Debatte über Kernenergie Ausstieg aus der Atomkraft: richtig oder falsch? Ein Streitgespräch

Eigentlich sollten die letzten verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland Ende 2022 vom Netz gehen.
Eigentlich sollten die letzten verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland Ende 2022 vom Netz gehen.
© mauritius images / Blickwinkel / Alamy
Um die Energieversorgung im Winter zu sichern, sollen zwei Atomkraftwerke im Notfall als Reserve weiter genutzt werden können. Die gerade getroffene Entscheidung befeuert die Diskussion um den lange geplanten Atomausstieg weiter. Denn die Kernfrage bleibt: Brauchen wir die ungeliebte Technologie noch? Ein Streitgespräch zeigt, wie verhärtet die Fronten sind
Moderiert von Jörn Auf dem Kampe und Martin Scheufens

Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 – so heißen die drei deutschen Kernkraftwerke, die Ende des Jahres vom Netz gehen sollen. Dann wird Deutschland – nach 61 Jahren kommerzieller Nutzung und Jahrzehnten des gesellschaft­lichen Konflikts – aus der kommerziellen Atomkraft ausgestiegen sein.

Doch aufgrund der von Russland ausgelösten Energiekrise könnten zwei der drei Werke möglicherweise doch noch länger genutzt werden. Für den Fall von Stromengpässen will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim in Baden-Württemberg bis Mitte April 2023 in einer Reserve bereithalten.


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