Svartisen - Gletscherzunge Engenbreen

Reisetipp

Aktivurlaub, Natur- & Outdoor-Tipps

Svartisen - Gletscherzunge Engenbreen

Svartisen - Gletscherzunge Engenbreen: 5 Sterne bei 1 Bewertung

Der Svartisen ist nach dem Jostedalsbre der zweitgrößte Gletscher Norwegens. Er hat eine Fläche von 370 km², sein höchster Punkt liegt auf 1594m NN.

Vom Kystriksveien (RV 17) kann man beim kleinen Örtchen Holand mit der MS Isprins auf die andere Seite des Holandsfjord hinüber fahren und zur Gletscherzunge Engenbre wandern (alternativ kann man sich am Bootsanleger auch ein Fahrrad ausleihen und den Großteil der Strecke mit dem Rad zurücklegen). Die Gletscherzunge reicht bis wenige Meter oberhalb des Holandsfjords und ist damit der tiefstgelegene Gletscher auf dem europäischen Festland.

Am Gletschersee, ca. 1 km vom Bootsanleger entfernt, liegt die Brestua - ein Restaurant und Café mit schönem Blick auf die Gletscherzunge. Geöffnet vom 01. Juni - 1. September.

Vom 15. Mai bis zum 01. Oktober werden auch geführte Gletscherwanderungen angeboten. Anmeldung erforderlich. Preis 2009: 800 NOK pro Person (nähere Informationen auf der Homepage).

Die MS Isprins verkehrt je nach Saison und Wochentag zwischen 5 und 13 mal täglich zwischen Holand und dem Svartisen. Die Fahrt kostet hin und zurück für Erwachsene 110 NOK, für Kinder 60 NOK (Stand 2009). Die Überfahrt dauert ungefähr 10-15 Minuten.

Fahrradausleihe: 40 NOK für 3 Stunden, über 3 Stunden 60 NOK.

Die Entfernung vom Bootsanleger bis zum Eis der Gletscherzunge beträgt ca. 4 km, wobei man ungefähr die ersten 3 km auf einem breiten Fahrweg und somit auch mit dem Fahrrad zurücklegen kann.

Der Svartisen-Gletscher wird auch von Kreuzfahrtschiffen angefahren.

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Svartisen - Gletscherzunge Engenbreen: Bewertet mit 5 Sternen
    debby83 20.08.09

    Beeindruckendes Gletschererlebnis bei wechselhaftem Wetter

    Die kleine MS Isprins bringt uns um 16:15 Uhr über den Holandsfjord ans andere Fjordufer. Da unter den Fahrgästen auf dem Boot wohl auch Übernachtungsgäste sind, steht am Bootsanleger ein Bus bereit und auch wir dürfen kostenlos bis zur Brestua mitfahren.

    Kaum sind wir ausgestiegen und haben einen ersten kurzen Blick über den Gletschersee hinüber zur Gletscherzunge genossen, fängt es kräftig an zu regnen und wir beschließen den Schauer im Inneren der Brestua bei (ziemlich teuren) Waffeln und einer Tasse Kakao abzuwarten. Im ersten Stock des Holzhauses sitzt man sehr gemütlich und hat einen schönen Blick auf den Gletscher. Wir sind die einzigen Gäste.

    Kaum ist der Regenschauer vorübergezogen, machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Gletscher. Zunächst auf einem breiten Fahrweg, dann auf einem zu Beginn noch gut ausgebauten Pfad über den Fels. Doch auch dieser ist irgendwann zu Ende und bald weisen nur noch weiße Striche auf dem Fels den Weg zum Eis. Wer wirklich bis zum Rand der Gletscherzunge will, muss das letzte Stück über den Fels hinaufkraxeln.

    Da das letzte Boot zurück zur Straße schon bald fährt, haben wir leider nicht viel Zeit und da die Kraxelei bsi zum Eis doch etwas zeitaufwändiger ist, als es von unten aussieht (ca. 30 min ab Ende des Fahrwegs), schafft es nur mein Lebenspartner in der Kürze der Zeit bis ganz hinauf, während ich mich mit dem Blick aus einigen Meter Entfernung begnügen muss. Völlig fasziniert berichtet er mir vom blau des Gletschereises und der beeindruckenden Größe. Je näher man dem Gletscher kommt, desto mächtiger wird er.

    Während wir am Gletscher stehen, ziehen über den Fjord die nächsten Regenschauer heran. Ein faszinierendes Naturschauspiel, von dem wir aber zum Glück nur ein paar Tropfen abbekommen.

    Im Laufschritt geht es über den Fels zurück zum Fahrweg und über diesen zurück zur Bootsanlegestelle, die wir aber zum Glück noch rechtzeitig erreichen. Kaum sind wir dort angekommen, geht er der nächste Regenschauer über uns nieder, sorgt zum Abschied aber auch noch für einen besonderen Anblick: einen teils sogar doppelten Regenbogen direkt vor der Gletscherzunge.

    Während wir mit der letzten Fahrt der MS Isprins um 19:30 Uhr als einzige Passagiere zurück zur Straße fahren, fährt gerade ein großes Kreuzfahrtschiff in den Fjord ein: Die "Mein Schiff" von TUI. Einerseits sind wir froh den Gletscher noch völlig allein und ohne Touristenmassen erlebt zu haben, andererseits beneiden wir die Kreuzfahrttouristen ein wenig, denn das Wetter klart jetzt auf und der Gletscher leuchtet im Sonnenschein, der uns leider vorenthalten blieb.

    Fazit: Ein zwar relativ teures, aber faszinierendes Erlebnis für das man sich aber deutlich mehr Zeit nehmen sollte, als wir sie hatten.

    Noch ein Hinweis:
    Wer wirklich bis zum Eis will, der sollte möglichst festes Schuhwerk, am Besten Wanderstiefel dabei haben. Wer nur bis zur Brestua oder zum Ende des Fahrwegs möchte, braucht keine besondere Ausrüstung.

    Wie immer gilt natürlich: Ich freue mich, wenn ihr den Tipp mit euren Erfahrungen und Fotos ergänzt. War vielleicht jemand vor einigen Jahren am Gletscher und hat Fotos, die man mit denen von 2009 vergleichen kann, um zu sehen wie stark die Gletscherzunge sich in den letzten Jahren verändert hat?

    Bilder von debby83 zu Svartisen - Gletscherzunge Engenbreen

Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Svartisen - Gletscherzunge Engenbreen 5.00 1

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps