Extremwetter erklärt Stürme, Starkregen, Hitze: Warum nicht immer der Klimawandel schuld ist, wenn das Wetter verrückt spielt  

Auf Kuba und in Florida hinterließ Hurrikan "Ian" heftige Schäden, es gab Tote und Verletzte. Die Attributionsforschung ermittelt, welchen Einfluss der menschengemachte Klimawandel auf die Häufigkeit solcher Wetterextreme hat
Auf Kuba und in Florida hinterließ Hurrikan "Ian" heftige Schäden, es gab Tote und Verletzte. Die Attributionsforschung ermittelt, welchen Einfluss der menschengemachte Klimawandel auf die Häufigkeit solcher Wetterextreme hat
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Welchen Einfluss hat der menschengemachte Klimawandel auf Wetterextreme? Die "Attributionsforschung" berechnet diesen Zusammenhang. Ergebnis: Obwohl der Klimawandel insgesamt für mehr Extremwetter sorgt, gibt es auch gegenteilige Trends. Für Staaten und Unternehmen, die ihre Klimaziele nicht einhalten, kann es dennoch juristisch ungemütlich werden

GEOplus: Starkregen, Stürme, Hitzewellen: Gefühlt nehmen die Wetterextreme seit Jahren zu. Ist das tatsächlich der Fall – oder kommt uns das nur so vor?

Prof. Reto Knutti: Bei einigen Wetterextremen ist das wirklich der Fall, aber nicht bei allen. Man muss da ein bisschen vorsichtig sein: Manchmal wird unter dem Stichwort "Global Weirding" kommuniziert, dass im Zuge der Erderwärmung alles immer schlimmer wird. Das ist aber nicht ganz korrekt. Es gibt Extremwetterereignisse, die zunehmen, solche die abnehmen – und bei einigen passiert gar nichts. Oder wir wissen es noch nicht.

 Welche nehmen denn unbestritten zu?


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