Finnmark, die schönste Versuchung von Norwegen

Reisebericht

Finnmark, die schönste Versuchung von Norwegen

Norwegen, Finnmark, Fischerhafen von Kamøyvær



Nils lächelt verschmitzt und zupft am Bommel seiner traditionellen samischen Kopfbedeckung mit den vier Zacken und meint, „wenn ich den Bommel rechts trage, bedeutet das, dass ich in



Norwegen, Finnmark, Same Nils

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einer festen Beziehung lebe.“ Und wie er der hübschen jungen Dame unserer kleinen Reisegruppe in die Augen schaut, verdreht er schnell seine Kappe, so dass der Bommel nun links hinunter hängt, was bedeutet, dass er noch zu haben ist. Dann schaut er augenzwinkernd zu uns hinüber und setzt noch ein Späßchen drauf und meint, dass er im Frühling, wenn er mit seiner Rentierherde vom Inland den wochenlangen Marsch hierher zur Küste vor sich hat, setze er seine Mütze so auf, dass der Nordzacken nach vorne schaue. Und diesem würde er immer nachgehen, wobei er zuverlässig auf direktem Wege immer hier an seinem Sommerplatz an der Küste ankomme.

Später erfahren die Reisenden, dass sein samisches Nomadenvolk, das früher abschätzig „Lappen“ genannt wurde, schon seit vorgeschichtlicher Zeit hier in der Finnmark lebt, in Norwegens äußerstem Norden.



Norwegen, Finnmark, Altafjord

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Und da sind wir in Alta an diesem sonnigen Vormittag mit dem Flieger angekommen. Sitzen gleich am Nachmittag auf dem kleinen Hausberg Komsatoppen und genießen die Sinfonie des Nordens in Grün und Blau. Einer der hier lebt, Kristen Albert Ellingsen, hat den Ankommenden den Weg über den blank poliertem Felsen hinauf gezeigt, der ab und an mit kleineren Plateaus von moorigen Flächen unterbrochen wird. Hat für sie Moltebeeren gepflückt, die zu allen leckeren Nachtischen hier gehören.



Norwegen, Finnmark, Alta

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Wie er die Blicke seiner Gäste dann mit ausgestrecktem Arm auf die wunderschönen farbigen Häuser dort unten gleich am Rande des Altafjordes lenkt, erzählt der Hochschullehrer, dass er in den neunziger Jahren dort gleich am Wasser gewohnt hat. Zu dieser Zeit wollte kein Mensch dort wohnen, weil der kurze Weg den Leuten zur Stadtmitte noch zu weit war. Heute ist das anders, da wollen alle dort wohnen und man kann diese Grundstücke in dieser Traumlage nicht mehr bezahlen.

Lange verweilen die Ankömmlinge dort oben, schauen nach Norden in die Schönheit der herben, arktischen Natur und freuen sich auf viele spannende Begegnungen mit dem samischen Nomadenvolk unterwegs auf der Fahrt hoch hinauf zum Nordkap.



Bronzezeitliche Felsritzungen...

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So staunen sie am nächsten Tag über jungstein- und bronzezeitliche Felsritzungen, die ihnen Isabel Guissard fachkundig im archäologischen Freilichtmuseum in Alta zeigt. Ohne dass man sie mit roter Farbe nachgemalt hat, wäre man auf den Felsen achtlos an ihnen vorbei gegangen. Nur leider dürfen die vom Unesco Welterbe unter Schutz gestellten Felsritzungen ab diesem Jahr nicht mehr mit dieser roten Farbe nachgemalt werden.

Wie die Führerin Isabel dann schmunzelnd erzählt, haben sich viele Besucher dieser Felsritzungen darüber beschwert, dass junge Leute schlafend unter blauen Plastikplanen über dem Kopf auf den Felsen liegen. „Aber,“ und dann zeigt sie uns eine originale Felsritzung, die wir nur sehr schwer erkennen können, „die jungen Archäologen haben bewusst eine schattenspendende blaue Plane über dem Kopf, damit sie diese filigranen Vertiefungen von Nordeuropas umfangreichsten Felsritzungen, die 2.000 bis 6.000 Jahre alt sind, überhaupt sehen können.“



Und dann fährt man die Gäste erst einmal 70 Kilometer in Richtung Süden nach Kautokeino.

