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GEO-Wettbewerb: Gesucht: 12 aus 20 Finalisten

Endspurt im europaweiten Illustrationswettbewerb von GEO und der europäischen Raumfahrtorganisation ESA. Im Februar hatte GEO dazu aufgerufen, auf Satellitenbildern der Erde mit künstlerischen oder grafischen Mitteln "Spuren der Menschheit" freizulegen. Wählen Sie jetzt Ihren Favoriten aus den besten 20 Einsendungen!

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Polder - land reclamation and land use in the Netherlands
© European Space Imaging / DigitalGlobe / M. Schulze
Polder - land reclamation and land use in the Netherlands
Das Satellitenbild zeigt die aktuelle Küste des Wattenmeers in Warffum (Niederlande). Anhand des Bildes ist deutlich zu sehen, welche Konsequenzen die bisherigen Eingriffe der Menschen in diesem Gebiet nach sich ziehen. Das Bild zeigt durch das Durcheinander des Meeres im Vergleich zur rationalen Ordnung der Siedlungen den Kontrast zwischen Natur und Mensch. Das wilde Wattenmeer wird langsam aber sicher in eine klar strukturierte Salzmarsch verwandelt, was man unter anderem an den rechteckigen Feldern sieht, die zwischen Meer und Siedlung liegen. Der Kampf zwischen Natur und Mensch wird auch durch die ersten Deiche und Polderfelder gezeigt, die in einer klaren Linie an der Küste entlanglaufen und sichtlich durch Menschenhand entstanden sind. Hinter ihnen ist mit ihrer matten, weißen und grauen Farbe deutlich die Siedlung zu erkennen. Durch den Kontrast zwischen dem Blau und Grün des Wattenmeers und dem Grau und Weiß der Siedlung kann man erahnen, was an Schönheit verloren geht, wenn die Menschheit weiterhin ohne Rücksicht in die Natur eingreift.

The satellite image shows the current coastline andWadden Sea in Warffum, Netherlands. In this picture it's very easy to see the different steps of human intervention and to anticipate the coming developments and what the future landscape and land use will look like. Here the natural complex and floating forms of the North Sea contrast with the orthogonal and rational human structures. The archetypal wild Wadden Sea is slowly being transformed into a saltmarsh. The rectangularshaped bed structure is even visible within the water. Different shades of green indicate the different levels of development. The ongoing fight between nature and humankind is visible and perceivable. The first dyke-line forms a sharp and distinct cut into this landscape. The polder fields south of the dyke are used for agriculture and are built by rational parameters. Humankind conquers and domesticates nature. Behind the second dyke-line, orthogonal and rational textures define the polder-landscape. Farms and small villages assemble and grow quickly. The inverse illustration (intensive colors for the natural sea and low intensity of color for the human formed structures) offers the possibility to play the guessing game of how the Wadden Sea in Warffum has looked in the past, how it will be transformed and what it will look like in future.
Drafted free lands
© ESA / I. Holndonner
Drafted free lands
Die Illustration zeigt zwei unterschiedliche, landformende Mächte. Auf der einen Seite steht das holländische Wattenmeer, das durch Erosion, Verlegung und Sedimentation das Gelände formt. Auf der anderen Seite steht der Mensch, der sich durch das Anlegen von Deichen und Feldern das Land zu Eigen macht. Durch das Satellitenbild betrachtet, erkennt man sehr gut, dass der Mensch mit seinen Mitteln erfolgreicher ist als die Natur, denn fast überall verzieren grün-gelbe Felder die Küste. Der Übergang zwischen Skizze und Foto in der Illustration soll den Übergang zwischen den vom Menschen erschaffenen und den von der Natur erschaffenen Gebieten zeigen. So schreibt beispielsweise Johann-Wolfgang von Goethe in seinem berühmten Drama Faust II „Solch ein Gewimmel möcht‘ ich sehn, Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn" (11579-11580). Auf diese Zeilen bezieht sich auch der Titel der Illustration - auf die Menschen, die an den Küsten leben und immer den Kampf zwischen ihrem Land und dem Meer vor Augen haben.

