Mittelalter-Sekte "Sie dürsten nach Menschenblut": Die kaltblütigen Mordkommandos der Assassinen

Ihre Waffe ist der Dolch: Weil die Assassinen den Armeen ihrer Feinde in einer offenen Schlacht unterlegen wären, lauern sie stattdessen deren Führern auf – und ermorden sie. Diese und die folgenden Szenen stammen aus dem Computerspiel "Assassin’s Creed", das den Mythos der Killertruppe seit einigen Jahren höchst erfolgreich fortschreibt
Ihre Waffe ist der Dolch: Weil die Assassinen den Armeen ihrer Feinde in einer offenen Schlacht unterlegen wären, lauern sie stattdessen deren Führern auf – und ermorden sie. Diese und die folgenden Szenen stammen aus dem Computerspiel "Assassin’s Creed", das den Mythos der Killertruppe seit einigen Jahren höchst erfolgreich fortschreibt
© Raphael Lacoste
Zur Zeit der Kreuzzüge fürchten die christlichen Herrscher im Heiligen Land nicht nur die Armeen der orientalischen Sultane – sondern auch eine kleine Schar fanatischer Attentäter. Im April 1192 planen die Assassinen eine tollkühne Attacke: Sie wollen den künftigen König von Jerusalem erdolchen

Konrad von Montferrat ist allem Anschein nach ein glücklicher Mensch, als ein Dolchstoß sein Leben beendet. Kurz zuvor hat der Adelige aus dem italienischen Piemont erfahren, dass er zum neuen König von Jerusalem gekrönt werden soll. Die Herrschaft über den bedeutendsten Kreuzfahrerstaat ist ihm damit nicht mehr zu nehmen. Konrad wähnt sich am Ziel seiner Träume.

Gut gelaunt tritt er am Abend des 28. April 1192 aus dem Haus eines befreundeten Bischofs. Die Straßen von Tyros, einer Hafenstadt 150 Kilometer nördlich von Jerusalem, liegen bereits im Dunkeln. Eigentlich wollte Konrad bei seinem Freund das Nachtmahl einnehmen. Doch der Bischof hatte schon gespeist, so macht sich Konrad hungrig auf den Rückweg zu seinem nahe gelegenen Anwesen.


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