Weg mit dem Müll! In keinem EU-Land fällt mehr Verpackungsmüll pro Kopf an als in Deutschland. Zwar wird mehr und mehr davon recycelt, doch der beste Müll ist immer noch der, der gar nicht entsteht. Deswegen: von jetzt an immer eine Einkaufstasche (am besten aus Stoff) in der Tasche haben, der spontane Einkauf kommt bestimmt. Die Stofftasche lässt sich auch mit losem Gemüse und Obst füllen, am besten vom Markt - das spart die Plastikverpackung um die Übersee-Äpfeln aus dem Discounter. Und je mehr frisches Gemüse, desto weniger aufwändig verpackte Fertiggerichte konsumieren wir. Aber Achtung: Frische Lebensmittel verderben schneller. Also nur so viel kaufen, wie Sie auch aufessen. Und noch ein Müllfeind, der 2017 in Ihre Tasche gehört: der Mehrweg-Kaffeebecher. Denn laut der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland stündlich 320 000 Kaffeebecher gekauft und nach ein paar Minuten weggeworfen.

Von Fast auf Slow Fashion umsteigen. Denn im Schnitt kauft jeder Deutsche etwa 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr - das ist weder nachhaltig für die Umwelt noch hält unser Kleiderschrank das aus. Der Vorsatz für 2017 könnte heißen: Weniger neu kaufen  - und das dann öko und fair. Sie wissen nicht wo? Hier gibt’s einen grünen Shopfinder: greenpeace.de/konsumbotschaft.

Und neue Outfits gehen auch ohne Neukauf: Denn Kleider kann man tauschen - mit der Freundin oder auf Kleidertauschparties; leihen (zum Beispiel hier: kleiderkreisel.de) oder Secondhand kaufen. Oder, noch einfacher: im eigenen Kleiderschrank finden - ganz hinten, wo die vergessenen Schätze liegen. Gucken Sie mal nach! Und wenn Ihnen die Teile wirklich nicht mehr gefallen: Verkaufen oder spenden Sie sie - Oxfam zum Beispiel.

Essen selber machen: Das geht! Transportweg gleich null - und saisonal ist Ihr Essen damit auch. Ein paar Balkonquadratmeter reichen, um Tomaten, Bohnen, Gurken oder sogar Kartoffeln (im Reissack) zu ziehen - mit dem Vorziehen können Sie schon im Februar anfangen. Tipps dazu gibt’s hier: Urban Gardening. Wenn Sie lieber Blumen auf dem Balkon wollen, pflanzen Sie doch essbare: Kapuzinerkresse, Begonien oder Chrysanthemen zum Beispiel. Und wer keinen Balkon hat: Essen liefert auch die Natur vor unserer Haustür. Bei mundraub.org finden Sie die besten Fundorte für wilde Nahrungsmittel wie Bärlauch, Brombeeren oder Äpfel in Ihrer Nähe.

Zwei Räder sind besser als vier - also: Auto rein in die Garage, Fahrrad raus! Knapp ein Fünftel der Treibhausgasemissionen in Deutschland verursacht der Verkehrssektor, allen voran das Auto (Quelle UBA). Damit Sie immer ein Rad haben, egal wo Sie sind: Melden Sie sich beim Leihrad-Anbieter in der eigenen Stadt an (in Hamburg zum Beispiel hier: stadtrad.hamburg.de). Und wenn der innere Schweinehund zu groß ist: Das Auto einfach mal abmelden! Das geht auch vorübergehend mit dem Saisonkennzeichen. Oder, noch besser, das Fahrzeug gleich verkaufen. Für die unersetzliche Autofahrt gibt’s Carsharing-Anbieter wie car2go oder DriveNow.

Mikroabenteuer statt Kurztrip: Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah - das wusste schon Goethe, lange vor unseren Billiflieger-Kurztrip-Zeiten. Um den Jahreswechsel planen wir gern die kleinen Fluchten an langen Wochenenden. Statt Barcelona oder Paris - wie wär’s mit einem „Mikroabenteuer“? Hier sind jede Menge Tipps ab deutschen Großstädten: ab Berlin per Bahn in den Spreewald und mit dem Kanu zurück, auf dem Radfernweg von Bremen nach Hamburg oder Geocoaching im Leipziger Auenwald. Oder einfach in den nächsten Zug oder Regionalbus steigen und so lange fahren, bis man Lust hat auszusteigen. Neuentdeckung garantiert!

Auf Ökostrom umstellen. Sind Sie der eine von durchschnittlich fünf Deutschen, der schon Ökostrom bezieht? Dann können Sie diesen Punkt überspringen. Falls sie zu der anderen Gruppe gehören: Jetzt umsteigen! Damit 2017 der Anteil der Ökostrom-Haushalte von derzeit 22 Prozent weiter steigt. Und hier steht, welcher Ökostromanbieter zu Ihnen passt: oekotest.de

… und weniger (Öko)-Strom verbrauchen! Licht ausschalten ist immer gut, verursacht aber dank Energiesparlampen nur noch etwa ein Prozent unseres täglichen CO2-Ausstoßes. Trotzdem steigt unser Stromverbrauch - schuld ist unser Gerätepark zuhause. Also: Trennen Sie sich im neuen Jahr von allen Geräten, die Sie nicht brauchen. Und für alle übrigen Computer, Router, Spielekonsolen, Fernseher gilt: Stecker ziehen, nicht auf Standby schalten. Manchmal muss man dafür in die Knie gehen, um an die Steckdose hinterm Fernseher zu kommen, aber die Kniebeuge können Sie ja im Fitnessstudio abziehen.

Zieht Ihr alter Kühlschrank eine Menge Strom? Hier finden Sie raus, ob Ihr Gerät ein Stromfresser ist. Falls ja: raus damit! Ein neues Gerät mit Energiesparkasse A+++ verbraucht nur rund ein Drittel des Stroms eins Altgerätes. Und manche Kommunen subventionieren sogar den Kauf von Neugeräten. 

Und zuletzt: mehr Zeit. Für die Freunde, die Kinder, zum Buch-im-Café lesen, Boot fahren, Musik machen oder was sonst Ihr Hobby ist. Zeit haben wir, ein ganzes neues Jahr liegt vor uns. Wie das geht? Zum Beispiel so: Weniger arbeiten. Den Arbeitsvertrag von 100 auf 80 Prozent reduzieren. Damit verdienen Sie weniger Geld - und das Gute daran ist: Sie leben dadurch ganz automatisch umweltfreundlicher.

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