Unterwegs gibt’s jedoch einen Zwischenstopp im menschenleeren Ort Máze, wo Tore Turi die ankommenden Gäste in seiner traditionellen blau-roten Tracht und dem am Gürtel in einer Scheide hängenden Samenmesser mit der rasierklingenscharfen Stahlklinge am Birkenholzschaft herzlich begrüßt. „In Máze,“ so erzählt dieser freundliche Same, „leben 300 Samen. Und die Hälfte der Einwohner haben ihre Rentiere wie jedes Jahr in einem wochenlangen Treck zum weit entfernten Sommerlager ans Meer getrieben.“



Norwegen, Finnmark, Máze, Same...

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Wie er dann mit seinen Gästen zu seinem kleinen Ahnen-Friedhof mit dem Motorboot auf dem breiten Altafluss schippert, erzählt er von früheren Strapazen. 1930 wurde der erste Sommerweg gebaut. Bis dahin benötigte man mit dem Rentierschlitten ganze zwei Tage zum nächstgelegenen Arzt und erst 1963 wurde die Straße für ganzjährige Fahrten ausgebaut. „1965“, erzählt er stolz, „haben wir die erste Elektrizität bekommen.“

Dann stehen alle gemeinsam auf dem kleinen Samenfriedhof. Und wie Tore dann in einem kleinen, nur mit Lattenzäunen eingegrenzten Bereich steht, erzählt er von einer 3 mal 4 Meter kleinen Holzkirche, die genau hier gestanden hat. Unbekannte haben sie im 19. Jahrhundert einfach von hier weggenommen und als Wohnhaus in Kautokeino für sich wieder aufgestellt.



Auf der Rückfahrt schmunzelt er darüber, dass die jungen Samen früher erst einmal eine ältere, erfahrene Frau geheiratet haben, bevor sie sich dann später eine junge Frau gesucht haben, mit der sie dann in der Regel 10 bis 15 Kinder bekommen haben.

Wieder an Land, führt Tore die Fremden zu einem Lávvo, einem Nomadenzelt aus Birkenstämmen mit offenem Rauchabzug, die früher mit Fellen oder gewebten Wollteppichen umspannt worden sind. „Heute nimmt man dazu leichtere, wasserdichte Materialien,“ erzählt



Norwegen, Finnmark, Nomadenzelt



Risten Eira, die am offenen Feuer mit ihrem Freund Ante Spira auf ihre Gäste wartet und den Ankömmlingen frisch auf dem Feuer gebrühten Kaffee reicht. Auf die Frage, warum die Rentierherden im Sommer an die Küsten getrieben werden, gibt Ante die Antwort, dass sie dort besseres Futter als hier haben. „Im Winter,“ so sagt er, „müssen wir die Rudel wieder hier her zurück treiben, da dort sehr viel Schnee fällt. Hier im Landesinneren haben wir nicht so viel Schnee, da es hier wesentlich kälter ist. So fällt das Quecksilber des Thermometers oft unter 40 Grad Minus, was unsere Rentiere bis minus 50 Grad aushalten können, da ihr Fell aus Röhrenhaare besteht und die Hohlräume dieser Haare eine sehr gute Isolation gegen diese bittere Kälte darstellen.“ Dem Fremden wird ins Ohr geflüstert, dass man einen Samen nie nach der Anzahl seiner Rentiere fragen darf, dass es gleich kommt mit der Frage, wie viel Geld man auf dem Sparkonto hat.



