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Natürliches Wundermittel Nachhaltig gärtnern: So bringen Eierschalen Pflanzen zum Blühen

Eierschalen werden als Dünger in einen Pflanztopf gegeben
Eierschalen enthalten viel Kalk. Das macht sie zu einem guten Dünger
© ThamKC - Adobe Stock
Wer seinen Pflanzen etwas Gutes tun möchte, kann Eierschalen zum Düngen nutzen. Eierschalen enthalten viel Kalk, was sie zu einem idealen Hilfsmittel beim Gärtnern macht

Statt chemisch-synthetischen Dünger aus dem Gartenmarkt zu verwenden, nutzen kluge Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner die natürlichen und ökologisch wertvolleren Mittel, die sie ohnehin zu Hause haben. Ein nachhaltiger Dünger findet sich hin und wieder auf jedem Frühstückstisch und wandert von dort am besten direkt in den Garten: Eierschalen.

Eierschalen enthalten jede Menge Kalk – genau genommen Kalziumcarbonat – und liefern darüber hinaus zahlreiche weitere Mikronährstoffe, die Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen. Wegen ihres hohen Kalkanteils sind Eierschalen eine ideale Nährstoffquelle für kalkliebende Pflanzen.

Dazu zählen Bohnen, Erbsen, Tomaten, Rote Bete, Mangold, Möhren und Kräuter wie Thymian, Salbei und Lavendel. Auch die meisten Obstbäume und Gehölze, zum Beispiel Ahorn, Linde und Zierkirsche, freuen sich über eine zusätzliche Kalkgabe.

Nicht alle Pflanzen freuen sich über Eierschalen-Dünger

Pflanzen, die saure Böden bevorzugen, sollten hingegen nicht mit Eierschalen gedüngt werden. Durch ihren hohen Kalkgehalt heben beziehungsweise neutralisieren die Schalen den pH-Wert des Bodens. Zu diesen Pflanzen zählen Hortensien, Anemonen, Begonien, Erika, Lilien, Lupinen, Magnolien, Maiglöckchen, Pfingstrosen, Phlox Rhododendren und Stiefmütterchen.

Um den Pflanzen den Kalk zuzuführen, werden die Eierschalen so klein wie möglich zerbröselt. Wer besonders gründlich sein möchte, kann einen Mörser zur Hilfe nehmen. Je kleiner und feiner die Eierschalen, desto eher wird der Kalk in den Kreislauf eingespeist und desto eher können die gedüngten Pflanzen ihren Nutzen daraus ziehen.

Tipp: Das dünne Eihäutchen, das direkt unter der Schale klebt, sollte möglichst vor dem Zerkleinern der Eierschalen entfernt werden. Es fängt leicht an zu schmieren und erschwert das Pulverisieren der Schalen.

Eierschalen auf die Erde oder ins Gießwasser geben

Die zerbröselten Eierschalen werden nun direkt ins Beet oder auf die Erde in den Pflanzenkübel gegeben. Wurden die Schalen pulverisiert, können sie auch dem Gießwasser zugegeben werden. Dazu die Schalen etwa zwölf Stunden lang im Wasser (Faustformel: Auf 1 Liter Wasser kommen 2 Eier) stehen lassen, damit sich die enthaltenen Mineralstoffe darin lösen. Danach wird die Flüssigkeit durch ein feines Sieb in eine Gießkanne geschüttet und anschließend an den Wurzelbereich der Pflanzen gegossen.

Übrigens: Nicht immer ist das Düngen erforderlich. Wird zu viel gedüngt, kann dies den Pflanzen sogar schaden. Wer in einer Region mit besonders kalkhaltigem Wasser wohnt, kann auf eine zusätzliche Zufuhr in der Regel verzichten. Die Webseite www.wasserhaerte.net liefert einen guten Überblick je Bundesland in Deutschland. Auch der örtliche Wasserversorger kann genaue Auskunft zum Härtegrad des Wassers geben.

Noch mehr Sicherheit bietet ein pH-Test, um die Beschaffenheit der Pflanzenerde und des Gießwassers zu messen. Spezielle pH-Teststreifen sind in Bau- und Gartenmärken sowie in der Apotheke erhältlich.


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