DENALI: MEHR ALS NUR EIN BERG UND NATIONALPARK

Reisebericht

DENALI: MEHR ALS NUR EIN BERG UND NATIONALPARK

Reisebericht: DENALI: MEHR ALS NUR EIN BERG UND NATIONALPARK

Eines der ganz grossen Highlights in Alaska ist der Denali Nationalpark in Zentralalaska. Rund um den Denali (Mt. Mc Kinley), dem mit 6194m höchsten Berg auf dem Nordamerikanischen Kontinent, erstreckt sich über 24.585 Quadratkilometer in schönster Lage einer der bekanntesten NP der USA. Wie ein Magnet zieht er im Jahr mehr als 400‘000 Besucher an, die einen oder mehrere Tage dort verbringen wollen. Um die Natur zu schützen wurde der Besucherandrang stark kanalisiert, ohne Reservierung lange vorher ist ein Besuch sehr schwierig.
Neben dem Park und dem gleichnamigen Berg hat es in der Region noch viel mehr wundervolle Bereiche, die den grossen Vorteil haben viel weniger überlaufen zu sein und an Naturschönheiten nicht minder spektakulär sind.

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Denali (Mt. McKinley)

Denali von Süden

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Von den Athabaska Indianern erhielt der Berg den Namen Denali was der Große oder der Hohe bedeutet, die Einwohner von Alaska nennen ihn schlicht "The Mountain". Nur in Europa hat sich der offizielle Name Mt. McKinley (25. amerikanischer Präsident) gehalten. Diese monumentale Erhebung vereinigt diverse Superlative in sich, so ist er z.B. der nördlichste Berg der Erde über 5000m, der höchste Berg Nordamerikas und der einziger Berg über 6000 m der nicht an einer heute noch aktiven Trennkante zweier Kontinentalplatten liegt. Aus der Umgebung steigt der Berg über 4000m freistehend auf, keiner der umliegenden Berge ist nur annähernd so hoch. Der unmittelbare Nachbar Mt. Forraker (5303m) ist noch der höchste, die anderen Gipfel der Alaska Range liegen nur wenig über 4000m. Der Denali gilt als der kälteste Berg der Welt, auch im Sommer sind Temperaturen von Minus 40° C keine Seltenheit. Extrem sind die schnellen Wetterwechsel und die unglaublich starken Winde die direkt vom Pol kommen. Bedingt durch seine nördliche Lage ist der Sauerstoff-Partialdruck auf dem Gipfel wie im Himalaya auf über 7000m. Anders als in Zentralasien hat es keine Sherpas, Besteigungen sind sehr anstrengend und zeitaufwendig, unter Alpinisten gilt der Berg als extrem schwierig und gefährlich.
Auf dem George Parks von Süden her kommend taucht der Denali unvermittelt über den Baumwipfeln vor den Reisenden auf, bedingt durch seine enorme, solitäre Präsenz ist er schon aus sehr grosser Entfernung ein absolut majestätischer und beeindruckender Berg! Die beste Sicht am Hwy hat man von zwei signalisierten Viewpoints aus, wie immer in den USA auch für Behinderte gut zugänglich. Der Gipfel ist fast immer von Wolken umhüllt, er sei nur an 30 Tagen im Jahr wirklich sichtbar. Talkeetna, südlich des NP, ist Ausgangsort für die Expeditionen zum Denali, hier können auch Flüge rund um den Berg gebucht werden, an einem klaren Tag sicherlich ein ganz besonderes, aber nicht preiswertes Erlebnis.



