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Protokoll einer Krebspatientin "Viele fürchten den Anruf beim Palliativteam – als besiegelten sie so ihr Sterben"

Maria Krautheim bekommt vor drei Jahren eine heftige Krebsdiagnose. Sie überlebt – dank der Palliativmedizin, sagt sie heute
Junge Frau hält die Hände einer alten Frau
Maria Krautheim weiß, dass Hospiz- und Palliativarbeit viel mehr bedeutet als Schmerztherapie und Sterbebegleitung
© MASTER / Getty Images

Da waren etliche, die haben mir nicht mehr viel Zeit gegeben: der Arzt, der die Diagnose stellte. Freundinnen, denen ich davon erzählte. Alle dachten, ich hätte vielleicht noch zwei, drei Monate. Ich hatte ja selbst keine große Hoffnung mehr. Ich erinnere mich noch genau, wie ich am Silvesterabend 2023 im Krankenhaus lag: über mir die funkensprühenden Raketen, in meinem Bauch das Tumorkonfetti. Den nächsten Jahreswechsel, ich war mir sicher, würde ich nicht mehr erleben. Eierstockkrebs. Der Darm war auch schon befallen.

Ein Mann am Strand mit den Händen einer Frau auf seinen Schultern

Sterben lernen Wie ein gutes Ende gelingen kann

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Ich bin kurz darauf in Essen operiert worden, ein stundenlanger, erfolgreicher Eingriff. Aber das Danach summiert sich zu einer schlimmen Erfahrung auf. Ich wurde von hochspezialisierten und bestimmt auch hochqualifizierten Menschen behandelt und betreut. Bloß ihr Fokus war ganz eng, auf diesen oder jenen Tumor gerichtet, nicht auf mich als Kranke, als ganzer Mensch. Ich bekam komplizierte Chemotherapien. Wenn ich anmerkte: Lassen Sie die Medikamente doch bitte langsamer durchlaufen, das funktioniert so bei mir nicht, wurde ich nicht ernstgenommen. Lieber blieb man beim angelernten Schema F.