Küste zum Verlieben Zehn Strände, die Südfrankreich unvergesslich machen

Badeparadies zwischen Felswänden: Die Calanque d’En-Vau gilt als einer der schönsten Strände in Südfrankreich
Badeparadies zwischen Felswänden: Die Calanque d’En-Vau gilt als einer der schönsten Strände in Südfrankreich
© marako85 / Adobe Stock
Azurblaues Meer, duftende Pinienhaine, Traumbuchten: An dieser Küste wird aus Badeurlaub eine Liebeserklärung ans Meer. Wir stellen die zehn schönsten Strände in Südfrankreich vor

Auf einer Länge von 650 Kilometern erstreckt sich die Mittelmeerküste Südfrankreichs – von der rauen Felsküste der Côte Vermeille über die Dünenlandschaften in Okzitanien bis hin zu den glamourösen Promenaden der Côte d’Azur. Die schönsten Badestellen in Südfrankreich überzeugen mit Sandstränden, umrahmt von Pinienwäldern, und Kieselstränden mit glasklarem Wasser. Hier findet jeder den perfekten Ort für eine Auszeit am Meer. Wir stellen unsere Favoriten vor: 

Calanque d’En-Vau: Baden zwischen spektakulären Felsen

Diesen Strand muss man sich erarbeiten, doch es lohnt sich! Die Calanque d’En-Vau liegt zwischen Cassis und Marseille im Nationalpark Calanques. Calanques sind fjordartige, schmale Buchten mit steilen Kalksteinwänden. Dort ist das Meer besonders klar und türkis, was im starken Kontrast zu den hellen Felswänden steht.  

Die Bucht ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Kajaks können beispielsweise in Port-Miou bei Cassis gemietet werden. Von dort startet auch die Wanderung zum Strand. Sie dauert zwischen ein und 1,5 Stunden. Wer den Weg auf sich nimmt, sollte unbedingt festes Schuhwerk einpacken und ausreichend Verpflegung mitnehmen. Vor Ort bietet sich dann ein einzigartiger Ausblick: Der Kieselstrand gilt als einer der schönsten Strände in Südfrankreich. Er ist eingebettet zwischen schroffen Felswänden und Pinienbäumen, das türkisblaue Meer lädt zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Wer möglichst viel Sonne mitnehmen und Touristenmassen vermeiden möchte, besucht die Bucht schon am frühen Morgen.

Hinweis: In den Sommermonaten kann der Wanderweg zum Strand zeitweise wegen Waldbrandgefahr gesperrt sein. Prüfen Sie bei einem Besuch daher vorab die Begehbarkeit.

Plage de l'Almanarre: Zwischen Kites und Flamingos

Bei ordentlich Wind kann man am Plage de l’Almanarre beobachten, wie die Kitesurferinnen und Kitesurfer sich über die Wellen tragen lassen
Bei ordentlich Wind kann man am Plage de l’Almanarre beobachten, wie die Kitesurferinnen und Kitesurfer sich über die Wellen tragen lassen
© minicel73 / Adobe Stock

Die mittelalterliche Hafenstadt Hyères an der Côte d’Azur bietet nicht nur gemütliche Gassen, süße Lädchen und leckeres Essen, sondern gilt vor allem auch als Wassersportparadies. Kein Wunder, schließlich liegen zu ihren Füßen einige der schönsten Strände in Südfrankreich. Am Plage de l’Almanarre auf der Halbinsel Giens trifft man auf zahlreiche Kitesurferinnen und Kitesurfer. Bei Westwind bietet das Meer perfekte Bedingungen, um sich mit Brett und Kiteschirm über die Wellen tragen zu lassen und dabei das unvergleichliche Gefühl von Freiheit zu spüren. Bei Ostwind hingegen ist es in der Bucht angenehm ruhig, sodass auch Kinder gut im flachen Wasser spielen können.

Hinter dem Strand erstreckt sich noch ein weiteres Naturparadies, denn der Plage de L’Almanarre grenzt an die vier Kilometer lange Salzstraße, die auch an den Salinen von Pesquiers vorbeiführt. Heute leben hier in einem Schutzgebiet unzählige Vogelarten, die die Besucher*innen auf ornithologischen Führungen beobachten können. Die größte Artenvielfalt herrscht Mitte April. Eine Tierart ist dabei stets der Star: Die rosafarbenen Flamingos, die durch das Wasser waten und nach Nahrung suchen. 