The illustration shows the opposite of two landforming powers at the Dutch Wadden Sea: On one side, is the sea, which shapes the islands through the erosion , transference and sedimentation of material; on the other side you can see the reclaimed land with its colourful fields beyond the dike - evidence of human intervention . The appearance of the agricultural land plots shows the sketched and constructed character of the coastal landscape. Their manmade character is remarkable and very visible, especially from a satellite perspective. My illustration tries to point out this modification of the landscape and the transition from a human-influenced to a nature-influenced space by showing a transition from a draft to a photo. This theme of reclamation has always influenced and impressed visitors, for example authors like Goethe, who wrote about the reclaiming of land in his famous drama Faust II: "I wish to gaze again on such a land, free earth: where a free race, in freedom stand" (11579–11580). The title of the illustration refers to this line and should be taken as an homage to the people living on the coast and always having the struggle of the sea against their lands right before their eyes.
Plants of the bleeding Earth
© Astrium GEO-Information Services / T. Stephanowitz
Plants of the bleeding Earth
Hier ist die größte Kupfermine der Welt in Chuquicamata (Chile) zu sehen. Aus dem größten von Menschen geschaffenen Loch der Welt wurden bisher 2,3 Milliarden Tonnen Kupfererz gefördert (Stand: 2005). Ein Großteil des von uns verwendeten Kupfers stammt aus Chuquicamata. Das Kupfer wird in vielen technischen Geräten verwendet. Mit dem Kauf dieser Geräte fördern wir den umweltzerstörenden Abbau nur noch mehr. Doch auch aus solch einer Mondlandschaft kann mit viel Mühe wieder ein Naturparadies werden, wie wir aus dem Braunkohleabbaugebiet Lausitz in Deutschland wissen.

Here you can see the largest copper mine of the world in Chuquicamata in the Atacama desert in Chile. 2,3 billion tons of copper ore were quarried in the world's biggest human-induced hole - most of the copper which we use is from Chuquicamata. The copper is used in a lot of electronic equipment and if we buy this equipment, we promote ecological destruction in Chuquicamata. But if we concentrate our efforts , this moonscape can become a natural paradise, as we know from the Lausitz brown coal area in Germany.
Brazilian scars
© European Space Imaging / DigitalGlobe / M. Schulze
Brazilian scars
Es ist nicht nur eine Spur, sondern eine Narbe, die von Menschen erschaffen wurde. Das Bild zeigt einen tiefen, 350 km langen Einschnitt im brasilianischen Regenwald, der durch massive Abholzung geschaffen wurde. Das Gebiet befindet sich in der Nähe der Stadt Santarém und des Flusses Rio Tapajós. Die goldenen Linien und Punkte markieren Städte, Straßen und abgeholzte Felder und zeigen den zerstörerischen Einfluss des Menschen auf den Regenwald. Der Flussnebenarm windet sich schlangenartig durch den Regenwald und zeigt den Kontrast zwischen Mensch und Natur. Die Siedlungen sind strukturiert, gerade und ohne Rücksicht gebaut. Kommerzielles Abholzen, Sojabohnen-Produktion, Ackerbau und Rinderhaltung sind die Hauptgründe warum der Regenwald abgeholzt wird. Die Konsequenzen dieser Aktionen sind unter anderem der Verlust von Artenvielfalt, das Aussterben von Tieren und Pflanzen, ein CO2-Anstieg in der Atmosphäre sowie Erderosion.

