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Heizkosten sparen Haus und Wohnung dämmen – mit acht einfachen Maßnahmen

Frau dreht die Heizung auf
Wer Heizkosten sparen will, ohne zu frieren, sollte unnötigen Wärmeverlust verhindern
© NinaMalyna/Adobe Stock
Der Winter 2022/23 steht noch nicht einmal in den Startlöchern und schon fragen sich viele Verbraucher*innen, wie sie die kalten Monate bei horrenden Gaspreisen überstehen sollen. Wir zeigen acht Tipps und Gadgets, mit denen Sie schnell und günstig Ihr Zuhause dämmen können – zum Teil auch ohne handwerkliche Vorkenntnisse

Inhaltsverzeichnis

Mit einfachen Mitteln können Sie unnötige Wärmeverluste im Winter verhindern und Energie sparen. Viele Maßnahmen lassen sich für kleines Geld und ohne Handwerker*in ganz einfach selbst umsetzen. Ein weiteres Plus: Mit der richtigen Dämmung sparen Sie nicht nur Geld, sondern verbessern auch Ihre persönliche Ökobilanz.

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1. Zugluftstopper für Türen und Fenster

Durch kalte Zugluft geht im Winter wertvolle Wärme verloren. Meist sind undichte Türen und Fenster der Grund dafür. So kann zum Beispiel schon ein dünner Spalt zwischen Türblatt und Fußboden für unangenehme Zugluft sorgen. Und auch am geschlossenen Fenster zieht es oft, zum Beispiel zwischen Rahmen und Fensterbank.

Eine einfache und kostengünstige Lösung für undichte Türen und Fenster sind sogenannte Zugluftstopper. Der klassische Zugluftstopper ähnelt einem langen Kissen und wird vor die Tür bzw. auf die Fensterbank gelegt. Vor allem für viel genutzte Türen bieten sich Modelle mit Befestigung aber eher an: Es gibt zum Beispiel selbstklebende Türdichtungen aus Silikon, die besonders schmal und unauffällig sind. Auch beidseitige Zugluftstopper, die unter der Tür hindurchgeschoben werden und somit nicht verrutschen können, sind auf dem Markt vertreten. Außerdem gibt es Modelle mit Klettsystem oder Befestigungsbändern. Welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Varianten haben und worauf Sie beim Kauf achten müssen, zeigen wir in unserem ausführlichen Zugluftstopper-Vergleich.

2. Thermo-Vorhänge haben eine dämmende Wirkung

Gardinen schaffen nicht nur eine gemütliche Atmosphäre, sie können auch einen Teil zur Wärmedämmung der Wohnung beitragen. Spezielle Thermo-Vorhänge bzw. Verdunkelungsvorhänge eignen sich dafür besonders gut. Im Winter verhindern sie, dass zu viel Wärme über Fenster oder Terrassen- und Balkontüren verloren geht. Die Vorhänge sollten jedoch keine Heizkörper verdecken, denn dann kommt es zu einem Wärmestau und die Heizkosten steigen.

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Unser Tipp: Für Dachfenster sind Thermo-Rollos sinnvoll. Rollos und Plissees können Sie außerdem auch in Kombination mit Vorhängen anbringen.

3. Dichtungsband für Fenster und Türen

Auch mit selbstklebendem Dichtungsband lassen sich Fenster und Türen nachträglich abdichten. Das lohnt sich in der Regel aber nur bei Altbauten. Alte Holzfenster, die noch nicht über eine Dichtung verfügen, können mit dem Band versehen werden. Es wird bei geöffnetem Fenster in den Rahmen geklebt (wichtig: Untergrund vorher reinigen!), sodass das Fensterblatt beim Schließen auf dem Dichtungsband aufliegt. Das Dichtungsband gibt es in verschiedenen Stärken, je nachdem, wie breit der zu schließende Spalt ist. Wer sich bei der Auswahl und Anbringung unsicher ist, kann auch eine Fachfirma zurate ziehen und das Dichtungsband anschließend in Eigenleistung kostengünstig anbringen.

