Fotosynthese Die Energie der Zukunft? Wie künstliche Blätter sogar Flugzeuge klimafreundlich machen sollen

Jedes Blatt ist eine kleine Fabrik, die unermüdlich aus Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht den Treibstoff der Pflanze erschafft: Glukose 
Jedes Blatt ist eine kleine Fabrik, die unermüdlich aus Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht den Treibstoff der Pflanze erschafft: Glukose 
© imago images / Science Photo Library
Pflanzen produzieren Energie aus Sonnenlicht und CO₂. Forschende versuchen, das Prinzip der Fotosynthese für die Energiewende zu nutzen – und die Natur dabei noch zu übertreffen
Von Alexander Stirn

Man nehme: etwas Wasser, einen Hauch Kohlendioxid, sehr viel Sonnenlicht: Schon entsteht Treibstoff im Überfluss.

Ein unseriöses Versprechen? Keineswegs! Die Natur betreibt das seit Urzeiten höchst erfolgreich: Winzige Kraftwerke in den grünen Blättern der Pflanzen, in den Zellen von Algen und sogar in manchen Bakterien wandeln unentwegt Kohlendioxid aus der Atmosphäre in Zucker um. So decken sie ihren Energiebedarf und den aller Lebewesen, die sich von ihnen ernähren. Die Methode heißt Fotosynthese und gehört zu den großen Erfolgsgeschichten der Natur.

Können wir die Idee nicht kopieren? Lassen sich künstliche Blätter entwickeln, die genau das Gleiche tun und eventuell noch effizienter funktionieren? Falls ja, könnten wir Apparate entwickeln, die aus Licht nicht nur Strom erzeugen – wie Solarzellen es bereits seit Langem tun –, sondern die Sonnenlicht ohne Umwege in Brenn- und Treibstoffe verwandeln: günstig, unerschöpflich, klimaneutral.


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