Kanada Besonderes Naturereignis: Niagarafälle sind zum Teil eingefroren

Kanada: Besonderes Naturereignis: Niagarafälle sind zum Teil eingefroren
© IMAGO/Zou Zheng
Video: ntv; Bild: IMAGO/Zou Zheng
An der kanadischen Grenze lässt sich derzeit ein nicht alltägliches Naturschauspiel beobachten: Die weltberühmten Niagarafälle sind aufgrund extremer Kälte teilweise eingefroren

Eine ungewöhnlich heftige Kältewelle hat den nordamerikanischen Kontinent überrollt. In der vergangenen Woche führte dies zu eisigen Temperaturen von bis zu minus 45 Grad. Die extreme Kälte verwandelte auch das Wasser nicht nur an den Rändern der Niagarafälle in bizarre Eisformationen. Dafür müssen die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter dem Gefrierpunkt liegen. Dann erstarrt die Gischt, die üblicherweise in der Luft schwebt, zu glitzernden Eiskristallen, die die gesamte Umgebung – Sträucher, Bäume oder Felsen – nach und nach mit einer dicken Eisschicht überziehen und wie Kunstwerke erscheinen lassen. Umso mehr wurden die Niagarafälle trotz der extremen Kälte in den letzten Tagen zum Touristenmagneten.

Ein weiterer Grund für die Eisbildung ist die Wassermenge, die durch die Fälle strömt. Sie ist nämlich nicht konstant, sondern wird im Winter reduziert, um die Maschinen der Kraftwerke vor dem Eis zu schützen. Je weniger Wasser aber fließt, desto schneller kann es gefrieren.

Auch die Form der Niagarafälle selbst spielt eine Rolle bei der Eisbildung. Sie bestehen aus drei verschiedenen Katarakten: An dem größten von ihnen, den Horseshoe Falls, ist die Eisbildung weniger ausgeprägt als an den kleineren und flacheren Bridal Falls und American Falls.

Die zum Teil eingefrorenen Niagarafälle sind somit das Ergebnis eines Zusammenspiels aus extremer Kälte, reduzierter Wassermenge und der unterschiedlichen Größe der Wasserfälle.