Kernenergie Nach Entscheidung in der Schweiz: Deutschlands schwierige Suche nach dem Atommüll-Endlager

Im ehemaligen Bergwerk Schacht Konrad entsteht ein Endlager für schwach bis mittelradioaktiven Müll. Es soll 2027 in Betrieb gehen
Im ehemaligen Bergwerk Schacht Konrad entsteht ein Endlager für schwach bis mittelradioaktiven Müll. Es soll 2027 in Betrieb gehen
© Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH
Während die Schweiz bereits einen Standort für ein Atommüll-Endlager gefunden hat, geht die Suche in Deutschland weiter: Im Jahr 2031 soll sich entscheiden, wo der Atommüll seine ewige Ruhestätte findet. Gesucht wird ein Endlager, das radioaktive Strahlung für eine Million Jahre von der Umwelt abschirmt

Steckt die Antwort auf eine der großen Fragen dieser Zeit – wohin mit unserem Atommüll? – in einem Plastikröhrchen? Maria Marques nimmt einen kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Behälter in eine Hand. Darin schwimmen Tonpartikel, zu denen sie nun mit einer Pipette stark verdünntes radioaktives Nickel träufelt. Das Gemisch stellt sie in ein Schüttelgerät.

Die Geochemikerin des Paul-Scherrer-Instituts in der Schweiz operiert dabei in einer "Handschuhbox", einem gasdicht abgeschlossenen Kasten, in den durch zwei Löcher an der Seite zwei lange Gummihandschuhe reichen. So kann die Forscherin Experimente ohne Kontakt zur Umgebungsluft durchführen, die sonst das Ergebnis beeinflussen könnte.


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