Plage de Notre Dame: entschleunigen auf der Insel Porquerolles

Auf der malerischen Insel Porquerolles fahren keine Autos. Nur per Boot, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreicht man den Plage de Notre Dame   
Auf der malerischen Insel Porquerolles fahren keine Autos. Nur per Boot, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreicht man den Plage de Notre Dame
 
© Thierry Hoarau / Adobe Stock

Vor der Küste der Hafenstadt Hyères liegen mehrere Inseln, die alle einen Besuch wert sind. Für Strandurlaub in Südfrankreich eignet sich besonders die Insel Porquerolles. Per Boot oder Katamaran lässt sich das Paradies im Mittelmeer gut erreichen. Dort fahren keine Autos, weshalb Strecken entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Auf der Insel befinden sich außerdem einige der schönsten Strände in Südfrankreich. 

Unser Tipp: der Plage de Notre Dame – ein 800 Meter langer Sandstrand mit angrenzendem Pinienwald. Vom Hafen in Porquerolles braucht man für die drei Kilometer mit dem Fahrrad rund 20 Minuten, zu Fuß dauert es 45 Minuten bis eine Stunde. 2015 wurde dieser Strand von der europäischen Organisation zur Förderung von Kultur und Tourismus in Europa zum "schönsten Strand Europas" gewählt. Noch heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv. 

Plage des Sablettes: Stadtstrand vor bunter Kulisse

Das bunte Städtchen Menton überzeugt nicht nur als Fotomotiv, sondern auch mit seinem Stadtstrand Plage des Sablettes
Das bunte Städtchen Menton überzeugt nicht nur als Fotomotiv, sondern auch mit seinem Stadtstrand Plage des Sablettes
© Kirk Fisher / Adobe Stock

Kaum ein Ort an der Côte d’Azur mutet mehr wie ein Postkartenmotiv an als die bunte Stadt Menton, auch bekannt als "Stadt der Zitrone". Menton galt im 19. Jahrhundert als führende Region für die Zitronenproduktion, noch heute bekommt man hier besonders leckere Zitronen mit wenig Säure. Ein Highlight ist das alljährliche Zitronenfest, das von Mitte Februar bis Anfang März gefeiert wird. Im Sommer tummeln sich die Menschen wiederum am stadteigenen Strand, dem Plage des Sablettes. Der liegt am Fuße der rot-, orange- und gelbfarbenen Altbauten.

Doch nicht nur die Kulisse ist eindrucksvoll, das flache Ufer ist ideal für Familien. Im Kiesel-Sand-Mix können die Kleinen wunderbar spielen und buddeln. Zwischendurch geht es für eine Abkühlung ins seichte Wasser. Die Erwachsenen können sich in den Cafés rundherum ein Getränk oder Gebäck holen. Toiletten und Duschen machen den Aufenthalt besonders angenehm. Nach einem langen Tag am Strand schlendert man noch über die Promenade, die 2019 komplett erneuert wurde. Dort befindet sich nun eine Fußgängerzone mit Geschäften, Restaurants und Bars. Perfekt, um den Sonnenuntergang am Wasser zu genießen.

Plage de l’Espiguette: Dünen, so weit das Auge reicht

Der Plage de l’Espiguette eignet sich perfekt für Strandurlaub in Südfrankreich, denn hier gibt es zehn Kilometer feinsten Sandstrand
Der Plage de l’Espiguette eignet sich perfekt für Strandurlaub in Südfrankreich, denn hier gibt es zehn Kilometer feinsten Sandstrand
© Copyright: xDreamstimexBarmalini / imago images

Sand, so weit das Auge reicht: Die Dünenlandschaft am Plage de l’Espiguette befindet sich nahe der Gemeinde Le Grau-du-Roi. Sie gehört zur Region Okzitanien, die sich von den Pyrenäen an der spanischen Grenze bis zum Mittelmeer erstreckt.

