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Welt-Vegan-Tag Smarter Vegan: Neun Apps, die das pflanzliche Leben erleichtern

Frau sucht nach Koch-ideen
Ob die Suche nach einem Rezept, Restaurant oder Freundschaften – Apps können den veganen Allltag erleichtern
© rh2010 /Adobe Stock
Vom veganen Einkauf, über den Restaurantbesuch bis hin zu neuen Freundschaften – wir stellen zum Welt-Vegan-Tag neun praktische Apps vor

Vegane Produkte im Supermarkt zu finden, auf einen Blick zu erkennen, welche Kosmetikfirmen keine Tierversuche machen oder in einer unbekannten Stadt ein veganes Restaurant ausfindig machen, ist nicht immer einfach. Doch es gibt digitale Helfer, die den Alltag für Veganerinnen und Veganer erleichtern. Wir stellen neun Apps vor, die auf keinem Smartphone fehlen dürfen.

Vegan Start: Hilfe beim Start ins vegane Leben

Blick auf die App Vegan Start
Nicht nur für Neu-Veganer*innen: In der App von Peta gibt es auch tolle Rezepte
© Rebecca Häfner

Wer erst frisch vegan geworden ist oder sich vorgenommen hat, dass künftig keine tierischen Produkte mehr auf dem Teller landen sollen, findet bei der Vegan-Start-App von der Tierrechtsorganisation Peta Hilfe. Wer möchte, kann sich 30 Tage lang mit allerhand Tipps und Informationen rund um das vegane Leben versorgen lassen. Ein kleiner Brokkoli führt durch die digitale Anwendung. Unter "Challenge" sind die Ratschläge in der App zu finden. An Tag 1 geht es darum, einen Überblick über die veganen Lebensmittel zu erlangen. Ohne Eier backen? Mit was Eier bei einem Kuchen ersetzt werden können, finden App-Nutzer*innen unter "Zutaten". Nicht nur für neue Pflanzenköstlerinnen und Pflanzenköstler interessant: eine Datenbank mit Rezepten.

Die App ist kostenfrei und für iOS und Android erhältlich.

Veganes Essen finden

Vanilla Bean: App aus Deutschland

Blick auf die App Vanilla Bean
Ob glutenfrei, vegan oder vegetarisch – Filter helfen bei der Suche nach einem Lokal
© Vanilla Bean

Wer oft in fremden Städten unterwegs ist, kennt das Problem: Der Magen knurrt, aber auf den ersten Blick kein veganes Restaurant in der Nähe. Die Vanilla-Bean-App schafft Abhilfe. Sie zeigt Restaurants in der Nähe an, die vegane Gerichte auf der Speisekarte haben. Dabei können Nutzerinnen und Nutzer verschiedene Filter für die Restaurants verwenden: rein vegan, vegetarisch oder auch mit Fleisch und Fisch. Außerdem kann auch nach Läden mit Rohkost, regionalen oder Bio-Zutaten und einem glutenfreien Angebot gesucht werden. Mit der Routenfunktion ist es auch in fremden Städten einfach, die Restaurants zu finden. Die Datenbank an Restaurants wird durch die Community regelmäßig erweitert – es sind über 23.000 veganfreundliche Lokale in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Irland, der Schweiz und den USA gelistet. Nach Angaben der App-Entwickler werden die Informationen zu den Restaurants regelmäßig durch das Vanilla-Bean-Team überprüft und Veränderungen angepasst.

Die App ist kostenfrei und für iOS und Android erhältlich.