It's not a trace - it's a scar. The picture shows a deep, 350 km-long gash in the Brazilian rainforest resulting from the enormous deforestation close to the city Santarém and the river Rio Tapajós which can even be seen from space. The golden lines and plots are marking cities, roads and deforested fields reveal the traces of humankind in the reddish-coloured rainforest. Along a main vein, side branches of up to 60 km length are reaching into the rainforest and are creating the typical zig-zag pattern. Human structures and configurations are clashing with natural homogeneity and floating forms. Commercial logging for exportation, soy bean farming and cattle ranching are the most significant reasons for the lumbering within the tropical forest. The consequences of rainforest deforestation include the loss of biodiversity by extinction of plants and animals as well as the release of carbon dioxide into the atmosphere and soil erosion.
Vision of an initial colonization nearby Ma'adim Vallis on planet mars
© ESA / German Aerospace Center / DigitalGlobe / S. Schmidt
Vision of an initial colonization nearby Ma'adim Vallis on planet mars
Beim Begriff "Spuren der Menschheit" musste ich automatisch an "Terraforming" denken bzw. an etwas Ähnliches, das uns dabei hilft, die großartigen und fantastischen Möglichkeiten zu nutzen die uns die Wissenschaft und Technologie geben, um eines Tages den Mars zu besiedeln. Als großer Science-Fiction Fan mag ich die Vorstellung von "Terraforming". Dies bedeutet, dass man einen Planeten mittels Technologie bewohnbar macht. Mit der Zeit wurde mir klar, dass dies die beste Möglichkeit ist Spuren der Menschheit darzustellen - und welcher Planet eignet sich dazu besser als der Mars? Besonders jetzt, wo wir ihn immer mehr untersuchen. Ich habe deshalb angefangen das Thema Terraforming auf dem Mars zu recherchieren, und mir ist bewusst geworden, dass der aktuelle Klimawandel sehr vergleichbar mit dem theoretischen Konzept von Terraforming ist. In Anbetracht der ökologischen Zerstörung auf der Erde, die als Konsequenz des Klimawandels entsteht, war mir diese Methode dann doch zu zynisch. Meiner Ansicht nach haben wir genug Wissen über die Folgen unserer Taten, um sie nicht noch einmal zu wiederholen. Außerdem bin ich überzeugt, dass in Bezug auf Fortschritt Inspiration besser ist, als Verzweiflung. Ich weiß natürlich, dass es momentan aus verschiedenen Gründen wie Umweltanforderungen, einem nicht existenten magnetischen Feld und vor allem technischen Defiziten Terraforming des Mars nicht möglich ist. Trotzdem begeistert mich die Idee einer menschlichen Siedlung auf dem Mars - und wer weiß was die Zukunft noch bringt? Aus diesem Grund habe ich dieses Bild erstellt, das eine utopische Zukunft mit fortgeschrittenen Spuren der Menschheit auf einem erdähnlich veränderten Planeten zeigt. Um beim Betrachter den Eindruck zu erwecken, dass dieses Bild auf dem Mars ist, habe ich eine frühe Form des planetarischen Kolonialismus um die Kraterseen eingefügt.

As the term "traces of mankind" came to me the first time, I automatically thought of "terraforming" or something similar which could help to visualize the great and fascinating opportunities provided by science and technology and what they perhaps could make possible one day. As a big fan of science fiction I really like the notion of "terraforming" as a concept of making another planet inhabitable by technology. It became more and more clear to me that this might be the best thing to visualize human traces. And which planet would be better suited for that than Mars? I did some research on this theme, especially the subject of terraforming Mars. I am aware that our current ongoing climate change is quite comparable to the theoretical concept of terraforming but considering ecological destruction as a way of human traces was just too cynical for me. I think that we have sufficient good knowledge about our problems today and I am also convinced that it is better to choose inspiration before desperation. Of course I know that transforming a whole planet - besides all the environment-specific conditions (such as i.e. trying to establish a suitable atmosphere on Mars without any existing geomagnetic field) - is in fact just way too complex related to any possible technological and economic capabilities mankind might ever have. However, I like the idea of a human outpost on Mars and after all: who knows what the future holds? So I created this illustrative view of an utopian future of a more advanced mankind and the traces which it could leave on the martian surface by transforming the planet into a kind of second earth. To finally ensure that the viewer can immediately detect that it is about Mars, I decided to give an impression of an early stage of colonization within the context of terraforming.
Part 1 - 3
© European Space Imaging / DigitalGlobe / N. Prinz
Part 1 - 3
Das Satellitenbild zeigt das ländliche Bayern, wo ich den Großteil meiner Kindheit verbracht habe. Die Landschaft ist durch die Landwirtschaft strukturiert und Felder und Wälder sind durch und Straßen, Dörfern und traditionelle Erbschaftslinien aufgeteilt. Die Formen der Strukturen die in meinem ersten Teil entstanden sind, sind interessant, denn sie sind organisch ausgelegt, dynamisch, statisch, wild, groß, klein, logisch - und zwar weil sie all dies auf einmal sind. Die Gründe dieser Strukturen resultieren zwar manchmal aus der Natur aber meist sind sie Spuren der Menschheit. Wenn man nur die Formen sieht kann man ihre Herkunft nicht mehr nachvollziehen, sie sehen einfach nur komisch aus. Die Menschheit hinterlässt in der Natur lustige Gestalten. Jedes Mal wenn ich ein Bild betrachte, versuche ich etwas Besonderes darin zu finden. So wie in diesem Fall, wo ich viele lustige Tiere und Monster gefunden habe.