An diesem Strand begrüßt einen die nahezu unberührte Natur. Egal, wohin man schaut, überall ist Sand. Und der lädt nicht nur zum Verweilen, sondern auch zu einem Strandspaziergang ein. Insgesamt ist der Plage de l’Espiguette zehn Kilometer lang mit bis zu zwölf Meter hohen Dünen.

Letztere dürfen allerdings nicht betreten werden, um Flora und Fauna zu schützen. Denn in dem Naturschutzgebiet leben viele Zugvögel, die am Boden nisten, wie zum Beispiel einige Sandregenpfeiferarten. Hunde müssen daher auch an der Leine bleiben, Besucher sollten die markierten Wege nicht verlassen. 

Tipp: Wer weit nach Süden läuft, hat oft ganze Strandabschnitte für sich. 

Plage de Pampelonne: Plantschen wie die Reichen und Schönen nahe Saint-Tropez

Am Plage de Pampelonne bei Saint-Tropez ist immer etwas los – ob beim erfrischenden Bad im klaren Wasser oder beim Aperol in einem der Beachclubs, hier kommt jeder auf seine Kosten
Am Plage de Pampelonne bei Saint-Tropez ist immer etwas los – ob beim erfrischenden Bad im klaren Wasser oder beim Aperol in einem der Beachclubs, hier kommt jeder auf seine Kosten
© C.WILL / Adobe Stock

Saint-Tropez ist bekannt als Metropole der Reichen und Schönen an der Côte d’Azur. Hier liegen Yachten im Hafen, Luxusautos und teure Boutiquen zieren das Stadtbild. Doch manchmal besteht wahrer Luxus einfach nur darin, seine Füße in den warmen Sand zu graben, die Sonne im Gesicht zu spüren und aufs Meer zu schauen. Und auch das findet man in Saint-Tropez – und zwar am Plage de Pampelonne.

Er gilt als einer der berühmtesten und schönsten Strände in Südfrankreich und ist in fünf Abschnitte unterteilt, die jeweils eine eigene Zufahrtsstraße haben. Hier findet man den perfekten Mix aus Entspannung und Trubel. Vor allem morgens ist es noch ruhig und fast verschlafen. In der Luft liegt der Duft von Pinienwäldern und Salz. Im Laufe des Tages nimmt der Trubel zu, wenn die Yachten anlegen und die Bars, Beachclubs und Restaurants eröffnen. Auch Wassersportfans kommen hier nicht zu kurz: Es gibt Bootstouren, man kann Jet-Ski ausleihen, Wakeboard fahren oder Stand-Up-Paddling ausprobieren.

Plage de la Mala: klein, aber fein

Der Plage de la Mala ist eine kleine Oase am Meer und bietet eine Mischung aus Sand- und Kiesstrand
Der Plage de la Mala ist eine kleine Oase am Meer und bietet eine Mischung aus Sand- und Kiesstrand
© James / Adobe Stock

Zwischen Nizza und Menton befindet sich ungefähr in der Mitte das Cap d’Ail mit einem der schönsten Strände der Region. Der Plage de la Mala ist mit nur 200 Meter Länge klein, aber fein. Man erreicht ihn entweder per Boot oder zu Fuß. Vom Bahnhof Cap d’Ail führt ein Küstenweg über rund 850 Meter dorthin. Für die Strecke braucht man je nach Tempo zehn bis 15 Minuten. Vor Ort erstreckt sich der Strand entlang einer begrünten Bucht. Felsen ragen rechts und links in den Himmel, und das türkise Wasser schwappt an den Strand. 

Der Plage de Mala bietet eine Mischung aus Sand- und Kiesstrand. Im klaren Wasser kann man wunderbar schnorcheln oder schwimmen, wer sich in der Sonne entspannen will, mietet eine Sonnenliege oder nimmt in einem der beiden Strandrestaurants Platz, die auch jeweils über einen privaten Strandabschnitt verfügen, es gibt aber auch einen öffentlichen Bereich, um sein Handtuch auszubreiten.

