Römisches Reich Die Christen-Krieger, die Orgien feierten, mordeten und sich selbst opferten

Die Circumcellionen sehen Heiden und gemäßigte Christen gleichermaßen als Feinde an. Mit Messern und Knüppeln attackieren sie Andersgläubige
Die Circumcellionen sehen Heiden und gemäßigte Christen gleichermaßen als Feinde an. Mit Messern und Knüppeln attackieren sie Andersgläubige
© Tim Möller-Kaya
Die Circumcellionen sind die radikalsten jener Fanatiker, die sich im 4. Jahrhundert in Nordafrika von der katholischen Kirche abspalten. In ihrem Furor bringen sie Chaos über eine ganze Region und fordern so das Römische Reich heraus 

Schwatzend sitzen die Nachbarn zusammen und lachen, gießen einander Wein nach. Sie lauschen den Flöten, der Leier, einem Knabenchor, hören schlüpfrige Verse auf die örtlichen Honoratioren und deren Familien. Tänzer führen anmutige Reigen auf, Schau­spieler mythische Szenen. Transvestiten schieben sich durch die Menge, das Haar geölt, weiß geschminkte Gesichter, wiegender Gang; es sind Priester der heidnischen Allmutter Caelestis.

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