Astronomie Im Sog der Unendlichkeit: Wie Schwarze Löcher die Gesetze der Physik außer Kraft setzen

Die größten Schwarzen Löcher (hier eine Simulation) ziehen derart gewaltige Mengen von Materie aus dem Kosmos an, dass die sich in einer rotierenden Scheibe und einer extrem heißen Zone, der Korona (Bildmitte) verdichtet
Die größten Schwarzen Löcher (hier eine Simulation) ziehen derart gewaltige Mengen von Materie aus dem Kosmos an, dass die sich in einer rotierenden Scheibe und einer extrem heißen Zone, der Korona (Bildmitte) verdichtet
© NASA/JPL Caltech
Schwarze Löcher sprengen die Vorstellungskraft: An der Grenze dieser bizarren Himmelsphänomene bleibt die Zeit quasi stehen, der Raum verbiegt sich ins Absurde. Und in ihrem Inneren gelten die Gesetze der herkömmlichen Physik nicht mehr. Doch Forschende hoffen, dass sich durch ihre Beobachtung fundamentale Einsichten über den Anbeginn des Kosmos gewinnen lassen


Nur wenige kosmische Gebilde bringen Wissenschaftler so an die Grenzen des Vorstellungsvermögens wie die Schwarzen Löcher. Sie zählen zu dem Erstaunlichsten, was das All zu bieten hat. Dank ihrer gewaltigen Masse vermögen sie nicht nur das Gefüge aus Raum und Zeit zu verbiegen und alle Materie, selbst das Licht, in ihrer unmittelbaren Umgebung für immer zu verschlingen. Die größten unter ihnen entfesseln gigantische Entladungen, die die Strahlkraft einer Galaxie um ein Tausendfaches übertreffen und die Gestalt der Sternarchipele maßgeblich mitprägen.

Besonders interessiert sind Forschende an Vorgängen, die sich jeder Beobachtung entziehen, weil sie sich im Inneren der Objekte abspielen. Denn könnten wir ein Schwarzes Loch betreten, würden wir an einen Ort gelangen, der zwar noch zu unserem Universum gehört, an dem aber die derzeit gültigen Gesetze der Physik außer Kraft sind: eine Welt der Extreme, in der alles auf einen winzigen Punkt ­zusammengeschrumpft ist.


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