Calanque de Mugel: besondere Ausblicke im Nationalpark

Die Calanque de Mugel bietet verschiedene fjordartige Buchten mit klarem Wasser, das sich von den hellen Felswänden abhebt
Die Calanque de Mugel bietet verschiedene fjordartige Buchten mit klarem Wasser, das sich von den hellen Felswänden abhebt
© RomainQuéré / Adobe Stock

In der Nähe von Cassis, im östlichen Teil des Nationalparks Calanques, befindet sich die Calanque de Mugel. Sie unterteilt sich in die Strände Le Petit Mugel und Le Grand Mugel. Während man zu anderen Calanques oft lange wandern muss, sind diese beiden Buchten leicht zugänglich.

Der Kieselstrand von Le Petit Mugel, dem kleineren der beiden, bietet besonders klares Wasser und ein ruhiges Ambiente. Le Grand Mugel ist belebter. Hier befindet sich auch ein Restaurant.

Wer die Umgebung der Calanques erkunden will, kann den zwölf Hektar großen botanischen Park besuchen. In dem Parc de Mugel wachsen seltene Pflanzen sowie unterschiedlichste Bäume, darunter Kastanien, Johannisbrotbäume, Lorbeerbäume und Strandkiefern. Den besten Ausblick auf das Meer hat man von einem 82 Meter hohen Aussichtspunkt. Der Weg nach oben ist allerdings eher steil, daher ist festes Schuhwerk von Vorteil.

Plage de l’Estagnol: ein flacher Strand für Familien

Durch sein flach abfallendes Ufer ist der Plage de l’Estagnol optimal für Kinder geeignet
Durch sein flach abfallendes Ufer ist der Plage de l’Estagnol optimal für Kinder geeignet
© imageBROKER / Daniel Schoenen / mauritius images

Wer Strandurlaub in Südfrankreich machen möchte, sollte unbedingt den Plage de l‘Estagnol bei Bormes-les-Mimosas besuchen. Der weiße Sandstrand liegt in einer geschützten Bucht mit Pinienwäldern. Da das Wasser hier sehr flach ist, eignet er sich besonders gut für Familien mit Kindern. Vor Ort gibt es ein Restaurant, einen Strandshop, und es können Kajaks und SUP-Boards ausgeliehen werden.

Der Strand liegt rund sieben Kilometer vom Stadtzentrum von Bormes-les-Mimosas entfernt. Wer mit dem Auto anreist, findet in der Nähe einen kostenpflichtigen Parkplatz. Der Plage de l’Estagnol ist aber auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. 

Plage d'Èze-sur-Mer: Kiesstrand für Sonnenanbeter

Türkisblaues Wasser vor einer einzigartigen Felskulisse findet man am Plage d‘Èze-sur-Mer – auch ein Besuch im nahegelegenen Dorf lohnt sich
Türkisblaues Wasser vor einer einzigartigen Felskulisse findet man am Plage d‘Èze-sur-Mer – auch ein Besuch im nahegelegenen Dorf lohnt sich
© mihai bologa / Shutterstock

Der Plage d‘Èze-sur-Mer liegt zu Füßen des mittelalterlichen Dorfes Èze an der Côte d'Azur. Es befindet sich direkt an der Küstenstraße zwischen Nizza und Monaco und ist somit ideal angebunden. Der Ort Èze ist ein Highlight für sich mit seiner schönen Altstadt mit kleinen Gassen, die auf einem Hügel über dem Meer thront. Sehenswert ist der Jardin Exotique, und auch der Blick auf die Bucht lohnt sich.

Nach einem Besuch im Ort geht es runter zum Strand. Den Plage d‘Èze-sur-Mer erreicht man am besten zu Fuß – vom Bahnhof in Èze sind es nur rund 300 Meter. Parkplätze sind in der Gegend begrenzt.

Der Strand eignet sich optimal für alle, die sich bräunen wollen, denn hier gibt es wenig Schatten. Es empfiehlt sich also, einen Sonnenschirm mitzunehmen. Und wie an vielen Kieselstränden sind Wasserschuhe ein Muss, um bequem ins Meer zu gelangen. Das Wasser ist hier so klar, dass man wunderbar schnorcheln und dabei die Unterwasserwelt entdecken kann. Im Vergleich zu den Nachbarstränden führt dieser Strandzugang eher an einen ruhigen Ort. Optimal für Menschen, die Entspannung abseits der Massen suchen.