Bremen

Wer den früheren Burggraben überquert und durch das Herdentor die Bremer Altstadt betritt, findet sich in einem Teil der Stadt wieder, der so gar nicht an den Rest der Großstadt erinnert. Hinter dem Wallring und seinen begrünten Wallanlagen erstreckt sich der alte Stadtkern, in dessen Zentrum sich der prächtige Dom am Marktplatz in den Himmel streckt.
 

Gleich nebenan befinden sich das bedeutende Rathaus und die berühmte Bronzeskulptur der Bremer Stadtmusikanten sowie die 1404 errichtete Rolandstatue, ein weiteres Wahrzeichen der Hansestadt. Das Rathaus gilt als eines der schönsten Rathäuser Deutschlands und gehört, wie auch die Rolandstatue, zum UNESCO-Welterbe.


Nahe der Weser drängen sich im Schnoorviertel, dem ältesten Stadtviertel Bremens, die winzig schmalen Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert dicht aneinander. Hier lohnt sich ein Bummel durch die kleinen Geschäfte, in denen sich viele Goldschmiede und Kunsthandwerker niedergelassen haben.

Nürnberg

Als Kaiserpfalz war Nürnberg im Mittelalter die bedeutendste Reichsstadt und internationales Wirtschaftszentrum. Die Nürnberger Börse fungierte dabei als Bindeglied im Handel mit Italien und anderen europäischen Metropolen. Der damit einhergehende Reichtum regte das Kunst- und Kulturleben der wohlhabenden Nürnberger Patrizier an, von dem noch heute viele Gebäude, Denkmäler und Kunstwerke in der Altstadt zeugen.


Obwohl 90 Prozent der Nürnberger Altstadt im Zweiten Weltkrieg zerstört worden sind, wurden die wichtigsten historischen Bauwerke restauriert. Auch die Schäden der Stadtmauer wurden ausgebessert und so kann sie sich heute als längste noch erhaltene Mauer Mitteleuropas bezeichnen.


Die Kaiserburg ist das bedeutendste Baudenkmal und Wahrzeichen der Stadt Nürnberg. Auf einem Hügel oberhalb der Altstadt gelegen, bietet sich von der Kaiserburg aus ein herrlicher Blick auf die Altstadt. Einen Vorgeschmack bietet die Stadt Nürnberg mit einem 360 Grad Blick von der Burgfreiung auf seiner Internetseite.

Freiburg am Breisgau

Freiburg im Breisgau ist nicht nur die deutsche Stadt mit den meisten Sonnenstunden im Jahr, sondern zählt auch zu den schönsten Universitätsstädten Deutschlands. Besonders aber besticht die Stadt mit ihrer historischen Altstadt, die gleichzeitig das Geschäftszentrum der Stadt bildet und deren mittelalterliche Struktur auch heute noch an die Zeit der alten Zähringer Herzöge erinnert, die einst Freiburg gründeten.
 

Durchstreift man die vielen verwinkelten Gassen des Altstadtkerns, erblickt man alte Fachwerkhäuser, kleine Boutiquen und Cafés sowie zahlreiche imposante Bauten verschiedener Epochen, darunter das historische Kaufhaus von 1532, die Alte Wache und das Colombischlössle.
 

Über all dem erhebt sich der gotische Freiburger Münster, das Wahrzeichen der Stadt Freiburg. Von der Spitze des Kirchturms aus bietet sich einem ein hervorragender Ausblick auf die Dächer der malerischen Altstadt und die umgebenden Berge.

Erfurt

Die thüringische Landeshauptstadt besitzt einen der größten Altstadtkerne Deutschlands. Besonders schön ist das kleine Andreasviertel im nördlichen Teil der Altstadt, dessen Anfänge bereits auf das 10. Jahrhundert zurückgehen. Hier beleben hübsche Fachwerkhäuser mit individuellen Läden und kleinen Kneipen den mittelalterlichen Stadtkern.
 

Wer durch die engen Gassen mit Kopfsteinpflaster und vorbei an den bunten Häusern läuft, der fühlt sich ein wenig in die vergangenen Jahrhunderte zurückversetzt, als die heutige Marktstraße noch als bedeutende Handelsstaße "Via Regia" durch das Viertel führte. Hier findet sich auch die Krämerbrücke, das älteste profane Bauwerk Erfurts und bekanntestes Wahrzeichen der Stadt. Heute ist die Markstraße, die den Westen mit dem Osten der Altstadt verbindet, eine Einkaufsstraße, an deren Seiten sich alte Bürgerhäuser und historisch bedeutende Handelshöfe dicht an dicht reihen.

Trier

Neben Köln und Mainz kann "Augusta Treverorum", heute Trier genannt, den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich beanspruchen. Die Bausubstanz gibt Aufschluss darüber, dass Trier bereits vor über 2000 Jahren von den Römern gegründet wurde. Damit ist Trier eine der wenigen deutschen Städte, deren Geschichte sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt.


Einige erhaltene Bauwerke wie die "Porta Nigra", ein großes römisches Stadttor und gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt, sowie die Konstantinsbasilika, die Römerbrücke und die Reste eines Amphitheaters sind Spuren, welche die alten Römer in der Altstadt hinterlassen haben.
 

Auch aus der Zeit des Mittelalters finden sich zahlreiche historische Bauten im Altstadtkern, zum Beispiel das Dreikönigenhaus, die Liebfrauenkirche und der Hauptmarkt, an dem zahlreiche Stilrichtungen wie Fachwerkbau, Renaissance, Barock und Klassizismus ihre Spuren hinterlassen haben. An diesem zentralen Platz findet sich übrigens auch die älteste Apotheke Deutschlands.

