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Ratgeber Bunte Ernte auf kleinstem Raum: So gelingt ein wunderschöner Balkongarten

Ein bunter Balkongarten mit Salat, Tomaten und Kräutern.
Salat, Kräuter und Tomaten vom eigenen Balkongarten – mit ein paar Tipps und Tricks klappt das auch ohne grünen Daumen.
© PIXATERRA / AdobeStock
Einen lauschigen Balkongarten mit Kräutern, Obst und Gemüse anlegen? Ja, das geht! Mit nur ein bisschen Vorbereitung, den richtigen Hilfsmitteln und ein paar Tipps und Tricks können Sie sogar das ganze Jahr über vom eigenen Balkon ernten

Inhaltsverzeichnis

Ein Garten auf dem Balkon ist nicht nur für Städter ein kleiner Traum. Zwischen duftenden Pflanzen sitzen und lesen, im Sommer die eigenen Erdbeeren und Tomaten ernten, frisches Basilikum, so viel das Herz begehrt ... Auch wenn es nur ein kleiner Balkon ist, verleihen bunte Obst- und Gemüsepflanzen das gewisse Etwas. Wenn es Ihnen wie mir geht, gibt es da nur ein Problem. Nach dem Einkauf im Gartencenter sieht zwar alles noch schön bunt und knackig aus – aber dann vergehen ein paar Wochen und ohje, die Tomatenpflanze ist verwelkt. Auch der Himbeerstrauch, Minze und Rosmarin sehen nicht mehr so lecker aus – und vielleicht war die Melone doch ein wenig zu ambitioniert für den deutschen Sommer?

Aber das muss nicht sein. Auch wenn Sie keinen grünen Daumen haben, braucht es nur ein paar einfache Schritte, um eine grüne Oase mit leckerem Obst und Gemüse und duftenden Kräutern anzulegen. Wir verraten, wie Ihnen ein langlebiger und fruchtbarer Balkongarten gelingt und was Sie dafür brauchen.

Buch-Tipp

Aber Moment, was ist denn jetzt mit der Melone? Wie Sie allerhand schmackhafte und farbenfrohe Gemüse-, Obst- und Wildblumensorten auf Ihren Balkon zaubern, zeigt das Buch"Dein fantastischer Balkongarten – Ernten bis zum Abheben". Hier finden Sie hilfreiche Pflanzenporträts, einen ganzjährigen Erntekalender, tolle Illustrationen, praktische Do-it-Yourself-Anleitungen und eine Menge Tipps und Tricks rund um den gelungenen und nachhaltig angelegten Balkongarten. Und ja, wie es mit der Melone auf dem Balkon klappt, erfahren Sie darin auch.

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Balkongarten: Das gilt es zu beachten

Was macht einen Balkongarten eigentlich aus? Ein paar Besonderheiten sollten Sie beachten, bevor Sie munter losziehen und das Gartencenter leerkaufen.

Maße und Tragfähigkeit

Zum einen: Sie arbeiten mit begrenztem Platz. Ein strukturierter Lageplan ist deshalb der Schlüssel zum Erfolg. Kalkulieren Sie ein, wie viel Platz für die Sitzecke oder den Sonnenstuhl bleiben soll und zu welcher Größe die ausgewählten Pflanzen heranwachsen. Klar, gönnen Sie Ihren eifrig in die Höhe wachsenden Tomatenpflanzen die Sonne, aber ein bisschen wollen Sie ja auch noch abbekommen.

Beachten Sie außerdem, dass Ihr Balkon eine maximale Tragfähigkeit hat, die Sie nicht überschreiten sollten. Ja, das gilt nicht nur für übervolle WG-Partys. Vor allem, wenn Sie gerne ein paar größere Pflanztöpfe oder ein Hochbeetanschaffen wollen, kann sich das Gewicht schnell summieren. Die Nutzlast Ihres Balkons erfahren Sie über die Gebäudeverwaltung oder den Bauträger. 

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Wind, Sonne, Lichtverhältnisse: Welche Pflanzen eignen sich für Ihren Balkon?

