch – bietet aber Schimmel mehr Angriffsfläche. Greifen Sie also lieber zum ganzen Brotlaib. Luftdicht verpackt, hält auch Brot länger im Kühlschrank. Was Sie davon nicht innerhalb von Tagen verbrauchen, können Sie auch einfrieren – und nach Bedarf auftauen.

3. Vorsicht bei Fisch und Fleisch!

Generell gilt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt den Zeitpunkt an, bis zu dem ein Lebensmittel mindestens haltbar ist. Es kann also durchaus länger genießbar bleiben. Verlassen Sie sich dabei auch im Sommer auf Ihre Sinne, vor allem Augen und Geschmack. Anders sieht die Sache bei Fisch und Fleisch aus. Weil die, einmal verdorben, gesundheitsgefährlich werden können, sollten Sie kein Risiko eingehen und sich unbedingt an das angegebene Verbrauchsdatum halten.

4. Kleine Mengen shoppen

Was ohnehin wichtig ist, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, wird im Sommer noch wichtiger: Planen Sie Ihre Einkäufe gut. Denn was zu viel ist, läuft bei hohen Temperaturen schnell Gefahr, zu verderben. Kaufen Sie darum von frischen, leicht verderblichen Lebensmitteln nur so viel ein, wie Sie für die Woche wirklich brauchen.

5. Überzähliges weitergeben oder einmachen

Ganzjährig gilt: Was in größeren Mengen übrig ist, können Sie Nachbarn oder Interessenten auf Plattformen wie foodsharing.de anbieten. Und besonders im Sommer gilt: Wer einen eigenen Garten hat oder ein Stück Acker bestellt und Obst und Gemüse erntet, kann weitere Abnehmer auf demselben Weg finden. Oder Frisches unaufwändig länger haltbar machen.

6. Einkaufen mit Kühltasche

Fisch, Fleisch oder Milchprodukte werden gerade im Sommer auf dem Weg von der Kühltheke in den heimischen Kühlschrank schnell warm - zumal im aufgeheizten Auto. Nehmen Sie darum zum Einkaufen eine Kühltasche für den schonenden Transport mit – und legen Sie gekühlte Einkäufe erst am Schluss Ihrer Einkaufstour in den Warenkorb, um die Zeit ohne Kühlung zu minimieren.