The Mountain



Der Denali Nationalpark

Grundsätzlich hat der Besucher zwei Möglichkeiten den Park mehr als nur einen Tag zu besuchen, entweder sucht er sich ein Quartier in der Umgebung oder er bewirbt sich um einen der raren Plätze auf den Campgrounds im Park. Gemessen an der Anzahl Besucher ist die Anzahl Stellplätze für RV verschwindend gering, auf zwei Plätzen nur 86 Sites! Nur wer im Besitz eines solchen Camp-Permits ist darf mit dem eigenen Auto bis zum Campground fahren. (Savage River MP 13, 33 Sites und Teklanika River MP 29, 53 Sites) Die vielen tausend Besucher die täglich in den Park „einfallen“ werden mit Bussen transportiert, die Touren dauern je nach Distanz bis zu 13 Stunden! und starten ab dem Visitor-Center. Auch hier braucht es Glück ohne Reservation einen Platz zu bekommen, an verschiedenen Stationen an der Parkroad kann zu- oder ausgestiegen werden. (sofern freier Platz im Bus!!!) Am einfachsten reserviert man sich Campground und/oder Bustickets via seinem Reisebüro im Heimatland. Freie Plätze können auch via Internet oder Telefon in Alaska gebucht werden. (Viel Glück!)



Anfahrt:


Der Nationalpark kann von Fairbanks (122Mi. 196Km ) oder Anchorage (236Mi. 380Km, ) auf dem gut ausgebauten George Parks Hwy (Nr.3) erreicht werden. Wer von Osten her kommt, hat als Alternative noch den Denali Hwy, dazu später mehr. Wenige Kilometer nördlich des Park-Eingangs sind Cafés, Restaurants, Hotels, Lodges und Private Campgrounds neben den unvermeidlichen Souveniershops, Outfittern und Adventure Anbietern angesiedelt, nicht wirklich ein Ort zum Verweilen...



"Stützpunkt" Denali


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Kommentare

  • mpics

    Da packt einem das Fernweh und diese traumhafte Landschaft, eingefangen durch eure tollen Aufnahmen, lässt das Fotografenherz höher schlagen! Ach ja, ich träume weiter .........! :-)) Liebe Grüße, Michael

  • Aries

    Euer ganzer Enthusiasmus ist klar in Text und Bild zu spüren!
    Der Info-Gehalt hilft sicherlich denjenigen, die auch eine solche Reise planen, bzw. sich durch euren Bericht dazu inspirieren lassen.
    LG Hedi

  • mamaildi

    Was für eine tolle Reise! Und ein bisschen Pech mit dem Wetter lässt einen doch dankbarer werden für die schönen Tage - man lernt diese umso mehr zu genießen. Ich freue mich jedenfalls, dass ich euren wunderbaren Bericht genießen durfte - die tollen Bilder dazu habe ich in den letzten Tagen immer wieder schon bewundert wie sie nach und nach hier auftauchten...

  • debby83

    Ein wunderschöner Reisebericht mit grandiosen Fotos, die zum Träumen einladen. Danke!

  • europy

    Du machst es einem wirklich schwer. Mein Gott, wie soll man bei den Bildern und der wunderbaren Beschreibung nicht in Fernweh und der Erinnerung verfallen??

    Dank für den schönen Bericht
    Peter

  • Zinni

    Ein wunderschöner Bericht mit tollen Fotos!

  • trollbaby

    Hallo Ihr Zwei!
    Schade, dass Ihr gerade im Denali NP so ein Wetterpech hattet, aber die anderen Tage haben Euch wahrhaftig dafür entschädigt! Ich muss gestehen, Alaska hat mich bis jetzt nicht sonderlich gereizt, aber nach Lesen Eures Berichts sowie nach Durchsicht der tollen Fotos würde ich am liebsten sofort dorthin!
    LG Susi

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  • 238EWT

    Ich habe den Mt. Mc.Kinley zwar nur mit einer Linienmaschine auf dem Weg nach Südkorea überflogen. Der Pilot machte aber über Alaska bei schönem Wetter einen Kreisel um das Bergmassiv. Phantastisch, auch ohne Kamera von oben anzusehen. Damals, zu Sowjetzeiten im Februar 1988, gab es noch einen Zwischenstopp in Anchorage, weil Umwege über das Staatsgebiet der UDSSR notwendig waren. Kurz zuvor war eine B 747 der Korean Airline mit allen Insassen abgeschossen worden.
    LG Eberhard