Gerade Balkone in höheren Stockwerken sind häufiger starkem Wind ausgesetzt. Bedenken Sie also, dass Sie Töpfe und Pflanzen entsprechend befestigen und absichern. Außerdem müssen Sie Ihre Pflanzen häufiger gießen. Denn wenn es sehr windig auf dem Balkon ist, verdunstet Wasser schneller.

Haben Sie einen Stadtbalkon, müssen Sie Ihre Pflanzen im Sommer eventuell vor der Hitze schützen. Ein Sonnenschirmbeispielsweise kann den nötigen Sonnenschutz liefern. Während der Sommer zu heiß für den Balkongarten sein kann, freuen sich Ihre grünen Schützlinge den Rest des Jahres über die wärmeren Temperaturen.

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Beachten Sie außerdem die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, wenn es um Sonne und Schatten geht. Denn die gute Nachricht ist, dass sich für jeden Balkon die richtige Bepflanzung findet. Die schlechte, dass Sie Ihr Lieblingsobst und -gemüse bei unpassenden Lichtverhältnissen leider nicht auf dem Balkon anbauen können. Sehr schattig mögen es beispielsweise Bärlauch und Pilze, halbschattige Balkone eignen sich unter anderem für Kohlrabi, Minze, Salatund Zitronenmelisse, und ein sonniges Plätzchen erfreut zum Beispiel Basilikum, Erdbeeren, Gurken und Tomaten.

Dauerhafte und einjährige Pflanzen im Balkongarten

Zu beachten gilt auch auf dem Balkon, ob Sie dauerhafte oder einjährige Pflanzen einsetzen wollen. Die meisten Gemüsesorten sind beispielsweise einjährig, sterben also nach der Ernte auf natürliche Weise ab und machen Platz für Neues. Aus demselben Topf können Sie trotzdem das ganze Jahr über ernten – aber nur, wenn Sie den passenden Nachfolger einsetzen (zum Beispiel Tomatenpflanzen nach den Salatköpfen). Andere Balkonbewohner bleiben Ihnen bei entsprechender Pflege (und wenn nötig Winterschutz) über mehrere Jahre erhalten, wie beispielsweise die meisten Kräuter.

Mit Stift und Papier: Ein Plan muss her

Aber jetzt geht es endlich ins Gartencenter, oder? Nein, erst einmal brauchen wir Bleistift, Lineal, Maßband und Papier. Denn Visualisierungen helfen nicht nur bei der Inneneinrichtung. Auch Ihrem Traumbalkon können Sie zunächst einmal auf dem Papier entwerfen, um die optimale Verteilung von Gemüse, Obst und Gemütlichkeit herauszufinden.

Zeichnen Sie den Balkon maßstabsgetreu nach: 1 m in der Realität wird beispielsweise zu 10 cm auf dem Papier. Wählen Sie den passenden Maßstab passend zur Größe, eine 20 qm große Dachterrasse beispielsweise sollten Sie entsprechend verkleinern. Bauen Sie dann Sitzecken, Hochbett, Töpfe ein und vermerken Sie, welche Pflanzen in welchen Behältnissen wachsen sollen.

Vor allem, wenn Sie das ganze Jahr über ernten wollen, sollten Sie die Reihenfolge, in der Sie Ihre Gemüse- und Obstsorten in den jeweiligen Behälter pflanzen wollen, schon im Voraus planen. Denn auch im Herbst und Winter muss Ihr Balkongarten nicht brach liegen. In den kalten Jahreszeiten können Sie zum Beispiel Karotten, Kohlrabi, Mangold und Grünkohl ernten.  

Pro-Tipp: Schneiden Sie sich maßstabsgetreue Modelle von Pflanzgefäßen und Sitzmöbeln aus und schieben Sie Elemente hin und her, bis alles harmonisch aussieht.