The satellite image shows a rural area in Bavaria where I spent a big part of my childhood. The natural landscape is structured by agriculture, the fields and forests are divided by streets, villages and the traditional division that used to happen for inheritance. The forms that develop from the structure I traced in part one are interesting. They are organically constructed, dynamic, static, wild, big, small, logical - all together at the same time . The reasons for these forms are sometimes caused by nature, but mostly they are traces of humankind. If you only see the forms, they do not explain their origin, they just seem strange . The traces of humankind leave curious shapes in nature. Every time I see an interesting abstract form I try to find something concrete in it, and in this case I saw a lot of funny animals and monsters.
Fortschritt
© ESA / C. Ott
Fortschritt
Mein Bild zeigt eine Gegenüberstellung von Natur und Kultur, sowie eine künstlerische Interpretation der Kultivierung der Erde durch den Menschen. Optisch verdeutlicht wurde dieser Gegensatz außerdem durch das Zusammenspiel aus Farb- und Schwarz-Weiß-Bildern. Der gezeigte Planet setzt sich aus Bildern beeindruckender Naturaufnahmen/Naturwunder zusammen und stellt die Welt unberührt von menschlichem Einfluss dar. Die Figur ist humanoid dargestellt, jedoch entfremdet, möglicherweise sogar beängstigend; sie soll die übergeordnete menschliche Kraft symbolisieren, welche Wachstum und damit gesteigerte Besiedlung und Kulturschaffung immer mehr vorantreibt. Herz, Augen und Adern dieses Wesens sind nächtliche Aufnahmen hell erleuchteter Städte - die Elektrizität fließt also als Blut durch den Körper des Kulturwesens. Das Fortschreiten der Figur oder eben der Fortschritt zeigt die kumulative Städteentwicklung und das Aufstreben der vom Menschen errichteten Kultur. Aus den Schritten dieser Gestalt entstehen Hochhäuser symbolisch für die höchsten und modernsten Bauwerke und die architektonischen Errungenschaften der Menschheit. Zusammengefügt sind diese wild durcheinander gewürfelten Gebäude aus Bildern von Großstädten unter anderem Rom mit dem Kolosseum als einem der Weltwunder, sowie Dubai mit dem derzeit höchsten Gebäude der Welt. Sie verdeutlichen den (Fuß)Abdruck, den der Mensch hier auf Erden hinterlässt. Deutlich erkennbar zieht dieser Einfluss jedoch seine Spuren auf diesem Planeten nach sich, durch Risse dargestellt, die eigentlich das unberührte Amazonasgebiet wiedergeben und nun zweckentfremdet Brüche in der Natur veranschaulichen. Dies ist mein persönliches Statement zu den Spuren die der Mensch auf der Erde hinterlässt und zu den Folgen, die dies nach sich zieht, aber eben auch den Leistungen, die wir vollbracht haben und der Nachwelt hinterlassen können.

My picture shows the comparison between nature and culture as well as an artistic interpretation of the cultivation of earth by mankind. The comparison is optically enhanced through the interaction between colour and black and white images. The planet is put together from a series of impressive images displaying natural wonders and the beauty of the natural world and displays a world oblivious to human influence. The figure is human but alienated and possibly even frightening – it symbolizes the superior human power that made expansion, colonization and cultivation possible. The heart, eyes and veins of the being are nightly images of brightly illuminated cities – so that the electricity is the blood of the being. The advancement of the being, meaning progress itself, shows the cumulative industrialization and the advancement of human civilization. Out of the footprints the being has left behind, skyscrapers symbolizing the highest and most neoteric structures have emerged. The images of buildings are taken from major cities around the world and depict structures such as the Collosseum in Rome and the Burj Khalifa in Dubai. They enhance the footprint that humankind is leaving on the earth. This influence leaves clearly visible traces behind, which are shown by the deep craters that make their way through the still untouched region (depicted by the Amazon). This is my personal statement concerning the traces and consequences that humanity has inflicted upon earth – but this also includes the accomplishments we have left behind.
Created Clearing
© ESA / P. Hoefl
Created Clearing
Die Oberfläche der Erde hat sich in den letzten Jahrzehnten durch die technischen Mittel, die dem Menschen erlauben massiv in die Natur einzugreifen, stark verändert. Meistens wird in die Natur eingegriffen, um eine verbesserte Lebensqualität zu schaffen zum Beispiel durch Verbesserung der Infrastruktur, Erweiterung der Felder für den Ackerbau, Bergbau, Energieproduktion und so weiter. Oft sind diese Eingriffe jedoch schädlich für die Umwelt und können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Durch Satellitenbilder haben wir die Möglichkeit zukünftige Bauprojekte und Eingriffe in die Natur im Voraus zu visualisieren und Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Mein Bild zeigt diese Planungsmöglichkeiten und gleichzeitig auch die erheblichen Konsequenzen für die Natur. Die Siedlung, die auf einem Netz über dem noch unberührten Urwaldgebiet schwebt, zeigt die Bedrohung der Erschließung für die Natur.

