Trollkirche

Reisetipp

Aktivurlaub, Natur- & Outdoor-Tipps

Trollkirche

Trollkirche: 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Trollkyrkja, Trollkirka

Die Trollkirche ist ein Höhlensystem im Tverrfjell (480 m NN). Sie besteht heute aus drei teils mit Naturmarmor ausgekleideten Kalksteingrotten, die von fließendem Wasser geschaffen wurden. Vor hundert Jahren gab es noch eine vierte Grotte, die allerdings eingestürzt ist. Am Ende der ersten und in der zweiten Grotte gibt es jeweils einen Wasserfall.

Die Trollkirche ist nur über einen Wanderweg erreichbar.

Startpunkt: ausgeschilderter Parkplatz an der Straße 64 (ca. 11,5 km südwestlich von Eide, 20 km nördlich von Molde)
Länge: ca. 4 km einfach, 8 km hin- und zurück
Höhenmeter: hin- und zurück ca. 400 m Auf- und 400 m Abstieg
Reine Gehzeit (ohne Höhlenbesuch): ca. 1-1,5 Std. einfach, 2-3 Std. hin- und zurück

Für den Wanderweg und den Besuch der Höhle sind gute, möglichst wasserdichte Wanderstiefel empfehlenswert. Für den Besuch der ersten und dritten Grotte benötigt man eine starke Taschenlampe. Fackeln sind in den Höhlen nicht erlaubt, da durch sie die hellen Marmorwände und -decken der Höhlen verrußen.

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Trollkirche: Bewertet mit 5 Sternen
    debby83 03.08.09

    Durch den Nebel in die Halle des Bergkönigs

    Durch verwunschenen, von dichten Nebelschwaden durchzogenen Birkenwald geht es mal mehr mal weniger steil den Hang hinauf. Ich wäre nicht erstaunt, würde plötzlich eine Elfe vorüberschweben. Dann endlich nach knapp eineinhalb Stunden teils anstrengender Kraxelei in dichtem Nebel stehen wir am Eingang der ersten Grotte. Hinein in den Berg. Das Licht unserer Stirnlampen ist viel zu schwach um die Höhle auch nur einigermaßen auszuleuchten. Vorsichtig tasten wir uns durch die Dunkelheit voran. Die 70 Meter erscheinen endlos und ich muss zugeben, dass mir das ganze angesichts des wenigen Lichts schon sehr unheimlich ist. Dann endlich Licht am Ende des Tunnels und ein wunderbarer Wasserfall, der sich in ein mit Marmor ausgekleidetes Bassin ergießt. Wenn man aus der völligen Dunkelheit des Berges kommt ein faszinierender, unbeschreiblicher Anblick. Nach einigen Fotos geht es durch die Dunkelheit wieder zurück. Da uns der Weg nun schon bekannt ist, wirkt er viel kürzer und deutlich weniger unheimlich. Dennoch bin ich froh, als ich wieder draußen im dichten Nebel stehe.

    Fast sind wir angesichts des schlechten Wetters und unserer unzureichenden Stirnlampen verleitet, nachdem wir uns ins obligatorische "Turbok" eingetragen und unsere Brotzeit verspeist haben, uns wie die Besucher vor uns, wieder auf den Rückweg zu machen. Doch nachdem ich die Infotafel und die darauf vorhandenen Skizzen des Höhlensystems nochmal genau studiert habe ist klar, das war noch nicht alles. Also kraxlen wir noch einige weitere Höhenmeter den Hang hinauf und können schließlich auf den Wasserfall, den wir aus der ersten Grotte aus von unten gesehen haben, von oben herabblicken. Daneben führt eine stabile Metalleiter in die zweite Grotte hinab, deren Boden ungefähr 15 Höhenmeter höher liegt als der der ersten Grotte. Ich steige als erstes hinab und nachdem ich im Wasser auf den teils glitschigen Steinen einen sicheren Standpunkt gefunden habe, traue ich meinen Augen kaum. Ich fühle mich wie in der Halle des Bergkönigs, sofort kommt mir die Melodie aus Peer Gynt in den Kopf. Diese Grotte ist ganz anders als die erste, sie ist groß, hoch, von oben fällt Tageslicht ein und die Marmorwände und das Wasser führen zu wunderbaren Farbschattierungen von türkis bis orange. Ein einmaliges, faszinierendes Erlebnis. Wer einmal zu zweit an diesem besonderen Ort gestanden hat, der wird sich sicher den Rest seines Lebens an dieses besondere, gemeinsame Erlebnis erinnern.