Grundlegendes Zubehör für den Balkongarten

Es braucht ein paar grundlegende Hilfsmittel, um einen tollen Balkongarten anzulegen. Einige davon dürften Sie aber schon zu Hause haben. Zum Beispiel eine Gabel, um das Substrat zu lockern, oder einen Bleistift, um Saatrillen zu ziehen oder Jungpflanzen zu pikieren.

Dazu kaufen können Sie noch eine gute Gartenschere und – ganz wichtig – Gartenvlies. Das fluffige Vlies schützt nicht nur vor kalten Temperaturen, sondern erfüllt im Topf eine wichtige Funktion: Es trennt die Drainageschicht vom Substrat und verhindert sozusagen, dass der Wasserausfluss im Pflanztopf verstopft. Nice-to-have ist außerdem eine Handschaufel, um größere Gefäße zu füllen, Substrate zu mischen oder Löcher zum Jungpflanzen setzen auszuheben. Dazu noch eine Kleinhaue, um den Boden zu lockern, Saatrillen zu ziehen oder Jungpflanzen zu setzen – und fertig ist die Ausrüstung.

Achten Sie darauf, am besten auch einen Platz auf dem Balkon einzukalkulieren, um Ihr Zubehör zu verstauen. Denn Ihre Gartengeräte werden sicher nicht so schön sauber bleiben, wie sie über die Ladentheke gehen. Sie gleich draußen zu lagern erspart Erdspuren im Haus oder der Wohnung. Eine geschlossene, wetterfeste Aufbewahrungsbox eignet sich dafür beispielsweise. Bedenken Sie auch, dass Sie einen trockenen Lagerplatz für Substrate und Drainage brauchen. 

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(Fast) alles ist ein Topf: Die richtigen Pflanzbehältnisse finden

Für jedes Pflänzchen ein Töpfchen – das kann ganz schön ins Geld gehen, zumindest wenn Sie einen schön vollen und paradiesischen Balkongarten anlegen wollen. Aber halt, bevor Sie zum nächsten Baumarkt fahren und den Kofferraum mit Terrakotta-Töpfen zumauern: Schauen Sie erst einmal, was Sie schon zuhause haben. Denn die gute Nachricht: Fast alles ist ein Topf! Zumindest, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Loch im Boden (kann man auch selbst bohren): So kann überschüssiges Wasser abfließen und die Pflanze steht nicht im Wasser – das mögen die meisten nämlich gar nicht und können sogar "ertrinken".
  • Passende Größe: Tiefe und Größe des Topfes müsse zu den Ansprüchen der Pflanze passen. Außerdem sollten Sie auch hier die Traglast Ihres Balkons respektieren (Tiefe und hohe Gefäße könnten zu schwer werden).
  • Farbe: Keine Angst, Sie dürfen natürlich Ihre Lieblingsfarbe wählen. Vorsicht ist nur bei Schwarz geboten: schwarze Behältnisse könnten sich im Sonnenschein zu stark erhitzen und damit der Pflanze schaden. Das heißt nicht, dass Sie ihren schwarzen Blumentopf wegschmeißen müssen, Sie können ihn auch einfach mit Bambus oder Jute umwickeln.
  • Winterfest: Wer einen ganzjährig glücklichen Balkongarten will, sollte darauf achten, dass die Pflanztöpfe auch im Winter draußen bleiben dürfen. Dafür eignen sich Eternit, Terrakotta und Holz (insbesondere Lärche, Eiche und Robinie).
  • Passender Untersetzer: Damit das Loch im Topfboden nicht zu Wasserpfützen auf dem Balkon führt, sollte jeder Topf einen passenden Untersetzer haben.

Wenn Sie zuhause gar nichts passendes finden, tut es natürlich auch ein handelsübliches Pflanztopf-Set.

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Platzsparend und hübsch anzusehen sind natürlich auch Balkonkästen. Für diese gelten im Grunde dieselben Kriterien wie für die Pflanztöpfe. Wenn Sie einen hängenden Balkonkasten selber bauen wollen, empfiehlt es sich, eine stabile Aufhängung anzubringen.