Happy Cow: der klassische Restaurantfinder

Blick auf die App Happy Cow
Rund 100.000 Lokale sind bei der App Happy Cow gelistet
© Rebecca Häfner

Ob Restaurant, Café, Eissalon, Geschäft, Catering, Bäckerei oder Hotel – in der Happy-Cow-App können Veganerinnen und Veganer all das finden. Nicht umsonst gehört sie wahrscheinlich zu den beliebtesten Apps für Pflanzenköstlerinnen und Pflanzenköstler: rund 100.000 Lokale sind hier gelistet. Vor allem auf Reisen lässt sich so schnell das passende Restaurant für das Abendessen finden oder ein Supermarkt mit veganem Angebot. Per Filter lassen sich rein vegane oder vegetarische Läden finden. Außerdem lässt sich auch gezielt nach einem Café oder Restaurant suchen. Die Treffer in der Nähe werden in einer Liste oder auf einer Karte angezeigt. Fotos und Bewertungen der App-Userinnen und User sind hilfreich, um sich einen ersten Eindruck zu machen.

Die App gibt es in einer kostenfreien Version mit Werbung für iOS und Android. Wer keine Werbung sehen will, muss 4,49 Euro bzw. 3,99 Euro zahlen.

Berlin Vegan: einmal durch die Hauptstadt schlemmen

Berlin Vegan - Blick auf die App
Wer in der Hauptstadt Restaurants sucht, findet bei Berlin Vegan eine riesige Datenbank
© Rebecca Häfner

Wer in Berlin wohnt oder in der Hauptstadt unterwegs ist, kann sich über ein Projekt des Tierrechtsbündnisses Berlin Vegan freuen. In einer App werden Restaurants, Cafés oder Imbisse in der Nähe angezeigt. Teils mit kurzen Beschreibungen oder ausführlichen Restaurantbewertungen der Ehrenamtlichen. Damit das neu entdeckte Lieblingsrestaurant beim nächsten Berlin-Besuch schnell wieder gefunden wird, ist die Favoriten-Funktion sehr praktisch. Dort können alle Lieblings-Food-Spots hinterlegt werden. Ansonsten ist das Prinzip ähnlich der anderen Datenbanken: Die App zeigt Restaurants in der Nähe an, die vegane Speisen auf der Karte haben.

Die App ist kostenfrei und für iOS und Android erhältlich

Kosmetik ohne Tierversuche: App für vegane und tierversuchsfreie Kosmetik

Blick auf die App Kosmetik ohne Tierversuche
Eine Liste nach Marken zeigt, ob Hersteller von Kosmetika Tierversuche durchführen
© Rebecca Häfner

Ob ein Shampoo oder ein Lippenstift vegan ist oder der Hersteller Tierversuche durchführt, ist in der Drogerie nicht so einfach zu erkennen. Zwar gibt es Labels und Produktaussagen, die auf tierversuchsfreie Kosmetika hinweisen, beim schnellen Einkauf können sich Verbraucherinnen und Verbraucher aber leicht von schwammigen Slogans in die Irre führen lassen. Der Blog "Kosmetik-vegan" beschäftigt sich eingehend damit, ob eine Seife oder Wimperntusche tierversuchsfrei oder vegan ist. In der sehr einfach gehaltenen App ist eine lange Liste mit Marken hinterlegt. Das Ampelsystem mit Rot und Grün macht die Anwendung einfach und übersichtlich – bei grünen Marken können Tierfreundinnen und -freunde Kosmetik ohne Tierleid erhalten.

Die App ist kostenfrei und nur für Android erhältlich.

Vegand.me: Neue vegane Freunde und Dates finden

Blick auf die Apopp Vegand.me
Neue Freundschaften per App finden
© Rebecca Häfner

Gerade in eine neue Stadt gezogen oder auf der Suche nach Gleichgesinnten? Die App Vegand.me hilft dabei, neue Freunde oder auch die große Liebe zu finden. Nutzerinnen und Nutzer müssen sich in der App registrieren und hinterlegen ein Profil mit Foto, Alter und einem kleinen Text. Wer nur in der eigenen Stadt neue Bekanntschaften sucht, kann den Radius darauf einstellen. Außerdem kann auch nach User*innen in einem bestimmten Alter gefiltert werden. Dabei können sie aussuchen, ob sie an Freundschaften oder Dates interessiert sind. Ist das Profil erstellt, funktioniert die App ähnlich wie die bekannte Dating-App Tinder. Es werden Profile von anderen Nutzer*innen angezeigt, gefällt es, wird nach rechts gewischt und mag die andere Person einen auch, entsteht ein Match und es kann gechattet werden. Der kleine und feine Unterschied zu anderen Dating- und Freunde-Apps: Nutzer*innen geben an, ob sie vegan, vegetarisch oder flexitarisch leben. Wer gezielt vegane Bekanntschaften schließen möchte, kann danach filtern.