Norwegen, Finnmark, Kautokeino

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Wie dann die Gäste am Nachmittag in Kautokeino, im Herzen der Hochebene Finnmarksvidda ankommen, staunen sie nicht schlecht über die eigenwillig individuelle Architektur der Silberschmiede von Frank und Regine Juhls. Und inmitten dieser sehr eigenwilligen Bebauung steht diese rüstige Hausherrin Regine auf ihrem Stock gestützt und erzählt aus ihrem Leben, während die Neugierigen über ihren exklusiv modernen Schmuck und die individuelle Bauweise jedes einzelnen Raumes staunen, an dem die beiden ohne Hilfe manchmal bis zu zehn Jahre fantasievoll gebaut haben. Regine erzählt auch, dass sie aus Ostpreußen, Marienburg in Masuren, als junges Mädchen vor den Russen geflüchtet ist, einige Jahre in Helmstedt gelebt und es sie dann hier in den 50er Jahren in diese absolute Einsamkeit gezogen hat. Hier angekommen, wurde sie in Familien, den so genannten „siidas“, die in ihren Lavvo-Zelten lebten, herzlich aufgenommen. Da erinnert sie sich noch genau daran, dass man ihr Rentierfelle schenkte, aus denen sie sich einen Fellmantel nähen musste. Und wie sie ihren Frank später kennen lernte und beide diese Idee hatten, ein Leben in völliger Einsamkeit zu führen. So hatten sie sich ein Grundstück ohne Zuwegung auf diesem Berg hier ausgesucht und mussten alle Baumaterialien von Hand hier hinauf schleppen.



„Da Frank allen Einheimischen in Kautokeino bei kleinen und großen Problemen mit Rat und Tat zur Seite stand, wie zum Beispiel seinerzeit der Strom in die Stadt kam, mit dem sie nichts anzufangen wussten,“ erzählt Regine mit Begeisterung, „bat man uns auch, ihren defekten Schmuck, den sie oft über lange Zeit in ihren Truhen liegen hatten, zu reparieren. Und so sind wir Goldschmiede geworden.“ Noch heute steigt sie seit 13 Jahren fast täglich auf die Leiter, um ihr riesiges Relief über der Eingangtür kunstvoll mit Glasmosaik aus Italien mit Weiß-, Rot- und Grüngold in vielen Nuancen zu vollenden.



Norwegen, Finnmark



Ein Land mit weiten Ebenen und hohen Bergen, mit Flusstälern und Gebirgsseen zieht am Busfenster vorbei, während die Räder nach Karasjok rollen. Da kreisen die Gedanken bei dieser zweieinhalbstündigen Fahrt um eine Tierwelt aus riesigen Rentierherden, im Rudel jagenden Wölfen und Adlern, die ihre mächtigen Flügel ausbreiten in einem menschenleeren Land, das geprägt ist von langen, bitterkalten Wintern und kurzen, fruchtbaren Sommern.



Norwegen, Finnmark, Huskyfarm...

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Dann weckt lautes Hundegebell in Karasjok den Reisenden aus seinen Tagträumen und vor ihm kläffen 44 ausgewachsene Huskys, während sich 11 Welpen spielend mit ihrem flauschigen Fell an den Fremden herankuscheln. Sven Engholm, der Besitzer dieser enthusiastischen Meute, erzählt dann auch in der Küche eines seiner urigen Norweger-Blockhäuser davon, dass er bereits viermal in Alaska an Hundeschlittenrennen teil genommen hat. Er das aber jetzt nicht mehr machen wird, da ihm die Logistik zu groß sei und auf der Rückfahrt seine 18 mitgenommen Hunde für vier Monate in Quarantäne mussten.



Nur einen Steinwurf weit entfernt geht es an diesem Samstag wesentlich ruhiger zu. Da tritt die kleine Reisegruppe ehrfürchtig in das „Sametinget“, das modern ausgestattete



Norwegen, Finnmark, Karasjok, samisches Parlament



Parlamentsgebäude ein, in dem normalerweise 39 Parlamentarier seit 1989 mit einem entsprechenden Stab von Mitarbeitern die Interessen dieser Minderheit im Storting, dem norwegischen Parlament in Oslo, vertreten. Dabei haben sie in Oslo aber nur eine beratende Funktion. Während die Gäste staunend durch die Bibliothek und den Parlamentssaal schreiten, erzählt die engagierte Mitarbeiterin dieses hohen Hauses davon, dass die Samen im benachbarten Finnland und Schweden ebenfalls ein eigenes Parlament haben, wofür die russische Minderheit bis heute noch kämpft. Hier in Norwegen war es jedenfalls ein steiniger Weg, den die „Norwegischen Indianer“, wie manche sie bezeichnen, hinter sich haben. Der größte Erfolg war wohl der erfolgreiche Protest gegen den Bau eines riesigen Staudammes, der einen großen Teil der Finnmark unter Wasser gesetzt hätte. Das hübsche kleine Samendorf Máze hätten wir dann nie kennen gelernt. Wo hätten sie wohl Tore Turi mit seinem Hab und Gut hin verfrachtet?