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Achtung: Neuere Kunststofffenster sind meist schon mit Dichtungen ausgestattet und verfügen außerdem über zahlreiche Schließmechanismen, die sie ausreichend abdichten. Sollten Sie dennoch eine undichte Stelle finden, muss das Fenster gegebenenfalls von Fachleuten neu eingestellt werden. Um dem Verschleiß vorzubeugen, können Sie einmal jährlich zum Beschlagspray greifen, um die Schließmechanismen zu ölen. Diese finden Sie an allen vier Innenseiten des Fensterflügels.

Auch Türen, die nicht vollständig schließen, können mit dem selbstklebenden Dichtungsband versehen werden. Für gewöhnlich sind Zimmertüren beziehungsweise deren Türzargen mit Dichtungsprofilen aus Gummi versehen. Bei alten oder renovierten Gebäuden kann es aber vorkommen, dass trotz Türgummi ein kalter Luftzug entsteht, weil das Türblatt nicht vollständig auf dem Rahmen aufliegt. Oft ist das zum Beispiel der Fall, wenn neue Zimmertüren in alte Zargen gehängt wurden. Dann kann sich ein selbstklebendes Dichtungsband als Ergänzung anbieten. Es wird auf die Türzarge oder auf die Innenseite des Türblatts geklebt.

Um die richtige Breite zu ermitteln, klemmen Sie ein Stück Schaumstoff, Filz oder Ähnliches zwischen das Türblatt bzw. den Fensterflügel und den Rahmen. So lässt sich prüfen, ob die Tür oder das Fenster auch mit zusätzlicher Dichtung gut schließt.

4. Fugen in der ganzen Wohnung ausbessern

Wer einmal aufmerksam durch die eigene Wohnung geht, findet vielleicht die eine oder andere undichte Stelle, die sich mit Acryl schnell verschließen lässt. Dabei kann es sich zum Beispiel um dünne Spalten rund um den Fensterrahmen handeln. Aber auch an älteren Holztreppen finden sich manchmal schmale Fugen, durch die es zieht.

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Solche undichten Stellen lassen sich einfach mit Acryl ausbessern: Dazu eine Kartusche Acrylgemäß der Verpackungsanleitung öffnen und in eine Kartuschenpistole geben. Dann die Fuge gleichmäßig mit Acryl bedecken und anschließend mit dem Finger darüberstreichen, um das Acryl zu verdichten und zu glätten. Damit das Acryl nicht am Finger klebt, stellen Sie am besten eine kleine Schale mit Wasser und etwas Spülmittel bereit. Tauchen Sie Ihren Finger vor dem Abziehen jeder Fuge hinein, damit das Acryl nicht haften kann.

Übrigens: Fugen im Badezimmer, zum Beispiel in der Dusche, schließen Sie besser mit Silikon für den Nassbereich. Im Gegensatz zu Acryl ist es wasserfest.

5. Heizungsrohre und Wasserleitungen dämmen

Nicht nur durch undichte Fenster, Türen und Fugen kann Wärme verloren gehen. Auch Heizungsrohre und Wasserleitungen haben hohes Sparpotenzial, wenn sie richtig gedämmt werden. Denn auf dem Weg vom Heizungskessel in die Wohnung geben "nackte" Rohre viel Wärme ab. Die Lösung ist einfach und kostengünstig: Vorgeschlitzte Kunststoff-Isolierungen werden über die Rohre gestülpt und verklebt. Dazu benötigen Sie Kunststoffkleber und Isolierband sowie einen Zollstock und ein Cuttermesser, um die Rohrdämmung zuzuschneiden.