The surface of the earth has experienced big changes over the past decades due to the technical development that enables human beings to shape their environment heavily. Many interventions in landscapes are to improve local living conditions by developing the infrastructure, creating new agricultural land, mining resources, producing energy and so on. Very often these interventions prove to be harmful to the ecological system and have partly irreparable consequences. Satellite observation can visualize developments and manmade mistakes and support considerate planning. The image simultaneously shows planning possibilities and their serious consequences for nature. The settlement laid out in a grid pattern demonstrates the threat posed to nature by development.

Great Plains
© ESA / J.C. van der Mijden
Great Plains
Die Great Plains sind eine der ältesten und produktivsten Landwirtschaftsregionen auf der Welt. Über Jahrhunderte haben Menschen die Great Plains genutzt und für ihre Zwecke verändert. Mit dem Ziel der optimalen Produktivität wurde die Prärie durch euklidische Geometrie in übersichtliche Einheiten aufgeteilt und geformt. Diese Formen machen die menschlichen Spuren von oben klar sichtbar, überall auf der Welt. Sie bilden ein verwirrendes, traumähnliches Muster, das jedoch die Konsequenzen für die Natur nicht wiederspiegelt.

The Great Plains are one of the world's oldest and most productive agricultural areas. For millennia, men have transformed this natural landscape for agricultural use. Using euclidean geometry, we have divided and shaped the land into manageable areas for optimal production. It is these shapes that make the human footprint clearly visible from above, all around the world. The pattern here is hallucinatingly beautiful, unlike the underlying environmental consequences.

From the sea to the land, seamless 3-D visualisation of Al Quaffay Island
© European Space Imaging /Digital Globe/ Aster GDEM/ EOMAP / F. Laechler
From the sea to the land, seamless 3-D visualisation of Al Quaffay Island
Topografisches Unterwasser- und Landsatellitenbild von einer Insel die von Menschen erschaffen wurde.

Satellite-derived underwater and land topography of a human modified island.
Fading Green
© ESA / P. Hoefl
Fading Green
Die Oberfläche der Erde hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert durch die technischen Mittel, die dem Menschen erlauben, massiv in die Natur einzugreifen. Meistens wird in die Natur eingegriffen, um eine verbesserte Lebensqualität zu schaffen zum Beispiel durch Verbesserung der Infrastruktur, Erweiterung der Felder für den Ackerbau, Bergbau, Energieproduktion und so weiter. Oft sind diese Eingriffe jedoch schädlich für die Umwelt und können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Durch Satellitenbilder haben wir die Möglichkeit zukünftige Bauprojekte und Eingriffe in die Natur im Voraus zu visualisieren und Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Im Lauf der Zeit nähern sich städtische Gebiete oftmals dem Meer. Dies hat zur Folge, dass Grünflächen mehr und mehr verblassen und schließlich ganz verschwinden. Satellitenbilder können diesen Prozess nachverfolgen und die exzessive Verschwendung von Grünflächen aufzeigen. Durch diese Erkenntnis wird eine sensiblere Planung möglich.

