1. Krabbler statt Säugetiere: Insektenburger

Heuschrecken, Käfer, Larven, Spinnen: In vielen Ländern Asiens und Afrikas gelten sie schon heute als Delikatesse und willkommene Abwechslung im Speiseplan. Die sechs- oder achtbeinigen Krabbler enthalten viel wertvolles Eiweiß und schonen natürliche Ressourcen. Und das auch hierzulande: Seit einigen Monaten sind Insekten-Burger in deutschen Supermärkten erhältlich. Neben vegetarischen Zutaten enthalten sie 30 Prozent Buffalowürmer, die Larven des glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers, lateinisch Alphitobius diaperinus. „Pur schmecken die Larven ein wenig nussig. Ähnlich wie geröstete Sonnenblumenkerne“, sagt Baris Özel, einer der beiden Geschäftsführer der „Bugfoundation“ und Erfinder der Burger. Laut Hersteller sind die Würmer bis zu 100-mal klimafreundlicher als herkömmliches Fleisch. Denn für ihr Futter wird kein Regenwald in Südamerika gerodet. Im Vergleich zur Herstellung von Rindfleisch braucht man nur ein Zehntel Wasser, viel weniger Futter und kein Weideland. Auch Reste fallen nicht an: Der Wurm wird im Ganzen verarbeitet.