Norwegen, Finnmark, Honningsvåg, Artico Ice Bar



Kurz vor dem Nordkap schauen wir kurz noch im Hafen von Honningsvåg in der Artico Ice Bar vorbei, in der José Mijares und Gloria Pamplona aus mächtigen Eisblöcken, die sie im arktischen Winter professionell ausschneiden lassen, eine interessante Eiswelt geschaffen haben. Beim Verlassen scherzt ein Reisender, dass ihm wohl keiner zu Hause glauben wird, dass man sich in einer Bar erkälten kann.



Norwegen, Finnmark, Königskrabben in Honningsvåg



Nicht nur erkälten, sondern auch mit dem Leben spielen wollten dann wohl acht Reisende auf einer eingeplanten Königskrabbensafari auf dem Sarnesfjord nicht. So bleiben sie bei starkem Wind mit Hagelschlag und wechselnd kurzen sonnigen Abschnitten lieber an Land und überlassen professionellen Fischern das Entleeren der Krabbenfallen, wobei sie jedoch auf das frisch zubereitete Delikatessen-Krabbenfleisch nicht verzichten müssen.

Dabei erfahren die aufmerksamen Zuhörer von den erfahrenen Fischern, dass diese mächtigen Königskrabben, die bis zu zwei Meter groß und 35 Jahre alt werden können, vor vielen Jahrzehnten aus dem Nordpazifik hier eingesetzt worden sind. In der Zwischenzeit haben sie sich derart vermehrt, dass sie schon für die heimische Fischwelt eine ernste Gefahr darstellen.



Norwegen, Finnmark,...

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Einen Katzensprung von Honningsvåg entfernt treffen alle in dem kleinen Fischerhafen Eva Schmutterer, die es der Liebe wegen vor 13 Jahren von Deutschland in den kleinen Fischerhafen von Kamøyvær verschlagen hat. Sie ist mit ihrem Leben zufrieden und betreibt eine kleine Galerie. „Jetzt im Sommer habe ich viele Kunden, die bei mir einkaufen. Da freue ich mich richtig auf den stillen Winter. Wenn es in dieser Zeit mal schlimm kommt mit riesigen Schneebergen, dann fahren wir zu genau vorgegebenen Zeiten von unserem Schlagbaum am Ortsausgang aus im Konvoi hinter dem Schneepflug her. Erledigen in Honningsvåg unsere Einkäufe, gehen vielleicht ins Kino und fahren dann alle gemeinschaftlich wieder hinter dem Schneeräumer nach Hause. Alles andere wäre glatter Selbstmord“, gesteht sie.



Da erfahren aber auch die neugierigen Gäste, dass es eine dunkle deutsche Vergangenheit hier oben in der Finnmark gibt. So hat die vor den Russen fliehende Deutsche Arme 1945 verbrannte Erde hinterlassen und jedes Fischerhaus, jedes Dorf und jede Stadt hier in Brand gesetzt, so das kein Haus mehr in der Finnmark nach dem Krieg übrig blieb. So hatte die spätere norwegische Regierung einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben und dabei 12 Haustypen den Vorrang gegeben, die für wenig Geld schnell errichtet werden und dabei der vorherrschenden Kälte Schutz bieten konnten. Und so zogen Bauarbeitertrupps von Ort zu Ort, um der geschundenen Bevölkerung beim Wiederaufbau zu helfen. Zur persönlichen Note wurden die Häuser von außen in besonders leuchtenden Farben unterschiedlich gestrichen.