The surface of the earth has experienced big changes over the past decades due to the technical development that enables human beings to shape their environment heavily. Many interventions in landscapes are to improve local living conditions by developing the infrastructure, creating new agricultural land, mining resources, producing energy and so on. Very often these interventions prove to be harmful to the ecological system with partly irreparable consequences. Satellite observation can visualize developments and manmade mistakes and support considerate planning. Over time urban structures come closer to the ocean. Space images detect the fading of green. That way arguments against the excessive waste of nature can be confirmed. More sensible plans can be made.
format:e(arth)
© ESA / L. Rocks
format:e(arth)
Mein Bild zeigt einen Mann, der in der bestehenden Welt gräbt und sie nach seiner eigenen Vorstellung verändert. Dieses Phänomen kann man auf der ganzen Welt beobachten. Flüsse werden begradigt, Hügel abgetragen und Wälder abgeholzt, damit der Mensch die Welt nach seinen Idealen nachbauen kann und somit seine Spuren auf der Erde hinterlässt.

My work shows a man who digs the existing natural world, and then reshapes it according to his own imagination. This is an occurrence that can be seen all over the world. Rivers are straightened, hills removed and forests cut down in order that man may build the world after his new ideas and thus leave his trace on the earth.
Whats Left?
© Astrium GEO-Information Services / A. Demir
Whats Left?
Meine Illustration zeigt einen möglichen Blick in die Zukunft. Nach jahrelanger Ausbeutung der Ressourcen, sind die Vorrausagen der Experten Realität geworden ist. Die Meere sind ausgetrocknet, und die Menschen kämpfen ums nackte Überleben, indem sie immer mehr Technologie nutzen. Die letzten Wasserreserven befinden sich in einem großen Loch, das die Form eines Sarges hat. Die symbolische Kraft dieses Symbols konfrontiert den Betrachter mit dem Gefühl vom absoluten und unumgänglichen Ende.

My illustration shows a possible outlook into the future. After exploiting the planet's resources for decades, the prophecies of many experts have turned into reality. The seas have dried out and humans try to fight certain death by using more technology. The world’s last water resources remain in a great coffin-shaped hole. The symbolic power of this shape confronts the viewer with irreversibility and the final end.
Human Stars
© Astrium GEO-Information Services/ T. Stephanowitz
Human Stars
Das Satellitenbild zeigt Black Rock City (Nevada, USA), ein Ort in der Salzwüste von Nevada, an dem jedes Jahr das achttägige Burning Man Festival stattfindet. Auf dem Bild ist das Festival gerade in vollen Gange, und man erkennt die Feuer und Zeltbeleuchtungen des Festivals. Aus dem Weltall wirkt die radiale Anordnung des Festivalplatzes wie ein Mond, der von einigen einzelnen Sternen umgeben ist. Die Gebirgszüge darum wirken wie Wolken am Abendhimmel.

This satellite image shows Black Rock City (Nevada, USA), a place in the salt desert of Nevada, where every year the Burning Man Festival takes place. In the picture the celebrations are in progress and you can see the fires and lights of the festival. From outer space the radial arrangement of the festival area looks like a moon which is surrounded by a few lone stars. The surrounding mountain ranges look like the clouds on an evening sky.
Computer City
© Astrium GEO-Information Services / T. Stephanowitz
Computer City
Das Satellitenbild zeigt die Stadt Tucson (Arizona, USA) inmitten der Wüste Nevadas. Moderne Städte funktionieren wie Computerplatinen - die ganze Stadt ist heutzutage nur noch ein einziger Computer.

The satellite image shows the city of Tucson (Arizona, USA) in the desert of Arizona. Modern cities operate like computer chips - today the city is only a computer.
Endless day
© ESA / N. Zinaic
Endless day
Die Illustration soll dem Betrachter klarmachen, was für eine negative Auswirkung die exzessive Nutzung von Licht bei Nacht auf die Umwelt hat. Der natürliche Rhythmus von Tag und Nacht ist notwendig für eine normal funktionierende Welt. Dieser Rhythmus wird durch die immer größere "Lichtverschmutzung" bei Nacht gestört. Die Illustration ist eine Parodie, die darstellt wie Licht bei Nacht den natürlichen Rhythmus stört und somit ein endloser Tag entsteht. Um dies noch zu unterstreichen tragen die Vögel Schlafmasken. Es ist wichtig, in der Gesellschaft ein größeres Verständnis für dieses Problem zu schaffen, da nächtliche Lichtverschmutzung das Überleben verschiedener Tierarten bedroht.

