Ein Tor in einem geteilten Land
Lange Zeit spiegelte sich die deutsche Teilung auch im Fußball wider: Zwei Nationalmannschaften, zwei Flaggen, zwei Hymnen – und ein Duell, das weit mehr war als nur ein Spiel. DDR‑Stürmer Jürgen Sparwasser greift am 27. Juni 1974 kurz vor der Rückreise der DDR‑Auswahl zum Hörer und telefoniert nach Hause. Wenige Tage zuvor hatte er in Hamburg das einzige Tor beim 1:0 im WM‑Vorrundenspiel gegen die Bundesrepublik erzielt – ein Treffer, der zum Symbol des innerdeutschen Duells wurde und Sparwasser über Nacht zur Fußballikone der DDR machte.
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