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Süße Früchtchen Mit diesen Tipps werden Erdbeeren auf dem Balkon besonders süß

Reife rote und unreife grüne Erdbeeren in einem Blumenkasten
Erdbeeren lieben Sonne. Je sonniger der Standort, desto süßere Früchte tragen die Erdbeerpflanzen
© journey2008 - Adobe Stock
Wohl kaum etwas bringt den Sommer geschmacklich so nah wie süße Erdbeeren, am besten frisch gepflückt auf dem eigenen Balkon! Wer besonders süße Exemplare ernten möchte, sollte ein paar Regeln beachten. Wir liefern Tipps

Die Erdbeere zählt zu den beliebtesten Leckereien des Sommers. Besonders Kinder lieben die leuchtend roten Sammelnussfrüchte wegen ihres aromatischen Geschmacks. Je süßer, desto besser! Darüber hinaus sind Erdbeeren noch sehr gesund: Sie sind reich an Vitamin C, haben einen beachtlichen Folsäure-Gehalt und enthalten wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Magnesium und Kalzium.

Kein Wunder, dass viele kleine und große Hobbygärtner Erdbeerpflanzen deshalb gern auf dem eigenen Balkon anbauen. Damit nach der Ernte jedoch nicht die Enttäuschung über fad und wässrig schmeckende Erdbeeren lauert, liefern wir ein paar Faustregeln für geschmacksintensive Beeren!

Der richtige Standort: Sonne, Sonne, Sonne!

Wer Erdbeeren auf dem Balkon anbauen möchte, sollte sicherstellen, dass dieser genug Sonne abbekommt, idealerweise also nach Süden hin ausgerichtet ist. Denn Erdbeeren lieben Sonne – je mehr, desto besser. Stehen die Erdbeerpflanzen nämlich im Schatten, entwickeln sie vermehrt Blätter und das Aroma der Früchte leidet. Mehr als fünf Stunden sollten Gefäße mit Erdbeeren, die auf dem Balkon stehen, aber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Ansonsten trocknet das Substrat schnell aus und die Pflanzen leiden.

Wer auf dem Balkon Erdbeeren kultivieren möchte, sollte den Erdbeerpflanzen genug Platz zum Wachsen bieten. Ein Topf mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern reicht für eine Pflanze. Alternativ tut es auch ein 50 Zentimeter langer Kasten für zwei Pflanzen, die Erdbeeren werden in einem Abstand von 20 Zentimetern in die Erde gesetzt.

Erdbeeren benötigen außerdem einen humosen, lockeren und durchlässigen Boden. Fertige, leicht saure Beerenerde eignet sich gut zur Anpflanzung. Auch Aussaat- oder Kräutererde kann genutzt werden, die gegebenenfalls noch mit etwas Laubkompost als zusätzlichen Humus angereichert wird. Normale Blumenerde sollte man meiden, diese ist für Erdbeeren zu stark gedüngt.

Pflanzzeit: Optimal ist der August

Das Pflanzen von Erdbeeren ist zwar in den Monaten April und Mai möglich. Die beste Pflanzzeit ist aber zwischen Ende Juli und Anfang September. Schon im folgenden Jahr tragen die Erdbeerpflanzen dann die ersten Früchte.

Die Sorte macht den Unterschied

Wer besonders süße Erdbeeren ernten möchte, sollte sich auch über die vielen Sorten einen Überblick verschaffen. Denn dort gibt es geschmackliche Unterschiede.  Zu den beliebtesten Erdbeersorten in Deutschland zählt die Korona. Sie gehört zu den junitragenden Erdbeerpflanzen, ihre Früchte sind als besonders süße und saftige Erdbeeren bekannt. Wegen der sehr weichen Konsistenz eignen sich Korona-Erdbeeren besonders zur schnellen Weiterverarbeitung.

Die Mieze Schindler Erdbeerpflanze erinnert mit ihren kleinen, süßen Früchten an wilde Walderdbeeren – geschmacklich wie optisch. Sie gilt als die Genuss-Erdbeere schlechthin und überzeugt mit ihren knallroten Früchten. Eine weitere, sehr süße Erdbeersorte ist die Senga Sengana. Sie ist bekannt für ihren großen Ertrag und ihre Anspruchslosigkeit, die Erdbeerpflanze fühlt sich an allen Strandorten wohl.

Die Früchte der immertragenden Furore Erdbeerpflanze zeichnen sich durch eine frische Süße aus. Darüber hinaus sind die Erdbeeren lange haltbar und lagerfähig. Ebenfalls herrlich süße Früchte tragen Favori Erdbeerpflanzen. Dazu machen die Früchte auch optisch einiges her: Die großen, kegelförmigen Erdbeeren haben eine kräftig rote Farbe mit einem wunderschönen Glanz.

Düngen: Erdbeeren mögen Nährstoffe

Damit Erdbeeren gut wachsen und die Früchte ihren süßen Geschmack auch in voller Intensität ausbilden können, benötigen sie genügend Nährstoffe. Besonders leicht lassen sich diese über einen Flüssigdünger zuführen, der dem Gießwasser etwa alle zwei Wochen beigegeben wird. So ist sichergestellt, dass die Erdbeerpflanzen, die in einem Kübel oder Balkonkasten heranwachsen, einen nährstoffreichen Boden haben und im Sommer herrlich süße Früchte tragen.

Erdbeerpflanzen gießen: Vorsicht bei den Blättern

Erdbeerpflanzen freuen sich, wenn sie regelmäßig gegossen werden – am besten in den frühen Morgenstunden. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Blätter und Früchte nicht nass werden. Zu viel Feuchtigkeit schadet den Pflanzen und kann Krankheiten und Schädlinge auf den Plan rufen: Schnecken, Läuse und Käfer haben es auf die verlockenden Früchte abgesehen.

Erdbeere pflücken: Die Technik macht den Unterschied

Tragen die Erdbeerpflanzen nach all der Pflege und Mühe endlich rote Früchte, sollte man möglichst nicht allzu hastig die Erdbeeren von der Pflanze reißen. Denn auch mit der richtigen Pflück-Technik kann noch Einfluss auf das Aroma genommen werden. Erdbeeren werden am besten in der morgendlichen Kühle geerntet. Je höher die Temperaturen im Verlauf des Tages steigen, desto weicher und druckempfindlicher werden die Früchte.

Wichtig ist außerdem, dass die Erdbeerpflanze trocken ist. Nass gepflückte Erdbeeren verlieren schnell an Aroma und schmecken leicht säuerlich. Hat zuvor noch eine längere Regenperiode das Wetter bestimmt, gönnt man den Erdbeeren besser noch einige Sonnentage, damit sie ihren vollen Geschmack entfalten können. Gepflückt werden sollten die Früchte immer mit Stiel und Blattkelch. So behalten die Erdbeeren ihren süßen Saft und das Aroma am besten.


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