Norwegen, Finnmark, Nordkap



Nachdenklich sitzen danach acht deutsche Touristen in ihrem Bus und erreichen den Punkt der Reise, der schon seit ewigen Zeiten eine beliebte und wichtige Landmarke für die Schifffahrt im Norden darstellt. Überliefert ist, dass im Jahre 1553 eine englische Expedition unter Richard Chancellor die Segel setzte, um die Nord-Ost-Passage nach China zu finden. Das haben sie nicht geschafft – aber die Seekarten, die nach dieser Expedition entstanden, waren die ersten, auf denen das Nordkap unter diesem Namen zu finden war.

Da steht nun jeder dieser Reisegruppe für sich alleine in eine dicke Jacke gehüllt. Trotzt andächtig den über ihn hinweg brausenden Wolkenfetzen und peitschenden Regengüssen, erfreut sich am kurzen Sonnenintermezzo und einem auf den Wellen tanzenden Farbenspiel an diesem mächtigen Nordkapfelsen, der senkrecht steile, gute 300 Meter ins Wasser der Barentssee abfällt und 500 bis 600 Millionen Jahre auf dem Buckel haben soll. Das peitschende Wasser reicht bis an den Horizont und die Gedanken geraten ins Trudeln, lassen die Heimat in weite Ferne rücken und bleiben hängen bei den freundlichen Menschen, die seit vorgeschichtlicher Zeit diesem unwirklich rauen Landstrich trotzen.



Gerd Krauskopf



Infos

zur Finnmark



Norwegen, Finnmark



Weitere Informationen zur Finnmark:

Gewählte Reiseroute:



Norwegen, Finnmark, Alta



Alta

ist bekannt als Stadt des Nordlichts und hat ganzjährig viel zu bieten: Nordeuropas größte Schlucht (Sautso-Canyon), Nordeuropas umfangreichste Felsritzungen (Unesco Welterbe), im Winter Nordlichtsafaris mit Hundeschlitten oder Snowmobil oder eine Übernachtung im Alta Eishotel. In der Stadt gibt es auch viele verschiedene Restaurants und Cafés sowie moderne Unterkünfte.



Norwegen, Finnmark, Kautokeine



Kautokeine

ist mit 9.687 Quadratkilometern Norwegens größte Gemeinde, hat aber nur rund 3000 Einwohner. Der Ort Kautokeino im Herzen der Hochebene Finnmarksvidda hat sich mit Institutionen wie dem Sámi Theater, dem Nordic Sámi Institut und der samischen Universität zu einem Kultur-, Bildings- und Forschungszentrum der samischen Bevölkerung entwickelt. Hier sind ganzjährig samische Aktivitäten und Geschichte erlebbar. Wichtig für die Region sind Rentierzucht, Landwirtschaft sowie Tourismus. www.destinasjonkautokeino.no



Norwegen, Finnmark, Karasjok



Karasjok

beherbergt viele wichtige samische Institutionen, wie das Sametinget (samisches Parlament), De Samske Samlinger (Die samischen Sammlungen und das Sami kunstnercenter (Samisches Künstlerzentrum). Neben dem samischen Themenpark Sápmi bietet Rerasjok viele weitere spannenden Erlebnisse und Aktivitäten in atemberaubender Natur. Karasjok liegt im Herzen des norwegischen Teils Lappökumenischhe lands, 18 km von der finnischen Grenze entfernt, und ist ein wichtiger und interessanter Zwischenstopp auf dem Weg zum Nordkap.
www.karasjokinfo.no



Norwegen, Finnmark, Honningsvåg



Honningsvåg

hat 3500 Einwohner – verteilt auf einer Fläche von 924 Quadratkilotern. Die Insel Magerøya und das festland um die Mündung des Porsangerfjords sind Norwegens nördlichste Gemeinde, mit Honningsvåg , der „Stadt am Nordkap“, als verwaltungszentrum. Wichtige Wirtschaftszweige sind Fischerei und Fischverarbeitung, Dienstleistungssektor und Tourismus. Wegen seiner zentralen Lage und guten Infrastruktur ist der Hafen von Honningsvåg einer der wichtigsten Nordnorwegens. Er ist außerdem der zweitgrößte Kreuzfahrthafen Norwegens.
www.northcape.no



Norwegen, Finnmark, Nordkap



Der Nordkapfelsen

ist schon lange eine beliebte und wichtige Landmarke für die Schifffahrt im Norden. Er ragt 307 Meter vom Meer auf, der höchste Punkt liegt mit 309 Metern ü.d.M. im Inneren der Nordkaphalle. Die Klippe ist 500 bis 600 Millionen Jahre alt und besteht aus Schiefer, Sandstein, Quarz und Glimmerschiefer.