    Auf den Besuch der dritten Grotte, deren Eingang noch etwas weiter oben liegen und nicht leicht zu finden sein soll, verzichten wir, da für diese Höhle wieder gute Taschenlampen nötig wären, sie keine Standhöhe bietet und es auch keinen Wasserfall gibt. Man muss hier wohl überwiegend durch niedrige Gänge kriechen. Nach unseren Gang durch die erste Höhle weiß ich, dass das nichts für mich ist.

    Froh, dass wir uns nicht voreilig auf den Rückweg gemacht haben, sondern auch noch die zweite und schönste Grotte besucht haben, machen wir uns auf den Weg zurück ins Tal. Obwohl wir wegen des Nebels keine Aussicht haben, war es eine wunderschöne, einmalige Tour.

    Hier noch ein paar praktische Hinweise für "Nachahmer":

    - Der Wanderweg ist nur am Beginn ausgeschildert und nicht markiert. Er ist aber so gut ausgetreten, dass wir auch in dichtem Nebel kein Problem hatten den Weg zu finden.
    - Man sollte sich nicht mit dem Besuch der ersten Grotte zufrieden geben, sondern noch ein paar Höhenmeter weiter den Hang hinauf kraxeln und von dort über die Metalleiter auch in die zweite Grotte hinab steigen.
    - Laut Informationstafel kann man vom Höhlensystem auch noch etwas weiter den Hang hinauf wandern, wo es mehrere wunderschöne Seen und Möglichkeiten zum Zelten geben soll. Von dort ist es wohl auch möglich den ein oder anderen Gipfel des Tverrfjells (über 800 m NN) zu besteigen, wobei hierfür teilweise Kletterausrüstung erforderlich ist.
    - Ausrüstung: gute, möglichst wasserdichte Bergstiefel; starke Taschenlampen (unsere einfachen Stirnlampen mit etwas schwachen Akkus empfand ich als nicht ausreichend); auch im Sommer warme Kleidung (in der Höhle ist es ziemlich kalt!); Wanderstöcke, für den, der sie mag (wir hatten unsere im Auto gelassen, beim Abstieg habe ich dies ein wenig bereut, da die 400 Höhenmeter auf recht kurzer Strecke dann doch ziemlich auf die Knie gehen)

    Vielen Dank BerndBasenau für diesen Tipp! Zwar ist auch in unserem Reiseführer ein Hinweis auf die Trollkirche enthalten, ich glaube aber nicht, dass wir sie, zumal angesichts des schlechten Wetters, besucht hätten, wenn ich nicht vorher auch schon hier in der Reisecommunity über die Höhle gelesen hätte.

    Bilder von debby83 zu Trollkirche

  • Trollkirche: Bewertet mit 5 Sternen
    BerndBasenau 07.01.09

    Die Höhle Trollkyrkja - Trollkirche in Norwegen

    Vom Parkplatz führt ein 4 km langer Wanderweg steil hinauf zur Grotte. Über der Baumgrenze belohnt auch hier die Aussicht jede Mühe. Die Trollkirche ist eine finstere Höhle zu deren Besuch eine starke Taschenlampe notwendig ist. Durch Wasser waten und etwas kraxeln gehört auch dazu.
    Die Trollkirche besteht aus drei Teilen, verbunden mit Gängen. Im dritten Teil liegt der imposante Wasserfall. Alles ist mit Natur-Marmor ausgekleidet.
    Wer die Trollkirche besucht sollte nicht vergessen sich im Gästebuch einzutragen, das sich im Briefkasten vor dem Eingang befindet.

    Unser Video Trollkyrkja:
    http://www.youtube.com/watch?v=61ZhtV71ANc

    Weitere Infos, Bilder und Videos haben wir unter:
    http://www.sandra-bernd.de

    Bilder von BerndBasenau zu Trollkirche

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