Kein Stau, kein Eis Kilometerlanges Tunnelnetz: Warum Tromsö auf unterirdischen Verkehr setzt

blue light of the interior of the underground Laerdal tunnel, the longest road tunnel on earth in Norway
blue light of the interior of the underground Laerdal tunnel, the longest road tunnel on earth in Norway
© Jens Otte / Getty Images
Die norwegische Stadt Tromsö fällt nicht nur wegen ihrer Polarlichter auf. Auf den Straßen gibt es kaum Verkehr. Der Grund dafür liegt eine Etage tiefer

Denn unter der Erde gibt es ein einzigartiges, kilometerlanges Tunnelnetz, das für viele Städte als Vorbild gelten könnte. Das Röhrensystem ist insgesamt 5,9 Kilometer lang. Zwei Tunnel führen durch das Zentrum und einer in Richtung Flughafen. Drei Kreisverkehre regeln den Verkehr. Außerdem gibt es noch einen 3,3 Kilometer langen Unterseetunnel, der 102 Meter unter dem Meer entlang in Richtung des Festlands verläuft.

Ein unterirdisches Parkhaus mit Ausgängen direkt in die Innenstadt ergänzt das Verkehrssystem. Kein Wunder also, dass die Vermutung aufkommt, die norwegische Stadt könnte nahezu autofrei sein. Und das, obwohl sie in den letzten 20 Jahren um rund 20.000 Menschen gewachsen ist. Welche weiteren Vorteile das Tunnelsystem bietet und wofür es noch genutzt werden kann, zeigt das Video.