Das, was irgendwann wieder ein echtes Moor werden soll, verrät sich durch seinen Sound: ein saftiges Schmatzen, das jeden unserer Schritte begleitet. Eben noch standen wir in einem dunklen Fichtenforst, moosbedeckter Waldboden, Grüppchen von Fliegenpilzen. Jetzt öffnet sich vor uns eine freie Fläche, ein sanfter Hang, auf dem Pfeifengräser golden leuchten. Vereinzelt wurzeln junge Moorbirken. Eine Öhrchenweide reckt ihre knorrigen Triebe in die Herbstluft. Und unter unseren Füßen patscht der feuchte Boden.
Tag der Feuchtgebiete Comback der Moore: Die Rettung der Zwischenwelten
Sie speichern Kohlenstoff und Wasser – und sind in Deutschland fast komplett trockengelegt. Nun sollen die Moore zu neuem Leben erwachen
Ein seltenes Schauspiel: Um Weibchen zu bezirzen, hüllen sich die sonst braunen Moorfrosch-Männchen während der kurzen Paarungszeit im Frühling in ein leuchtendes Blau. Die Trockenlegung ihrer Lebensräume hat den Amphibien stark zugesetzt
© Niklas Banowski