The message of this illustration is to show the negative impact of excessive nighttime lighting on the ecosystem. The natural rhythm of day and night is required for the normal functioning of most of the living world, and excessive nighttime lighting disrupts the recognition of day and night. The idea of the illustration is to show as a parody how nighttime lighting disrupts the natural rhythms and creates the effect of endless day. The birds in the picture with masks for sleeping point to the fact that excessive nighttime lighting is a serious threat to the survival of many species, and it is important to awaken a wider awareness of this problem.
Desertification
© European Space Imaging / DigitalGlobe / J. Prieß
Desertification
Meine Illustration zeigt eine kreisförmig geplante Stadt wo sie keiner erwarten würde - mitten in der Wüste. Um die Stadt herum sind Felder mit künstlichen Bewässerungsanlagen zu erkennen. Auf den ersten Blick erwecken sie den Eindruck einer Oase. Auf den zweiten Blick jedoch erkennt man eine fortschreitende Desertifikation die durch das Abpumpen von Grundwasser für die Bewässerungsanlagen entsteht. Trotzdem zeigt die Illustration auch die Schönheit der durch Menschenhand erschaffenen geometrischen Felder und die geplante Stadt verspricht eine "malerische Nachbarschaft im Grünen" zu sein.

My illustration shows a circular planned city in a place where no one would have it expected: in the desert. Located around the city are some irrigation fields. At first glance it looks like an oasis in the middle of the desert. But on second glance, the advancing desertification can be seen, caused by removing huge amounts of groundwater for irrigation fields. Often the groundwater reservoirs do not recover from the massive exploitation. Nevertheless, we see the beauty of geometric irrigation fields that have been created by human hands, and the planned city promises to be a "quaint residential neighborhood in the green".
Acqua alta
© European Space Imaging /DigitalGlobe / A. Popp
Acqua alta
Die Illustration zeigt ein Satellitenbild von Venedig in der Form eines menschlichen Fußabdrucks. Neuste Berichte des US National Research Council besagen, dass im 21. Jahrhundert durch die Folgen von globaler Erwärmung der Meeresspiegel zwischen 56 und 200 cm steigen wird. Neben den vielen noch unbekannten Faktoren die zur globalen Erwärmung beitragen, ist sicher, dass vor allem durch Menschen erzeugte Treibhausgase eine sehr zentrale Rolle spielen. Der Hauptzweck dieses Bildes ist es Aufmerksamkeit auf die dramatische Situation zu ziehen, die uns bevorsteht wenn wir nicht handeln. Venedig dient dabei als optimales Beispiel, da es eines der am schlimmsten betroffenen Gebiete sein wird. Das Bild heißt "Acqua alta" und ist nach den jährlichen Fluten benannt. Über die klimabedingten Aspekte hinaus, ist Venedig an sich ein wunderbares Beispiel für die Spuren der Menschheit. Dies wird durch die Darstellung als menschlicher Fußabdruck illustriert.

The illustration shows a satellite image of Venice in the form of a human footprint. Recent projections by the US National Research Council suggest a possible sea level rise over the 21st century of between 56 and 200 centimetres due to global warming. Besides the many yet unknown factors that contribute to global warming, it is certain that greenhouse gases play a significant role t. These are mainly produced by humans. The main intention of the image is to draw attention to this dramatic situation and to make people realize that if nothing is done, Venice will go down, trampled by humankind. The image is named after the annually recurring floods in Venice: Acqua alta. Regardless of this environmental aspect, Venice itself is a wonderful example of human traces on the Earth, which isillustrated by the outline of a footprint.
Moll in the rainforest
© DigitalGlobe/J. Kapsammer
Moll in the rainforest
Regenwald in Bolivien

Rainforest in Bolivia
Landart
© European Space Imaging /DigitalGlobe / F. Schledding
Landart
Mein Bild zeigt eine Landschaft, die von Menschen verändert wurde. Der Ort dieser Landschaft könnte überall sein. Die Gebäude stehen einander in geometrischen Formen gegenüber und stellen eine Referenz zum Bild "Gravitation" von Kandinsky dar. Die Illustration zeigt unser Verhältnis gegenüber der Natur die wir, wie unsere ganze Welt, ständig gestalten und verändern. Im Gegensatz zur Natur gestalten wir Menschen unsere Städte und Kommunen in abstrakten Formen, somit gestalten wir unsere Welt künstlerisch und gleichzeitig künstlich. Wir regulieren die Richtung eines Flusses, verschieben Grenzen und arrangieren alles so wie wir es wollen. Mit diesem Bild wollte ich in überspitzter Form unsere Beziehung zur Natur darstellen.

