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  • Fund in Schleswig-Holstein: Radioaktiver Trinkbecher erinnert an tödlichen Hype

Zur Galerie Fund in Schleswig-Holstein: Radioaktiver Trinkbecher erinnert an tödlichen Hype
Eben Byers
Die Gefahr aus dem Inneren
Eben Byers, ein wohlhabender Geschäftsmann und erfolgreicher Golfer, nimmt nach einer Verletzung auf ärztlichen Rat hin Radithor zu sich. Über die Jahre trinkt er angeblich bis zu 1400 Flaschen, die dreifache Menge der als tödlich geltenden Dosis von Radium. Wie einige "Radium girls" verliert Byers einen Teil seines Unterkiefers – dieses damals neu auftretende Krankheitsbild wird als "Radium jaw" bezeichnet. 1932 stirbt Byers, sein radioaktiv strahlender Körper wird in einem Bleisarg bestattet. Byers' Tod markiert den Höhepunkt des Radiumhypes. Doch noch bis in die 1950er-Jahre bleibt der Umgang mit Radioaktivität oft erschreckend unbesorgt.
© Popperfoto / Getty Images
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In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden Trinkbecher produziert, in die eine geringe Menge des radioaktiven Stoffs Radium eingearbeitet ist. Es zerfällt in ebenfalls strahlende Zerfallsprodukte wie Radon, die ins Wasser übergehen. Heutzutage ist klar: Solches Wasser zu trinken, hat keine positiven Auswirkungen für die Gesundheit, im Gegenteil. Dennoch schlummern wohl noch einige solcher Becher in Privatbesitz, in Kellern oder der Vitrine. Gefährlich ist es vor allem, wenn solche Objekte zerbrechen oder falsch entsorgt werden, so dass das radioaktive Material austritt. Der Besitz ist in der Regel verboten, die Entsorgung übernehmen Landessammelstellen kostenlos
Marie Curie – Erste weibliche Gewinnerin des Nobelpreises für Physik 1903
Radium Dance Werbeplakat
Radiumbrunnen
Werbeposter Aktiva Creme Radioaktiv
Strahlendes Lächeln: Die radioaktive Zahnpasta blieb doch Utopie
Deutsche Burkbraun Radium Schokolade
Metalldose mit Nutex Radiom Kondomen ca 1940
Frauen bemalen Uhren mit radioaktiver Farbe im Januar 1932
Charlotte Purcell demonstriert das Spitzen des Pinsels mit den Lippen
Flasche "Radithor" mit radioaktivem Wasser
Eben Byers
Multiple osteoplastische Knochenmetastasen bei einem Patienten mit Prostata-Karzinom
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27. Februar 2021,00:15
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