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Laut Verbraucherzentrale NRW verlieren freiliegende Heizungsrohre in ungeheizten Räumen wie dem Keller pro Meter Rohr rund 200 Kilowattstunden, was ca. 14 Euro entspreche. Bereits nach einer Heizsaison könne sich die selbstgemachte Rohridämmung bezahlt machen: Im Rechenbeispiel fallen bei zehn Metern Rohrlänge ca. 3 bis 10 Euro Materialkosten an. Die errechnete Ersparnis liegt bei 140 Euro pro Jahr. Weitere Infos und eine Anleitung zum Dämmen der Heizungsrohre finden Sie in diesem Video der Verbraucherzentrale NRW.

6. Dunstabzugshaube und WC-Lüftung abdichten

Das folgende Problem tritt vor allem in alten Häusern auf: Wenn der Wind im Herbst und Winter gegen die Außenwand peitscht, zieht kalte Luft durch die Dunstabzugshaube direkt in die Küche. Auch wer eine Lüftung im Badezimmer hat, kennt das Problem vielleicht. Grund für den kalten Luftzug kann eine unzureichende Abdichtung des Lüftungsrohrs sein. Dieses verläuft durch die Wand und befördert Luft aus der Küche oder dem Badezimmer nach draußen. Ist die Lüftung oder die Dunstabzugshaube jedoch nicht eingeschaltet, findet die Luft auch andersherum ihren Weg. Verhindern lässt sich das mit einer sogenannten Rückstauklappe. Die Klappe ist so konzipiert, dass Sie nach außen öffnet, nach innen aber auch bei starkem Wind geschlossen bleibt.

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Es gibt innenliegende Rückstauklappen, die Sie in das vorhandene Lüftungsrohr schieben können. Alternativ lässt sich auch der ganze Mauerkasten mit Teleskoprohr und integrierter Rückstauklappe austauschen. Um diesen zu montieren, ist jedoch etwas mehr Aufwand und handwerkliches Geschick gefragt.

7. Wärmeverlust über den Dachboden verhindern

Wärme steigt bekanntlich nach oben. Deshalb geht vor allem in alten Gebäuden viel kostbare Energie über das Dach beziehungsweise den Dachboden verloren. Doch die Dachschrägen zu dämmen, ist aufwendig und kostspielig. Leichter und mitunter sogar effektiver ist die Dämmung der obersten Geschossdecke. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin. Wer einen nicht ausgebauten Dachboden besitzt, der auch zukünftig nicht betreten werden soll, kann einfach Mineralwolle, Holzfaser oder Steinwolle auf dem Boden auslegen.

Glaswolle wird auf dem Dachboden verlegt
Auf dem ungenutzten Dachboden können Sie ganz einfach Glaswolle ausrollen. Wichtig: Bei der Arbeit mit Glaswolle Schutzkleidung tragen.
© Alekss/Adobe Stock

Alternativ gibt es auch begehbare Dämmplatten, die mit einer Dampfsperre auf Estrichböden verlegt werden können. Diese bieten sich an, wenn Sie den Dachboden zum Beispiel als Stauraum nutzen möchten. Über der Dämmung werden im Anschluss Spanplatten oder OSB-Platten verlegt.

Hinweis: Wer mit Dämmstoffen noch keinerlei Erfahrung hat, sollte sich zunächst von einer Fachfirma beraten lassen, wie die oberste Geschossdecke am besten in Eigenleistung gedämmt werden kann. Eine ausführliche Anleitung zu verschiedenen Varianten gibt es außerdem in diesem Video von Isover.

8. Die Kellerdecke dämmen

Wer im Erdgeschoss über einem unbeheizten Keller steht, bekommt im Winter schnell kalte Füße. Die Dämmung der Kellerdecke ist in diesem Fall laut Verbraucherzentrale empfehlenswert und mit wenig finanziellem Aufwand umzusetzen. Eine Voraussetzung gibt es jedoch: Die Kellerwände müssen trocken sein. Ein feuchter Keller sollte nicht ohne fachkundige Beratung gedämmt werden.

Für ebene Betondecken gibt es Dämmplatten, die geklebt oder gedübelt werden können. Ist die Decke jedoch uneben, muss zunächst eine Unterkonstruktion gebaut werden.

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