Route 66

Reisebericht

Route 66

Reisebericht: Route 66

Sie ist und bleibt ein Mythos, die legendäre 66. In den letzten Jahren wird sie immer populärer und damit mehren sich auch die roadside attractions. Wir sind 2006 ein Teil dieser Legende gefahren, beginnend in Alburquerque über Kingman nach Oatman. Auch wenn es für die Touristen gedacht ist, Spaß machts allemal

Auf dem Weg nach 'drüben'

Unser neuerlicher Trip in die Neue Welt begann mal etwas anders, nämlich mit einer klassischen Atlantiküberquerung mit der Queen Mary 2.Einfach grandios, ein Erlebnis, das man nicht mehr vergisst. 5 Tage nichts als Wasser und trotzdem keine Zeit für lange Weile .Aber das zu beschreiben wäre schon ein Bericht für sich. Nach der fantastischen Einfahrt in den Hudson River bis nach Manhattan hinauf blieben wir noch zwei Tage im Big Apple. Als kleine Anekdote am Rande wäre zu bemerken, das mit dem 'Entladen' der QM 2 sogar die riesige Flotte der New Yorker Taxis überfordert war, zumal noch ein anderes Kreuzfahrtschiff mit uns eingelaufen war. Da die QM als Erste an der Hafeneinfahrt lag, wurde gleich jedes ankommende Taxi abgefangen und für die armen Gäste des Carnival Schiffes blieb nichts übrig.
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QM 2 legt in New York an



Jetzt heißt es go west

Nachdem wir zwei Tage Großstadtluft geschnuppert haben flogen wir weiter nach Alburquerque, wo wir unseren Mietwagen übernommen haben. Wenn schon nicht stilgerecht mit der Harley, so machten wir uns wenigstens mit einem Jeep auf, die 66 unter unsere Räder zu nehmen.
Der erste Abstecher von der 66 ging nach Santa Fe, wo wir in einem sehr empfehlenswerten B&B, der Casa de la Cuma gewohnt haben, etwa 10 -15 Min. zu Fuß vom Zentrum entfernt.
Nach zwei Tagen in dieser schönen Stadt ging es zurück zu 66 .



Casa de la Cuma

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...immer wieder abseits der 66

Der nächste Abstecher von der Route 66 führt in die Sky City, Acoma, einem Pueblo hoch auf einem Felsen gelegen.
Der Besuch dieser Siedlung in luftiger Höhe war schon lange ein Wunsch von uns, ging allerdings auch etwas ins Geld, denn wie überall wollen die Indianerstämme viel an den Touristen verdienen. Man kommt nur mit einem Bus hinauf (runter kann man ev.auch über einen steilen Pfad allein gehen) und kann das Pueblo nur mit einer Führung besichtigen, was mit der Zeit sehr anstrengend wird, da immer ausgerechnet an jedem Tisch mit Keramik lange Vorträge gehalten werden und das in praller Sonne. Und es gibt viele davon... Und dann die diversen Foto-und Filmgenehmigungen. Aber allein der Rundblick macht diesen Ausflug schon lohnenswert.



Acoma Pueblo



Buntes Land

Einmal mehr haben wir die 66 bzw. I 40 verlassen und sind durch die Painted Desert und den Petrified Forest, den versteinerten Wald in Richtung Flagstaff gefahren, wo wir wieder auf die 66 trafen. Flagstaff eignet sich gut zur Übernachtung, im Welcomecenter an der I 40 an der Grenze zu Arizona gibt es jede Menge Couponhefte, mit denen man in Flagstaff eine günstige Unterkunft finden kann.



Painted Desert, Arizona



...eins der größten Naturwunder

Von Flagstaff aus verließen wir die 66 wieder um zu dem großartigen Grand Canyon zu fahren. Der Blick in die große, vom Colorado ausgewaschene Schlucht fasziniert immer wieder. Wir bummelten am Rim entlang, schauten pflichtbewußt in die zahlreichen Giftshops, fuhren mit dem Shuttlebus zum Hermit´s Rest und und genossen die immer wieder die wechselden Ansichten des Canyons. Zum Abschluss gönnten wir uns noch einen Hubschrauberflug in den Sonnenuntergang über den Canyon.



Grand Canyon South Rim



Nach diesem Naturerlebnis ging es zurück zur Route 66,in Williams fanden wir eine sehr schöne und und günstige Unterkunft, das Canyon Country Inn.(siehe Tipp) In bzw. kurz hinter Williams beginnt das längste noch erhaltene Stück der Route 66 und schon in der Stadt wirft dies seine Schatten. Den Abend verbrachten wir in einem der typischen Diner, wie sie früher zuhauf zu finden waren.



Canyon Country Inn , Williams

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es ist soweit

Am nächsten Morgen war es dann soweit, wir fuhren off I 40 Richtung Seligman um den richtigen Duft der Mother Road zu schnuppern...



...bis zum Horizont

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Auf diesem Teilstück der Route 66 konnten wir uns gut das America der 50er und 60er vorstellen, die großen Straßenkreuzer, die Diner und bunten Tankstellen entlang der Straße.



