Wissenschaftsbild der Woche Mysteriöser Sauerstoff in der Tiefsee: Expedition soll Licht ins Dunkel bringen
Forschende blicken in Welten, die anderen verborgen bleiben. Jede Woche zeigen wir eine ihrer schönsten Aufnahmen und erzählen die Geschichte dazu. Heute: ein metallischer Trüffel
Was erzeugt Sauerstoff in 4000 Metern Tiefe?
Forschende verdächtigen polymetallische Knollen, die sich über Jahrmillionen im pazifischen Ozean gebildet haben. 2024 maß ein Team überraschend hohe Konzentrationen des Gases am Grund der rohstoffreichen Clarion-Clipperton-Zone. Seither rätseln sie über den Ursprung des "dunklen Sauerstoffs". Durch Photosynthese kann er sich nicht bilden, denn kein Sonnenlicht dringt in solche Tiefen vor. Aber womöglich befeuern die Metallknollen seine chemische Entstehung: Bestandteile wie Kobalt und Mangan könnten die Spaltung von Wassermolekülen in Wasserstoff und Sauerstoff unterstützen.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, will das Team unter der Leitung von Andrew K. Sweetman, Meeresboden-Ökologe der Scottish Association for Marine Science in Oban, Großbritannien, im Mai erneut eine Expedition wagen. Die Forschenden werden Proben entnehmen und nach ihrer Rückkehr die Bedingungen der Tiefsee im Labor nachstellen. Dabei setzen sie Aquarien wie dieses hier unter einen Druck von 400 Atmosphären. Sie wollen Mikroben und Mineralien mikroskopieren und kleinste Spannungsunterschiede messen, um Hinweise auf die mögliche Wasserspaltung zu erhaschen. Die Forschung ist wichtig, um das marine Ökosystem vor den Folgen des geplanten Tiefseebergbaus zu schützen, der es auf die Schwermetalle abgesehen hat
KW07
Um der Sache auf den Grund zu gehen, will das Team unter der Leitung von Andrew K. Sweetman, Meeresboden-Ökologe der Scottish Association for Marine Science in Oban, Großbritannien, im Mai erneut eine Expedition wagen. Die Forschenden werden Proben entnehmen und nach ihrer Rückkehr die Bedingungen der Tiefsee im Labor nachstellen. Dabei setzen sie Aquarien wie dieses hier unter einen Druck von 400 Atmosphären. Sie wollen Mikroben und Mineralien mikroskopieren und kleinste Spannungsunterschiede messen, um Hinweise auf die mögliche Wasserspaltung zu erhaschen. Die Forschung ist wichtig, um das marine Ökosystem vor den Folgen des geplanten Tiefseebergbaus zu schützen, der es auf die Schwermetalle abgesehen hat
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© Geiger Laboratories, Northwestern University