Muh-ment mal! Wie Wandernde sich bei Begegnungen mit Kühen am besten verhalten

Junge Kühe
Kühe sind neugierig und in den meisten Fällen sehr friedlich
© Bloomberg Creative / Getty Images
Wo Wanderwege über Weideflächen führen, sind Begegnungen zwischen Menschen und Rindern kaum zu vermeiden. Damit solche Situationen ruhig und sicher bleiben, sollten Wandernde einige Grundregeln beachten

Gerade in den Alpen verlaufen viele Wanderrouten über Almen, auf denen Kühe grasen. Während sich manche über die Tiere freuen, reagieren andere eher zurückhaltend oder verunsichert. Denn auch wenn Rinder meist friedlich sind, kann es in seltenen Fällen zu Zwischenfällen kommen.

Wie verhält man sich richtig, wenn ein Kuhkontakt unvermeidlich ist?

Die Sektionen München und Oberland des Deutschen Alpenvereins haben dazu fünf zentrale Empfehlungen zusammengestellt, die sie Wanderinnen und Wanderern an die Hand geben:

1: Abstand halten und Hunde an die Leine nehmen

Wer eine Weide betritt, sollte den Tieren nicht zu nahe kommen und möglichst auf den ausgewiesenen Wegen bleiben. Hunde gehören spätestens dort an die Leine. Wird die Situation allerdings brenzlig und die Tiere zeigen aggressives Verhalten, sollte der Hund zum eigenen Schutz abgeleint werden.

2: Auf die richtige Körpersprache achten

Vermeiden Sie es, Kühe direkt anzustarren. Verhalten Sie sich ruhig und gelassen und erschrecken Sie die Tiere nicht. Warnsignale sind unter anderem gesenkter Kopf, Scharren mit den Hufen, lautes Brüllen oder Schnauben – dann ist besondere Vorsicht geboten.

3: Besondere Vorsicht in der Nähe von Kälbern

So niedlich sie wirken: Kühe sind keine Streicheltiere. Halten Sie Abstand, füttern oder berühren Sie die Tiere nicht – vor allem nicht den Nachwuchs. Mutterkühe verteidigen ihre Kälber und können dabei aggressiv reagieren.

4: Im Ernstfall Ruhe bewahren

Nähert sich eine Kuh bedrohlich oder greift an, sollten Sie nicht in Panik geraten. Drehen Sie sich nicht um und entfernen Sie sich langsam und kontrolliert aus der Situation. Im Notfall kann es helfen, das Tier mit einem Stock auf die empfindliche Nase abzuwehren.

5: Das Verhalten der Tiere frühzeitig beobachten

Ob Tiere unruhig oder angespannt sind, lässt sich oft schon aus der Distanz erkennen. In solchen Fällen empfiehlt der DAV, einen großen Bogen um die Herde zu machen – idealerweise mit 20 bis 50 Metern Abstand. Weisen Sie gegebenenfalls auch andere Wandernde auf die Situation hin.

sho

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