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Praktisches Gewürz So wird Zimt zum natürlichen Wundermittel im Garten

Zimtstangen und Zimtpulver
Zimt schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch bei der Gartenarbeit hilfreich sein
© fotofabrika - Adobe Stock
Bei Zimt denken Sie nur an Milchreis und Zimtsterne? Das Gewürz kann noch viel mehr – Schädlinge abwehren und Pflanzen schützen zum Beispiel! Wir liefern Tipps für die Anwendung im Garten

Hierzulande ist uns Zimt eigentlich nur aus der Küche bekannt, wo er gemahlen und in Pulverform zum Würzen Anwendung findet. Das Gewürz wird aus der abgeschälten und getrockneten Rinde des Zimtbaumes(Cinnamomum) gewonnen. Im Zuge des Trocknungsprozesses rollen sich die Rindenstücke zu den bekannten Zimtstangen auf. Diese werden anschließend zu Zimtpulver gemahlen.

Doch Zimt kann mehr als weihnachtlichen Duft verbreiten: Gartenfans und Hobbygärtnerinnen schwören auf seine Wirkung als natürliches Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Schädlingen und als Hilfsmittel bei der Bewurzelung von Stecklingen. Im Gegensatz zu chemischen Gartenhelfern unterstützt Zimt im Garten auf natürliche Weise und schadet nicht der Umwelt, auch für Haustiere ist das Gewürz in geringen Mengen völlig harmlos.

Zimt gegen Ameisen im Garten einsetzen

Zwar gehören Ameisen zu den Nützlingen, doch trotzdem möchte man sie nicht überall im Garten in großen Scharen herumkrabbeln haben – auf der Terrasse zum Beispiel. Wer Ameisen vertreiben möchte, greift am besten zu zehnprozentigem Zimtöl oder zu Zimtpulver. Denn: Ameisen rümpfen bei Zimt die Nase und suchen das Weite. Tatsächlich verfügen Ameisen über einen exzellenten Geruchssinn, der mindestens so stark ausgeprägt sein soll wie der von Hunden.

Je nach Ameisenart kann Zimt besser oder schlechter zur Abschreckung wirken, doch einen Versuch ist es wert. In wissenschaftlichen Tests könnte zum Beispiel nachgewiesen werden, dass die Schwarze Wegameise (Lasius niger), die Schwarzkopfameise (Tapinoma melanocephalum) und die Pharaoameise (Monomorium pharonis) besonders gut auf Zimt als Abschreckungsmittel reagieren. Eine "Zimtstraße" auf dem Fußboden oder an einer Pflanze verhindert die Ameisenplage.

Pflanzen vor Pilzen und Schimmelbefall schützen

Bildet sich bei Zimmerpflanzen Schimmel auf der Erde, kann Zimt dagegen helfen. Mit Zimt bestreut, sollte der Schimmelbefall auf der Erde verschwinden. Auch gegen Schimmelpilze an Pflanzen ist Zimt ein gutes Hilfsmittel. Werden Pflanzen mit einer Lösung aus Zimtpulver und Wasser besprüht, lindert dies den Pilzbefall.

Für die Lösung

  • 1 EL gemahlenen Zimt und
  • 5 Liter warmes Wasser

miteinander vermischen. Die Lösung einige Stunden lang durchziehen lassen und anschließend mit einer Sprühflasche auf die befallenen Pflanzenteile sprühen.

Trauermücken mit Zimt vertreiben

Auch Trauermücken verabscheuen Zimt, sie können den intensiven Duft nicht ausstehen. Wer die Schädlinge loswerden möchte, greift also am besten ins Gewürzregal und streut das aromatische Pulver auf die Erde. An der Substratoberfläche unterbricht dies den Zyklus der kleinen Flugtiere und verhindert ihr Ausschlüpfen aus der Erde.

Vorsicht bei Nutzpflanzen wie Kresse oder Tomaten: An ihnen angewandt, wird Zimtpulver eine wachstumshemmende Eigenschaft nachgesagt.

Ableger stark machen

Insbesondere bei Stecklingen soll Zimt das Wachstum fördern. Werden die Schnittflächen der Stecklinge in Zimtpulver eingetunkt, stimuliert dies die Wurzelbildung. Wer mag, kann anstelle der Pulverform auch eine Zimt-Lösung einsetzen. Danach sollten die Stecklinge für etwa eine Stunde kopfüber gelagert werden. Anschließend können infolgedessen bedenkenlos eingepflanzt werden.

Jungpflanzen schützen

Auch für den Heilungsprozess ist Zimt förderlich. Wer beim Pikieren aus Versehen eine Pflanze beschädigt hat oder wenn nach einem ordentlichen Sturm der ein oder andere Stängel umgeknickt ist, kann Zimt zur Wundheilung eingesetzt werden. Wird Zimtpulver auf die Wunde gestreut, soll dies der Pflanze bei der Heilung helfen.


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