Vergraben auf der Flucht
Mehr als 300 Münzen und andere wertvolle Objekte gehören zum "Schatz von Colmar", darunter Ringe, Broschen, eine Schale und dieser verzierte Silberverschluss. Der Hort kam 1863 zufällig bei Bauarbeiten ans Licht. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert und gehörte einem Mitglied der jüdischen Gemeinde. Wahrscheinlich haben die Eigentümer ihn während der Schwarzen Pest vergraben: Während der Epidemie wurden Juden verdächtigt, Brunnen vergiftet zu haben. In zahlreichen Städten Europas kam es zu Massakern an der jüdischen Bevölkerung, auch in Colmar.
© Christian Kempf / Musée Unterlinden