Nordkaphalle



Nordkaphalle

Die Nordkaphalle beinhaltet ein Servicezentrum für Besucher des Nordkapplateaus. Panoramafilm, Thai Pavillon, Ausstellung zur Geschichte des Nordkaps, die nördlichste ökumenische Kapelle der Welt, Souveniershop, Postamt, Informationscenter, Restaurant „Kompasset“, Bar, „Grotten“, Café „Kaffehuset“, die Suite 70°10’21“. Die Straße zum Nordkap (Nordkapveien) ist auch im Winter geöffnet.
www.visitnorthcape.no



Hotelbeispiele

Hotelbeispiele in Finnmark



Norwegen, Finnmark, Rica Hotel Alta



In Alta:

Rica Hotel Alta
www.rica-hotels.com/en/Hotels/Rica-Hotel-Alta/



Norwegen, Finnmark, Karasjok, Rica Hotel Krasjok



In Karasjok:

Rica Hotel Krasjok
www.rica-hotels.com/Hotel/Rica-Hotel-Karasjok/



Norwegen, Finnmark, Honningsvåg, Rica Hotel Hon...



In Honningsvåg

Rica Hotel Honningsvåg
www.rica-hotels.com/Hotels/Rica-Hotel-Honningsvåg



Norwegen, Finnmark, Alta, Alta-Museum



Besuch im Altamuseum:

Das Museum liegt in unmittelbarer Nähe der umfangreichsten prähistorischen Felszeichnungen Nordeuropas und wurde ins Unesco Welterbe aufgenommen. Sie sind 2.000 bis 6.000 Jahre alt. Vom Museum führen Wanderwege zu den felszeichnungen. Zusätzlich bietet das Museum Ausstellungen zur Lokalgeschichte, ein Café mit Panoramablick über den Altafjord, ein Souveniergeschäft sowie einen Spielplatz. www.alta.museum.no



Norwegen, Finnmark, in Maze lebt Familie Eira



In Maze

lebt die Familie Eira, die von der Rentierzucht lebt. Sie bietet traditionelles Essen im Lavvo-Zelt und man erhält Einblicke in die samische Kultur.
www.cavzo.no



Joik



Joik: Jahrtausende alte, traditionelle Samen-Melodie

In einer Samengamme (Hütte), einem nachempfundenen Storgammen (Rundbau) des Rica Hotel Karasjok serviert man auf traditionelle Weise Samenküche, wobei Per Torturi eindrucksvoll den Gästen den Joik vorführt. Es ist ein charakteristischer Singsang mit jahrtausenden alten Wurzeln, der manchmal auch in Trance enden kann.

Dabei, so erklärt er vor jedem Joik, hört man heraus, ob es ein fröhlicher oder trauriger Ausdruck ist. Und tatsächlich, man erkennt es gleich auf Anhieb. Freude, Trauer, Hass oder überschwänglicher Eifer, alles ist ein Ohrenschmaus.

Und Anne Louise Gaup vom Nationalmuseum für samische Kultur nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt im Lávvo (Nomadenzelt) ergänzt, dass ihr Freund bei einem Besuch schon von weitem erkennt, ob sie traurig oder fröhlich ist. Und dann lächelt sie stolz und sagt, dass sie wie alle jungen Leute hier bei der Geburt ein Rentierkalb, ein Messer und einen Joik bekommen hat. Häufig schenkt dabei die Großmutter, wie bei ihr, diesen ersten Joik. Den zweiten bekam sie traditionell dann bei der Konfirmation.



Norwegen, Finnmark, Kautokeine, Juhls Silvergal...