  • pleuro

    Eure Begeisterung ist spürbar beim Lesen! Eure begleitenden Fotos sind wunderschön und lassen mich visuell mitreisen!! Zum Träumen!! LG Anne

  • brandriba

    @Alle Ganz ganz lieben Dank für Eure lobenden Worte und die vielen Punkte! Die Empfehlung vom 08.03 hat uns sehr gefreut, noch wichtiger sind uns aber Eure Kommentare! Das Wetterpech im Denali ist halt ebenso ein Bestandteil des Reisens wie die unglaublichen Tage davor und danach. Schön dass ihr Träume und Appetit bekommen habt, das ist der Sinn des Berichts! Ganz liebe Grüsse Billy und DAni

  • BernieMayer

    Traumhaft, Ihr habt mir damit das Warten bis es im August für mich ab nach Alaska geht unheimlich schwer gemacht! ;-)) Die Vorfreude ist riesig! Super erzählt und wiedermal 1a Bilder!
    LG, Bernie

  • Blula

    Ein in jeder Hinsicht fantastischer Reisebericht!!
    LG Ursula

  • windweit

    Was für Farben!
    LG, Gabi

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  • harley_flanigen

    Das machte echt Laune diesen Bericht zu lesen ;-)
    LG
    harley_flanigen

  • Raudi

    Eigentlich ist ja schon alles gesagt ! Aber Danke das ihr mich auf diese Schöne Reise
    mitgenommen habt. Der Bericht und die Bilder dazu wieder einmal eine Klasse für
    sich. Ich hoffe ihr macht noch viele Reisen ! Freue mich jetzt schon auf den nächsten Reisebericht !!! LG Hans

  • hans_pothorst

    Ich freue mich, dass der Denali State Park auch einmal gewürdigt wird. Er steht immer im Schatten des großen Bruders Denali NLP. Ich erinnere mich, den Byers Lake im August 2004 auch einmal umwandert zu haben, was natürlich schön war. Wir sahen auch rote Lachse im klaren Wasser eines Creeks, die mir noch genau in Erinnerung sind. Warum ich die allerdings nicht fotografiert habe, weiß ich heute nicht mehr.

    Beste Grüße
    Arne

  • Pinky3

    hallo, nun bin ich auch zu deinen reiseberichten durchgedrungen und es hat sich wirklich gelohnt, ich bin ja noch nicht so lange dabei und du hast mir mit diesem beitrag gezeigt wie ein reisebericht aussehen sollte, einfach toll da stimmt alles und die fotos sind fantastisch da muß ich noch viel üben um das so hinzubekommen :)).........lg gaby

  • Schriddels

    Hi,
    mehr als 4 Jahre später sind wir für 6 Monate durch Nordamerika gereist und na klar, auch durch Alaska. Alaska ist immer eine Reise wert und wer Natur mag der muss dahin.

    LG Wolfgang

  • matulr

    Erst jetzt entdeckt, aber - ein JUWEL!
    LG ULI

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  • rosibieg

    Nun war ich auch mit Euch in Denali!
    Die großartige Natur in den tollen Herbstfarben - großartige Fotos.
    Ich habe schon einige Naturfime zu Denali gesehen, durch Euch habe ich nun auch gute Infos, die das Reisen und Wandern dort betreffen. Besonders auch die Infos zur Umgebung und dem Deanli State Park sind richtig klasse.
    Ein guter Reisebericht.
    LG Rosita

  • brandriba

    Neue Leserinnen bringen einen dazu mal wieder in die eigenen, schon etwas älteren, Reiseberichte "einzutauchen". Es ist beschämend wie viele Kommentare ich noch gar nicht verdankt habe, das möchte ich an dieser Stelle unbedingt noch nachholen.
    Mit liebem Gruss und einem ganz schlechten Gewissen... DAni

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