Welcome Cruisers



Unser eigener fahrbarer Untersatz wirkt in dieser Umgebung reichlich modern aber auch er braucht Sprit.



entlang der 66



Die vielen liebevoll hergerichteten Erinnerungen and die ' gute, alte Zeit' , die entlang der Straßen auftauchten, verführten uns immer wieder zu einem Stopp. So haben wir für diesen Reiseabschnitt doch mehr Zeit gebraucht als gedacht. Gut versorgt mit vielen Erinnerungstücken an d i e Strasse erreichten wir schließlich Kingman.



Eselei

In Kingman windet sich die 66 in die Berge in Richtung Oatman. Schon auf dem Weg in das ehemalige Goldgräberstädchen begegneten uns in den Bergen Herden freilaufender Esel. Die Temperatur stieg ständig, wir näherten uns Las Vegas. Unsere Hot Dog Würstchen konnen wir ganz schnell auf der Motorhaube erwärmen...












mal wieder Kakteen



In Oatman empfingen uns freundliche Esel, die unsere Taschen gleich nach Leckereien absuchten.
Auf der Main Street gab es auch die in Ghost Towns übliche Stuntshow,allemal ein Spaß für Kinder.
Die große Attraktion dieses netten Westernstädchen sind aber die vielen liebenswerten Esel, die überall gegenwärtig sind. Die Anwohner geben gern über die Tiere Auskunft und beraten beim Füttern, denn die ganz kleinen dürfen z. B. noch keine harten Möhren.



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Viva Las Vegas

Nach diesem Eselrendezvous fuhren wir direkt nach Las Vegas, das Bellaggio wartete auf uns und wir tauchten ein in den Lichterglanz dieser Stadt in der Wüste.



Bellaggio



Las Vegas by night

Es folgte der obligatorische Bummel durch die lichterglänzende Metropole in der Wüste. Diese Stadt verändert so rasant ihr Gesicht und so sieht man immer wieder Neues und noch Unbekanntes. Viele alte Klassiker wie z.B. das Tropicana u. ä. sind verschwunden, dafür glitzern der Eiffelturm und der Campanile in neuer Pracht .



verfahren ?



abseits des Strip

Auch Downtown Las Vegas, jetzt vornehm Fremont Street Experience wurde wieder aufpoliert und lädt in seiner glitzernden überdachten Passage zu zahlreichen Straßenaufführungen und Shows.
Geblieben ist der Cowboy und die vielen Möglichkeiten gut und günstig zu essen und trinken. Auch hier heißt es ,gleich Kouponhefte besorgen.



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letzte Zeilen

Hier in der faszinierenden Spielerstadt endet mein Bericht, unsere Reise ging noch weiter. Los Angeles, Seqouia und Kings Canyon N.P.,Yosemite N.P.und nicht zuletzt unser Favorit San Francisco. Von dort sind wir dann ganz profan wieder mit Flieger nach Deutschland gereist. Viel schneller aber lange nicht so erlebnisreich wie mit dem Schiff. Vielleicht bekommt jemand Lust auch mal dieser Strecke eine längere Zeit zu widmen, es gibt noch so viel mehr zu entdecken aber alles zu beschreiben würde die sowieso schon stark geforderte Geduld eventueller Leser zu sehr strapazieren.
In diesem Sinne, see you in America


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Kommentare

  • Guido

    Ein interessanter und kurzweiliger Bericht mit tollen Bildern.
    Es wäre auch nett wenn man wüsste wer Ihn verfasst hat?

  • s.gerhard

    Ich glaube, lynley war es ;)
    http://www.geo-reisecommunity.de/mitglied/lynley

  • LudwigII.

    Schöner Bericht von der R 66. Ich bin mit meiner Frau im August 06 von St. Louis/MO bis nach Flagstaff/AZ gefahren. Ein Traum.

  • pepi

    Hi, bin in Gedanken auf meiner Harley mitgefahren und viele Erinnerungen aufgefrischt

  • snaxx

    Toller Bericht, schöne Fotos. Bin mir am Überlegen im Oktober auch Kalifornien mit dem Mietauto zu entdecken. Über die Route bin ich mir noch nicht so schlüssig. Dein Bericht hat mir aber schon die eine oder andere Idee gebracht. Danke :) liebe Grüsse

  • hans-bindestrich

    Hi lynley,

    habe gerade erst durch den aktuellen GEO-Reisecommunity-Newsletter Deinen Bericht über die "Route 66-Reise" gelesen. Gefällt mir gut, wahrscheinlich weil ich 2006 eine ähnliche Tour gemacht habe. Damals ging es von San Francisco u.a. durch die NP's auch nach Flagstaff, in den Grand Canyon, nach Las Vegas und eben auch über Teile der Route 66 nach Kingman und Outman. Habe gerade vor ein paar Tagen meine Video-Aufnahmen von damals bearbeitet und zu einem Video-Film zusammengeschnitten. Schöne Erinnerung.

    LG
    hans-bindestrich
    hans-bindestrich

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