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Schichtsystem: Das gehört in die Pflanzgefäße

Wir nähern uns endlich den Pflanzen für unseren Balkongarten. Jetzt geht es darum, das richtige Fundament für glückliches Obst und Gemüse zu schaffen. Ganz unten in den Topf oder das Hochbeet kommt die Drainage. Bei kleineren Töpfen kann das Bims, Leca, Lava oder Kies sein. Größere Gefäße und Hochbette brauchen ein bisschen was Gröberes, hier kommen Laub, Stroh oder Äste zum Einsatz. Die Drainageschicht sollte bodendeckend eingefüllt werden und circa ein Fünftel des Gefäßes ausmachen. Bei großen Pflanzgefäßen darf es auch ein Drittel sein.

Auf die Drainageschicht kommt eine Lage Gartenvlies. Das Gartenvlies bitte nicht passgenau ausschneiden, es sollen ein paar Zentimeter überstehen, am besten sogar bis zur Oberkante des Substrats. So verhindert man, dass die Erde sich am Vlies vorbeimogelt und unten im Topf den Abfluss verstopft.

Auf das Vlies geben Sie dann Ihr Substrat, dabei sollten noch einige Zentimeter bis zum oberen Topfrand frei bleiben. Hier haben Sie Luft für Gießwasser und eine Mulchschicht (Link).

Die richtige Erde für den Balkongarten: Selbst mischen oder kaufen

Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe müssen an die Wurzeln, damit Ihre Pflanzen gut wachsen können. Damit das reibungslos funktioniert, brauchen Sie gute Erde. Ihr Substrat für den Balkongarten sollte luftig und nährstoffreich sein, es kommt auf eine gute Mischung und Konsistenz an – da sieht man mal, wie aufwendig es ist, Natur zu simulieren. Um an den passenden Nährboden zu kommen, haben Sie zwei Möglichkeiten: fertig gekauftes Substrat oder eine selbst zusammengestellte Mischung.

Kaufen: Im Baumarkt oder Gartencenter bekommen Sie torffreie Bio-Erde, in der Ihre Pflanzen gut wachsen können.

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  • Pro: Sie bekommen viele Varianten an spezialisierten Substratmischungen (zum Beispiel magere Kräutererde, Jungpflanzenerde, nährstoffreiche Erde für Starkzehrer wie Tomaten). Die Mischung enthält bereits die richtige Dosis Dünger und ist leichter als Gartenerde, was wiederum gut für die Gewichtsbilanz auf Ihrem Balkon ist.
  • Contra: Das gekaufte Substrat hält meist nur eine Erntesaison und muss danach entsorgt werden. Das sorgt für mehr Arbeit und kann mit der Zeit ins Geld gehen.

Selbst mischen: Nehmen Sie 3-5 Teile Gartenerde, 1 Teil reifen Kompost und 1 Teil Bims, und schon ergibt das ein tolles Substrat.

  • Pro: Sie können das Substrat mehrere Jahre nutzen, wenn Sie eine sinnvolle Pflanzenfolge einhalten.
  • Contra: Gartenerde ist vergleichsweise schwer (ein Liter wiegt 1,5 kg) und kann unerwünschte Bewohner enthalten, wie beispielsweise andere Pflanzensamen oder Schneckeneier.

Booster für die Ernte: Vom Düngen und Mulchen

Damit alles wächst und gedeiht, braucht Ihr Balkonparadies natürlich auch die richtigen Nährstoffe in Form von Dünger. Dazu lohnt es sich zu wissen, dass man im Pflanzenreich von Schwach-, Mittel-, und Starkzehrern spricht. So sind Kräuter beispielsweise genügsam und wollen nicht so viel Dünger, Karotte und Kartoffel haben einen ausgewogenen Bedarf, und Tomaten, Kürbisse und Zucchini zählen zu den hungrigen Starkzehrern.

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Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten: Selber kaufen oder selber machen. Kaufen Sie entweder einen hochwertigen Bio-Dünger oder nutzen Sie Pflanzenjauche oder einen Wurmkompost, um hausgemachte Nährstoffe unter das Pflanzenvolk zu bringen.

