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Astrohighlights im Dezember Ursiden – weihnachtliche Sternschnuppen zum Fest

Ein Sternschnuppe verglüht am sternenklaren Himmel über der schneebedeckten Allgäuer Landschaft kurz vor Sonnenaufgang
Ein Sternschnuppe verglüht am sternenklaren Himmel über der schneebedeckten Allgäuer Landschaft kurz vor Sonnenaufgang
© picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Am 21. Dezember hält mit der Wintersonnenwende der Winter seinen Einzug. Zum Weihnachtsfest kommen wir sogar in den Genuss von Sternschnuppen. Prof. Thomas W. Kraupe ist Direktor vom Planetarium Hamburg und erklärt uns jeden Monat die Highlights des Sternenhimmels. Dieses Mal dreht sich alles um die Ursiden, die den Heiligen Abend einläuten
Im Dezember erleben wir zwei Sternschnuppenströme – die Geminiden und die Ursiden. Leider wurde die Beobachtung des ersten Meteorschauers Anfang Dezember durch das helle Mondlicht gestört. Der letzte Vollmond des Jahres fiel auf den 8. Dezember, so dass der Schein des zur Monatsmitte noch recht vollen Mondes unsere Beobachtung beeinträchtigte. Gut stehen die Chancen hingegen für eine Sichtung der Ursiden, denn ihr Höhepunkt fällt mit dem Neumond am 23. Dezember zusammen.
Thomas Kraupe
Professor Thomas W. Kraupe studierte Mathematik und Physik an der Universität München. Seit dem Jahr 2000 leitet er als Direktor das Planetarium Hamburg und hat es zum erfolgreichsten Sternentheater im deutschsprachigen Raum gemacht. An dieser Stelle wird er nun monatlich die Highlights am Sternenhimmel erklären, die uns erwarten.
© Wolfgang Köhler
Die Ursiden zieren den Himmel zwischen dem 17. und 26. Dezember. Im Vergleich zu anderen Meteorschauern zeigen sie eine vergleichsweise geringe Zahl von Sternschnuppen. Allerdings liegt ihr Radiant, also ihr scheinbarer Ausgangspunkt, im Sternbild "Großer Bär". Und diese Sternregion, in welcher der sogenannte "Große Wagen" die hellsten Sterne einnimmt, ist die ganze Nacht hindurch sichtbar. Nach Mitternacht steigt sie hoch über unsere Köpfe.
Nicht zuletzt sind die Bedingungen rund um den Neumond ideal. Es lohnt sich also trotz der eher geringen Fallraten, rund um Heiligabend und zwischen den Jahren den Himmel zu beobachten. Wer einen Blick auf die weihnachtlichen Sternschnuppen erhaschen möchte, sucht sich einen Ort fern der Lichter der Stadt und gibt seinen Augen ausreichend Zeit, um sich an die Lichtbedingungen zu gewöhnen.

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