My picture shows a landscape formed by people. The place could be in any country. The buildings are in geometrical forms to each other and are inspired by the picture "gravitation" by Kandinsky. The illustration shows the way how we feel about our environment and the way we "design" our world. In contrast to nature, we build our cities and communities in abstract shapes. The way we are shaping our environment is both artistic and artificial. We regulate the flow of rivers, form different borders and rearrange everything as we like it. With this image, I am trying to exaggerate the type of relationship we have towards nature.
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Polder - land reclamation and land use in the Netherlands (Foto von: European Space Imaging / DigitalGlobe /  M. Schulze)
© European Space Imaging / DigitalGlobe / M. Schulze
Polder - land reclamation and land use in the Netherlands

Interessent(inn)en aus 25 europäischen Ländern meldeten sich auf der Website des ESA-Ideenwettbewerbs Copernicus Masters an, fast 70 Arbeiten wurden bis Ende Juni eingereicht. Eine Jury aus Vertretern der GEO-Redaktion, der ESA und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, Schirmherr des Copernicus Masters, ermittelte aus den zugesandten Arbeiten die 20 besten fürs Finale. Aus diesen 20 sollen nun per Publikumsabstimmung jene zwölf ausgewählt werden, die von der ESA als exklusiver Kalender herausgegeben werden. Die drei bestplatzierten Arbeiten werden zudem in den Europa-Ausgaben von GEO erscheinen.

Der Gewinner der GEO Illustration Challenge wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 5. November 2013 in München bekanntgegeben. Als ersten Preis hat GEO einen Illustrationsauftrag für eine Magazin-Geschichte ausgelobt, außerdem eine Reise zum Launch eines ESA-Satelliten auf dem europäischen Raketenstartplatz in Französisch-Guayana.

Und nun sind Sie an der Reihe. Bis zum 18. August 2013 haben Sie hier die Möglichkeit, pro Illustration bis zu fünf Punkte zu vergeben. Bitte beachten Sie, dass Sie für jedes Bild nur einmal abstimmen dürfen! Zur besseren Orientierung haben wir den Arbeiten die Titel und die Erläuterungen der Künstler(innen) beigefügt.

Als zusätzlichen Anreiz verlosen wir unter allen Usern, die sich an der Abstimmung beteiligen, ein kostenloses GEO-Jahresabo (in D, A und CH inklusive iPad-Version und GEOcard).

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Punktevergabe.


VOTE FOR YOUR FAVOURITE ILLUSTRATION - AND WIN

Voting has commenced to pick 12 from 20 finalists

The pan-European Illustration Challenge organised by GEO and the European Space Agency is in its final round. In February, GEO put out a call for satellite images of the earth which use artistic methods or graphic design to expose the "Traces of Humankind".

Contenders from 25 European nations registered via the website of the ESA's Copernicus Masters ideas contest, and almost 70 compositions were entered by the end of June. A jury of representatives from GEO, the ESA and the Bavarian Ministry of Economics, alongside the patron of Copernicus Masters, chose the 20 best entries to go on to the final. The 12 images selected by the public are to be published in an exclusive calendar by the ESA. In addition, the three highest-ranking works will appear in the European editions of GEO.

The winner of the GEO Illustration Challenge will be announced at a celebratory prize-giving on November 5th 2013 in Munich. The award for first-prize will be an illustration assignment for a magazine story, as well as a trip to the launch of an ESA satellite at the rocket launch-site in French Guiana.

Now it's up to you. At www.geo.de or www.copernicus-masters.com vote for your favourite illustration by August 18th and rate the illustrations on a scale of one to five. Please note that you can only vote for each image once! The title of each work and an artist's commentary are available for guidance.

As an additional incentive, all users who take part in the vote will be entered into a prize draw to win a free year's subscription to GEO. (In Germany, Austria and Switzerland this includes an iPad version and a GEOcard.)

Happy voting!



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