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Um Ihre Obst- und Gemüsepflänzchen restlos glücklich zu machen und sich sogar etwas Gießarbeit zu sparen, lohnt sich das Mulchen. Mulchist eine Schicht aus Heu oder Stroh (das gibt's zum Beispiel beim Bio-Bauern oder auch in der Kleintierhandlung), wilden Pflanzenwie beispielsweise Brennnesseln oder Löwenzahn (die Sie trocknen und zerkleinern) oder auch in Streifen geschnittenes Zeitungspapier. Geben Sie den Mulch auf das Substrat und besprühen Sie ihn mit Wasser oder packen etwas Erde darauf, damit der praktische Belag sich nicht in alle Winde zerstreut. Als Mulch für Kräuter eignet sich Kies, Bims oder Lava.

Und warum das Ganze? Die Erde bleibt schön feucht und Sie müssen viel weniger gießen, da durch die Mulchschicht weniger Wasser über die Oberfläche verdunstet. Regen- und Gießwasser versickern außerdem langsamer in der Erde, was den Pflanzen ebenfalls gut gefällt.

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Balkongarten gießen: Wie viel muss sein?

Ach genau, da war ja noch was. Stimmt, die letzten Male hatte das mit den bunten Blumen auf dem Balkon nicht so gut geklappt, weil jemand vielleicht, nunja, das Gießen vergessen hatte. Aber wie viel muss es überhaupt sein?

Viel hilft viel – das gilt hier gerade nicht. Setzen Sie auf keinen Fall einfach alles unter Wasser, denn Pflanze und Substrat können nur begrenzt Wasser aufzunehmen. Anders als der richtige Garten erfordert ein Balkongarten daher häufigeres Gießen – Faustregel: je kleiner das Pflanzgefäß, desto öfter sollten Sie gießen.

Eine Ausnahme bildet ein Süd-Balkon im Sommer: Hier entwickelt sich höchstwahrscheinlich eine sehr große Hitze, was die armen Pflanzenfreunde gehörig mitnehmen kann. In so einem Fall helfen Sie tatsächlich am besten mit viel Wasser, am besten gießen sie sogar zweimal täglich. Sind die Pflanzen erst einmal ausgetrocknet, können sie Wasser noch schlechter speichern – dann ist es also zu spät.

Die beste Zeit zum Gießen ist übrigens morgens. Das beste Gießwasser ist das gute alte gesammelte Regenwasser. Wenn Sie lieber mit Leitungswasser gießen, dann sollte es am besten abgestanden und lauwarm sein.

Bewässerung: Selber kümmern oder System nutzen?

Vielleicht wollen Sie ein paar Tage wegfahren und keinen extra Pflanzensitter bestellen oder haben jetzt schon ein schlechtes Gewissen, weil Sie zur Vergesslichkeit neigen. Warum auch immer, wir alle wissen: manchmal klappt es einfach nicht mit dem regelmäßigen Gießplan. Aber keine Sorge, es gibt Wassersysteme, die Ihren Garten auch ohne Gießkanne versorgen.

Eine Möglichkeit ist ein sogenanntes Wasserbett. Es gibt Pflanztöpfe oder Hochbeete mit eingebautem Wasserspeicher, der Ihre Pflanzen problemlos für ein paar Tage versorgen kann. Eine andere Möglichkeit sind Gießkegel aus Ton. Die funktionieren prima in Kombination mit einer alten Wein- oder PET-Flasche als Wassertank.

Eine weitere Option sind die Blumat Gießkegel, die über einen Schlaucht mit Ihrem Wasserdepot verbunden sind. Der Gießkegel reagiert auf die Feuchtigkeit im Substrat und saugt entsprechend Flüssigkeit aus dem Tank. Pro-Tipp: Wenn Sie den Schlauch mit einer kleinen improvisierten Regentonne verbinden, bekommen Ihre Pflanzen auch noch leckeres Regenwasser. Win-win für alle Beteiligten.

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