Regensburg

Ihre Altstadt macht das historische Regensburg laut UNESCO zur "einzig authentisch erhaltenen mittelalterlichen Großstadt Deutschlands" - und damit seit 2006 zum Welterbe. Die heute noch sichtbaren, historischen Strukturen der Altstadt enstammen einer fast 2000 Jahre alten Stadtgeschichte.
 

Die engen und dunklen Gassen, die hohen und schmalen Gebäude sowie die alten Befestigungsanlagen sind Zeugnisse des 11. bis 13. Jahrhunderts. Herrschaftliche Patrizierhäuser wechseln sich mit den zahlreichen Kirchen der Stadt ab, und auch die Steinerne Brücke, die neben dem Regensburger Dom das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt ist, atmet die Jahrtausende alte Geschichte aus.
 

Und dennoch versprüht die Altstadt mit den zahlreichen Geschäften, Cafés, Gaststätten und Kneipen auch eine moderne Urbanität. Gerade im Sommer zieht die Altstadt viele Besucher an: Grüne Parks, die aufatmen lassen, Plätze mit Brunnen, die zum Verweilen einladen und Altstadtgassen, die sich zu Flaniermeilen mausern. Moderne und Geschichte, nur auf den ersten Blick ein Widerspruch, machen die Regensburger Altstadt so unvergleichlich.

Aachen

Acht Jahrhunderte lang war Aachen die Stadt der Kaiser und Könige. Hier wurden Herrscher gekrönt, allen voran der berühmte Karl der Große, der von Aachen aus sein späteres "Heiliges Römisches Reich" regierte.
 

Auch heute noch ist Aachens mittelalterliche Stadtstruktur mit ihrem Stadtkern und den zwei Befestigungsringen erkennbar. In der Altstadt erstrecken sich viele enge Gässchen mit kleinen Restaurants und historischen Plätzen rund um den Aachener Dom, der bereits 1978 von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde.

Lübeck

Betritt man durch eines der alten Stadttore die engen Gassen und die vielen Hinterhöfe der Lübecker Altstadt, fühlt man sich sofort in die Zeit der Hanse zurückversetzt. Strategisch günstig auf einem Hügel gelegen und umflossen von Wakenitz und Trave, entwickelte sich Lübeck nach seiner Gründung im Jahr 1143 zum Haupt der Deutschen Hanse.
 

Beim Schlendern durch den Altstadtkern erinnern die knapp 1800 denkmalgeschützten Gebäude auch heute noch an die Blütezeit der Hansestadt. Auch der spätmittelalterliche, planmäßig angelegte Stadtgrundriss ist noch zu erkennen und weitgehend intakt.
 

Das alte Rathaus, das Burgtor, die Marienkirche, der Lübecker Dom und die alten Giebelhäuser sind sogar so gut erhalten, dass die historische Altstadt Lübecks bereits seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Halle

Die historische Altstadt von Halle überstand den Krieg fast unverseht. Viele Gebäude aus den vergangenen Jahrhunderten sind erhalten geblieben und prägen heute das Erscheinungsbild der Altstadt. Besonders sehenswert sind der spätgotische Rote Turm, die mittelalterliche Marktkirche Unser Lieben Frauen und das Stadthaus.
 

Der Marktplatz ist das Zentrum des alten Stadtviertels, von dem aus die Große Märkerstraße abgeht, eine der ältesten Straßen der Stadt und im 18. Jahrhundert bevorzugter Wohnsitz der Professoren der Universität. Viele der Häuser mit den Renaissanceportalen sind heute saniert.


Auch einen Bummel wert ist die 1890 erbaute Sternstraße zwischen Klein Berlin und Kleiner Brauhausstraße. Die reich verzierten, vierstöckigen Mietshäuser sind bis heute lückenlos erhalten und bilden damit eines der eindrucksvollsten Straßenbilder Halles aus der Gründerzeit. In den Sommermonaten füllen sich abends die kleinen Gassen vor den zahlreichen Kneipen und Restaurants mit Menschen.

Leipzig

Das Stadtbild der Leipziger Altstadt ist untrennbar mit der sächsischen Kaffeetradition verbunden. Mit dem Eintreffen der ersten Säcke voller Kaffeebohnen im Jahr 1693, eröffneten im Laufe der Zeit zahlreiche Kaffeehäuser. Kein Wunder also, dass sich mit dem "Coffe Baum" auch das älteste Kaffeehaus Europas hier befindet. Sogar Johann Sebastian Bach besuchte über zwanzig Jahre lang jede Woche das "Zimmermannsche Kaffeehaus" in der Katharinenstraße.
 

Genauso typisch wie die Kaffeetradition sind für Leipzig auch die Messebauten und Einkaufspassagen, die mit der 800-jährigen Stadtgeschichte verbunden sind. Leipzigs Lage an der Kreuzung der zwei großen Handelsstraßen "Via Regia" und "Via Imperii" begünstigte besonders den Fernhandel, wodurch Leipzig zum Ausgangspunkt des internationalen Messewesens wurde.


Der große Marktplatz in der Leipziger Altstadt kündet noch von der Messetradition, auf dem drei Mal im Jahr die Messen, große überregionale Märkte, stattfanden. Auch das alte Rathaus von 1556 befindet sich hier und zählt zu den schönsten deutschen Rathäusern aus der Renaissancezeit. Eines der bedeutendsten Messehäuser ist die Mädler-Passage, die noch bis in die 1990er Jahre als Mustermessehaus für Schmuck, Uhren und Porzellan diente und in der sich auch Auerbachs Keller befindet.

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