Katastrophen-Forschung "Spielen Sie Szenarien durch" – ein Experte erklärt, wie wir uns auf den Ernstfall besser vorbereiten

Mit einer Menschenkette befördern Helfende in Bad Münstereifel Sandsäcke an das Ufer der Erft. In der Nacht zum 15. Juli 2021 verwüstete Hochwasser  den historischen Kern der Stadt in Nordrhein-Westfalen. Straßen und Geschäfte wurden überflutet. Gas-, Strom und Telefonleitungen beschädigt
Mit einer Menschenkette befördern Helfende in Bad Münstereifel Sandsäcke an das Ufer der Erft. In der Nacht zum 15. Juli 2021 verwüstete Hochwasser  den historischen Kern der Stadt in Nordrhein-Westfalen. Straßen und Geschäfte wurden überflutet. Gas-, Strom und Telefonleitungen beschädigt
© Roberto Pfeil/dpa
Im Notfall verhalten sich Menschen meist anders, als viele erwarten: Sie sind hilfsbereit, solidarisch, kooperativ. Katastrophen-Experte Martin Voss erklärt, was dann wirklich wichtig ist und wie wir uns darauf vorbereiten können – als Gesellschaft, aber auch als einzelne Person

Der Sozialwissenschaftler Martin Voss erforscht seit mehr als 20 Jahren die Auswirkungen von Katastrophen auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Der Professor für Sozialwissenschaftliche Katastrophenforschung leitet die Katastrophenforschungsstelle (KFS) an der Freien Universität Berlin, an der Forschende aus vielen Disziplinen miteinander arbeiten.

GEO: Herr Voss, allein im Ahrtal starben im Juli mehr als 100 Menschen, als der kleine Fluss nach heftigem Regen über die Ufer trat. Wie haben Sie das wahrgenommen?

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