Die App ist kostenlos für iOS und Android.

Einkaufsguide: Vegane Produkte im Supermarkt und der Drogerie finden

Blick auf die App Einkaufsguide
Wer wissen will, welche Produkte im Supermarkt vegan sind, kann im "Einkaufsguide" stöbern
© Rebecca Häfner

Die Tierrechtsorganisation Peta liefert mit dem "Einkaufsguide" eine Datenbank an veganen Lebensmitteln, Verhütungsprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln. Userinnen und User können entweder durchstöbern, welche veganen Produkte es bei Märkten wie Dm, Lidl, Edeka oder Alnatura zu kaufen gibt. Oder sie suchen in verschiedenen Kategorien wie Getränke, Fleischalternative oder Verhütung nach dem richtigen Produkt. Zu einigen Produkten gibt es Fotos oder Nutzerinnen und Nutzer können ein eigenes Bild hochladen und bewerten, wie gut sie vegane Maiswaffeln oder vegane Crispy Nuggets finden. Leider steht in der App nicht dabei, wie teuer die Lebensmittel sind.

Die App ist kostenfrei und für iOS und Android erhältlich

Codechek: Nicht empfehlenswerte Produkte erkennen

Blick auf die App Codecheck
Codecheck hilft dabei, Inhaltsstoffe von Kosmetika zu bewerten
© Luise Müller-Hofstede

Was sich hinter den Fachbegriffen auf der Zutatenliste von Kosmetika oder Lebensmitteln versteckt, ist für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer leicht zu erkennen. Die App Codechek soll Abhilfe schaffen. Einfach den Barcode eines Produkts einscannen und schon gibt es Informationen zum Produkt. Sie werden nach dem Ampelprinzip eingestuft: Grün ist gut und Rot ist schlecht. Mikroplastik wird beispielsweise als schlecht bewertet. Wer will, kann durch einen Filter Allergien  oder seine vegane Lebensweise angeben. Der Nachteil an der App: Sie greift auf verschiedene Daten zurück, um die Einstufungen vorzunehmen, doch in der App selbst ist es für Nutzerinnen und Nutzer nicht immer sofort ersichtlich von wann die Daten stammen und sie müssen selbst nachrecherchieren. Als Datenquellen dienen zum Beispiel Daten von Greenpeace, BUND oder der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die App ist kostenfrei und für iOS und Android erhältlich

Plantjammer: Clevere Resteverwertung

Blick auf die App Plantjammer
Nur noch Grünkohl und Möhren im Kühlschrank – die App Plantjammer schlägt passende Rezepte vor
© Rebecca Häfner

Nur noch Grünkohl im Kühlschrank, aber keine Ahnung, was man damit kochen könnte? In der App Plantjammer kann ganz einfach eingegeben werden, dass noch Grünkohl und Karotten verbraucht werden müssen. Schon spuckt die App mögliche Rezepte mit den Zutaten aus. Es ist sehr praktisch, wenn schnell etwas gekocht werden soll, doch die Idee zu einem Gericht fehlt. Es kann voreingestellt werden, dass nur vegane Rezepte angezeigt werden sollen. In der kostenfreien Version ist es allerdings nur eine überschaubare Anzahl an Rezepten.

Die App ist kostenfrei und für iOS und Android erhältlich. Für die Premiumversion müssen Nutzer ein Abo abschließen, welches jährlich 25,49 Euro kostet.


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