Tag eins der Festlichkeiten
Am 18. April 1956 wohnen 80 Gäste der zivilen Trauung von Grace Kelly und Fürst Rainier III. bei. Kelly trägt ein hochgeschlossenes, tailliertes, blassrosa Taftkleid, rot-goldener Samt schmückt den Thronsaal des Palastes, Kamerateams heizen mit ihren Apparaturen die Luft unangenehm auf. Der Justizminister von Monaco zieht das Protokoll zügig, aber pedantisch durch: Er verliest die Trauungsformel sowie alle Ehepflichten und zählt die Hunderten Titel des Brautpaares auf. Damit ist das Paar vermählt. Doch nach diesem Prozedere wiederholt die Hochzeitsgesellschaft Teile der zivilen Eheschließung noch für die TV-Kameras. Rund 3000 Bürgerinnen und Bürger von Monaco sind danach zu einem Empfang in den Palastgarten geladen. Am Abend ehrt die Opéra de Monte Carlo das Brautpaar mit einer Galavorstellung. Schließlich ziehen sich die Frischvermählten jeder für sich zurück – denn die Hochzeit ist noch nicht vorbei.
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