Juhls Silvergallery:

Die 1959 gegründete Silberschmiede in Kautokeine ist vor allem auch wegen ihrer individuellen Architektur sehenswert. Für die Erbauer Frank und Regine Juhls war ein Leben in Einsamkeit, abseits der großen Städte, von Fashion und Trends, die Voraussetzung dafür, wirklich kreativ sein zu können.
www.juhls.no



Norwegen, Finnmark, Samisches Parlament in Kara...



Samisches Parlament in Karasjok:

www.samediggi.no/artikkel.aspx?MId1=3376&AId=1



Norwegen, Finnmark, Engholm Husky in Karasjok



Engholm Husky:

Die enthusiastischen Schlittenhunde live zu erleben, ist ein schönes Erlebnis. Eventuell kann man beim Training der Hunde und – wenn es nicht zu heiß ist – beim Hundeschlittenrennen zusehen, die Welpen besuchen und zeit mit den friedlichen ausgewachsenen Tieren verbringen. Nicht nur ausgesprochene Hundeliebhaber werden diese Tiere und ihre Qualitäten bewundern.
www.engholm.no



Samisches Kulturzentrum Sápmi in Kautokeine



Samisches Kulturzentrum Sápmi in Kautokeine

http://www.sapmi.no/



Artico Ice Bar in Honningsvåg, Finnmark, Norwegen



Artico Ice Bar:

Die Artico Ice Bar in Honningsvåg ist die nördlichste Eisbar der Welt – erbaut im modernen Design aus dem Eis der Seen des norwegischen Teils Lapplands. www.articoicebar.com



Königskrabben, Finnmark, Norwegen



Königskrabbensafari und Mittagessen:

Man fährt in Honningsvåg mit Raftingbooten hinaus auf den Sarnesfjord, wo die Krabbenfallen in der Tiefe geleert werden. Die Königskrabbe kann von einer Schere zur anderen bis zu zwei Meter groß und bis zu 10 kg schwer werden. Königskrabbenfleisch, das man dann frisch gefangen und zubereitet serviert bekommt, gilt als Delikatesse. www.destinasjon-71nord.no



Norwegen, Oslo



Stippvisite Oslo:

Auf dem Rückflug von Alta bietet es sich an, den ersten Flieger von Alta nach Oslo und von Oslo (bei mir nach Düsseldorf) den letzten Flieger am Tag zu nehmen. Vom Flughafen Oslo fahren alle 10 Minuten Schnellzüge in ca. 20 Minuten in die Stadtmitte (340 Kronen mit Karte Hin- und Rückfahrt, 400 Kronen am Schalter!). Dort hat man wunderbar Zeit für eine nette Königsschloß???- Stadt- und Hafenbesichtigung


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Kommentare

  • astrid

    Wieder mal ein echter Krauskopf Bericht zum mitreisen: tolle Fotos, fröhlich und informativ geschrieben - danke Gerd!
    LG Astrid

  • trollbaby

    Da ich selbst erst vor 2 Monaten in Nordskandinavien, u.a. auch in der Finnmark, unterwegs war, kamen beim Lesen Deines informativen Berichts viele Erinnerungen hoch!
    LG Susi

  • lilli.28

    Grandios...., zu Hause am warmen Ofen sitzend Anfang September!!!!! kann man Bilder und Beschreibung von Regen, Sturm & Wolken so richtig genießen. Und manchmal, manchmal bekomme ich sogar Lust, mir diese rauhe Gegend selbst einmal anzusehen!
    Liebe Grüße aus Köln

  • A1B2CC

    Hallo, ein sehr guter Bericht. Sehr informativ und auf jedes Detail geachtet. Also wer nach diesem Bericht nicht dort hin will, selbst schuld!
    LG Christian!

  • RC-Redaktion

    Ein schöner, informativer und mit Witz geschriebener Reisebericht. Unsere Empfehlung auf der Startseite für Montag.

  • Zaubernuss

    Ein sehr gelungener Reisebericht mit zahlreichen informationen und gut bebildert. ich schätze es, dass Du im ersten Teil deine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke schilderst und im Anhang die informationen übersichtlich dargestellt hast. Eine wertvolle Orientierung für einer Finnmark - Reise. Danke und liebe Grüsse: Ursula

  • hape35

    danke für Deinen tollen Bericht der wunderschönen Finnmark!
    LG Gudrun

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